Neuseeland: Zurück nach Auckland – Reisetagebuch in Zeiten von Corona (Teil 23) – Trauer in Trier

Es sind wieder einige Wochen seit dem letzten Eintrag in meinem Blog vergangen. Zunächst schöne, aber auch arbeitsreiche, schwierige Wochen. Denn die Amokfahrt eines 51-Jährigen am 1. Dezember mit bislang fünf Toten hat uns hier in Trier zutiefst erschüttert. Diese Tat ist unfassbar und die Trauer nach wie vor groß.

Dass nun auch noch ein weiterer harter Lockdown notwendig ist, um die erneut steigenden Covid-19-Infektionen und -Erkrankungen zu stoppen, kommt hinzu. Keine schöne Vorweihnachtszeit. Zum Glück waren einige sehr schöne Läufe zur Ablenkung und Meditation. Aber es gibt noch etwas zu tun: Das Reisetagebuch muss abgeschlossen werden, bevor dieses Jahr endet.

SO GEHT’S WEITER:

Jan fliegt eine Stunde früher als wir nach Auckland, um von dort doch direkt in die Heimat aufzubrechen. Seine Pläne, noch einen Zwischenstopp in Australien einzulegen, sind vom Corona-Virus und die weltweiten Sicherheitsmaßnahmen zerstört worden. Er findet sich nur schwer damit ab, dass sein Trip und die halbe Welt so plötzlich enden muss. Aber es ist besser, jetzt die Heimreise anzutreten, als irgendwo in einer Quarantäne festzuhängen. 

Wir fahren nach dem erneuten Frühstück im Fair Trade-Café mit dem Airportshuttle zu dem kleinen Flughafen der Stadt. Der größte Wermutstropfen an diesem Tag ist das Übergepäck, dass wir mit 225$ teuer bezahlen. Leider habe ich die Onlinefrist für die Nachbuchung versäumt. Nun ja. Wieder etwas gelernt.

Der Flug mit der Billiglinie JetStar dauert nur eine gute Stunde. Gefühlt fast so lange wie das Warten auf unser Gepäck. Gemeinsam mit Jan nehmen wir dann ein Shuttle in die Queen Street, wo unser Hotelzimmer gebucht ist. Da es ein Dreibettzimmer ist, kann unser Sohn noch einige Stunden Schlafen, bevor er gegen 4 Uhr zum Flughafen muss. Er wird sogar einen Tag früher in Trier sein als wir. 

Der letzte gemeinsame Abend beginnt mit einem Rundgang durch die City auf der Suche nach einem Chinesen, der die gebratenen Nudeln nach Jans Vorstellungen zubereitet. Mit vollen Mägen gehen wir danach zum Yacht-Hafen und genießen den Blick von der Dachterrasse eines hübschen Lokals, das sicher besser frequentiert wäre, wenn die Preise für Alkohol nicht so exorbitant hoch wären.

Uns schmeckt es trotzdem. Und als wir durch das Zentrum des Molochs den Heimweg antreten, staunen wir über die beleuchteten Wolkenkratzer und den Fernsehturm, auf dem wir am ersten Tag unserer Reise in Neuseeland waren. 

FORTSETZUNG FOLGT

4 Gedanken zu “Neuseeland: Zurück nach Auckland – Reisetagebuch in Zeiten von Corona (Teil 23) – Trauer in Trier

  1. Lieber Rainer,

    bzgl. dieser schlimmen Amokfahrt am 1. Dezember leidet die ganze Republik mit, wenn ihr auch unmittelbarer betroffen wart! 😥

    Dein Tagebuch füllt sich und die Erinnerungen bleiben festgehalten. Sicherlich toll, wenn man das noch mal Revue passieren lassen kann. Du hast ja auch viele, tolle Bilder beigefügt! – Danke fürs Mitnehmen!

    In der Hoffnung, dass wir uns alle adäquat ablenken und erholen können, wünsche ich auch dir weiterhin schöne Läufe!

    LG Manfred

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    • Lieber Manfred,

      ja, das ist noch immer schlimm. Aber wie immer, heilt die Zeit solche Wunden. Narben werden aber bleiben.

      Die Gedanken an die vier Wochen Neuseeland kommen mir wirklich fast surreal vor. Aber die Fotos belegen: Wir waren dort.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  2. Lieber Rainer,
    die Amokfahrt in Trier war einfach nur sinnlos und so furchtbar… da fehlt einem die Worte 😢
    Zum Glück können wir uns in diesen Zeiten von Corona, Lockdowns und auch Trauer mit Laufen ablenken und so die Gedanken etwas ordnen.
    Das Jahr geht zu Ende und auch dein Reisetagebuch den ich immer sehr genossen habe. Es ist eigentlich verrückt, dass ihr diese Reise gerade noch geschafft haben vor der Corona-Lockdown. Hoffen wir, dass wir bald wieder die Möglichkeit haben zu reisen!
    Liebe Grüße aus dem Montafon 😊
    Anna

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Anna,

      die Worte haben mir in den Tagennach der Amokfahrt auch gefehlt, zumindest wenn ich darüber sprechen sollte. Schreiben musste ich, das ist mein Beruf. Aber das hat totz der Betroffenheit und Trauer auch funktioniert.

      Wie schön es ist, Familie und Freunde zu haben, wir einem da noch einmal bewusst.

      Liebe Grüße in das schöne Montafon

      Rainer 😎

      Gefällt 1 Person

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