Neuseeland: An der Zipline durch den Regenwald – Ein Reisetagebuch in Zeiten der Coronakrise (Teil 5)

Corona hat die Welt fest im Griff. Da ist es schön, noch von Erinnerungen an eine tolle Auszeit in Neuseeland zu pflegen. In Teil 5 entführe ich zu einer noch neuen Attraktion auf der Coromandel-Halbinsel. Viel Spaß!

SO GEHT ES WEITER

In Köln und Mainz sind angeblich die Rosenmontagszüge wegen Sturms abgesagt. Die ganze Narretei in der Heimat beschäftigt uns allerdings nicht. Denn hier scheint die Sonne von einem wolkenlosen Himmel, nach einer kühlen Nacht. Der Campingplatz bietet tatsächlich einigen Komfort. Wir kaufen sogar die Club-Karte, die uns Vergünstigungen auf ähnlichen Plätzen auf den beiden Inseln ermöglicht. Vielleicht sogar für die Fähre in den Süden. 

Beim Frühstück entscheiden wir uns, die Zipline-Attraktion trotz des nicht geringen Preises als Aktivität des Tages zu wählen. Sieben Seilbrücken versprechen schnelle Erlebnisse in Höhe der Baumwipfel dieses Urwalds, durch den noch die alte Schmalspurbahn aus der Goldgräberzeit tuckert.

Reina und Sheila, unsere beiden gut gelaunten Führerinnen, leiten uns auf dem Weg und hängen immer korrekt die Karabiner ein, so dass wir doppelt gesichert sind. Zur Truppe gehören zudem zwei junge Kiwi aus Auckland, die ebenfalls hörbar Spaß haben. 

Downunder upside down durch den Wald zu rauschen, das hat schon etwas Besonderes. Fotos und Videoclips werden uns daran sicher noch lange erinnern. Die Geschichte von der Abholzung der Kauriwälder, der Goldgräberzeit und den aktuellen Problemen mit Opossums und Mardern gibt’s noch dazu. Dass die Neuseeländer hier die Waldbienen mit Zuckerwasser aus Weinflaschen füttern, ist eine andere Geschichte. 

Nach gut zwei Stunden in der Bahn und in den Bäumen machen wir uns auf den Weg in Richtung Thames. Coromandel Town haben wir uns schon am Vormittag angesehen.

Ein Städtchen, wie es auch im neuzeitlichen „Wilden Westen“ stehen könnte. Aber der Baustil der Einheimischen hier ist generell sehr einfach. Holzhäuser und einfache Verglasung erzählen davon, dass die Winter hier nicht kalt sind und sich im schlimmsten Fall nach Erdbeben alles wieder schnell aufbauen lässt. 

Die Westküste von Coromandel ist interessant und wieder gespickt mit tollen Ausblicken. Vulkanstrand. Schwarz und steinig. Zudem bläst der Wind von der See kräftig und überdeckt fast, wie heiß die Sonne brennt. 50er Sonnencreme ist hier ein Muss. 

Das Besucherzentrum des Naturschutzgebiets Kauaeranga bei Thames ist leider bereits geschlossen, als wir dort ankommen. Der kleine Lehrpfad dort ist dennoch interessant. Und die Kosten für zwei Übernachtungen auf einem der freien Campingplätze sind dort in einem Plastikbeutel auch schnell hinterlegt.

Der Platz, zu dem wir wollten, ist allerdings wegen der Dürre geschlossen. Zu große Waldbrandgefahr. So rattern wir die Schotterstraße noch einen Kilometer weiter bis zu einer ehemals grünen Wiese am Kauaeranga River. Hier campieren immerhin noch drei weitere Naturliebhaber. Zum ersten Mal haben wir kein Netz oder Telefon. Einsamkeit pur. Für den nächsten Tag ist eine Tageswanderung zu den Pinnacles geplant. Natur pur.

FORTSETZUNG

8 Gedanken zu “Neuseeland: An der Zipline durch den Regenwald – Ein Reisetagebuch in Zeiten der Coronakrise (Teil 5)

  1. Lieber Rainer, schöne, sehr beeindruckende Reise, die Lust macht, besonders der Regenwald zieht mich an, habe mal vor gefühlten Jahren eine Arbeit über den Regenwald geschrieben, du warst dort, ich nicht ! Diese Reise werdet ihr wohl nie vergessen !! Toll !

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    • Liebe Margitta,

      die Natur dort ist wirklich eine Wucht, die einen zunächst fast umhaut. Manchmal fehlen wirklich nur die Dinosaurier, so stark ist das Gefühl von Ursprünglichkeit.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  2. Lieber Rainer,
    das sieht irgendwie aus wie im Fernsehen was ihr da macht 😆
    Bestimmt absolut irre so durch den Urwald dort zu „hangeln“. Ich kann es nur nochmal sagen: ihr hattet echt noch Glück mit dem Zeitpunkt 🙂
    Eine tolle Natur
    Liebe Grüße
    Helge

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Helge,

      nun ja, so professionell wie im Fernsehen ist das nicht. Aber es ist tatsächlich auch für mich schön, das nochmal in bewegten Bildern zu sehen. 🙂
      Das Glück war auf unserer Seite. Tatsächlich 😀

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  3. Lieber Rainer,

    die Zipline-Fahrten sehen nach einem Riesenspaß aus. Für mich wäre das eine Überwindung, aber nach dem ersten Mal hätte wahrscheinlich auch ich Freude daran. Und die Landschaft ist atemberaubend. 🙂

    Liebe Grüße
    Anne

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  4. Lieber Rainer,

    jetzt bin doch nicht zeitnah dabei geblieben, aber zum Glück werden die Beiträge deines Blog nicht „geschlossen“! 😉

    Fast habe ich den Eindruck, dass deine Bilder von Post zu Post immer nochmal schöner werden. Aber das geht ja gar nicht! 😆

    Danke fürs Mitnehmen in eine ganz andere Welt auf der „anderen“ Seite unseres Globus mit so viel Sehenswerten!

    LG Manfred

    Gefällt 1 Person

    • Lieber Manfred,

      kein Problem. Keine Sorge, hier lässt sich alles auch noch zeitversetzt lesen. 😉

      In der Tat werden noch einige weitere Fotos folgen. Sicher auch welche, die Dir noch besser gefallen werden. Viel Spaß damit und frohe Ostern!

      Liebe grüße
      Rainer 😎

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