Neuseeland: Die Strände der Coromandel-Halbinsel – Ein Reisetagebuch in den Zeiten von Corona (Teil 4)

Die Nachricht im Newsletter des neuseeländischen Campingclubs ist eindeutig: Auch dort werden nun Bars, Restaurants und Geschäfte geschlossen, die Schulen sowieso. Wir hatten also tatsächlich Glück, dass wir unseren Urlaub noch planmäßig beenden konnten. Mehr dazu gibt es heute in Teil 4 meines Reisetagebuchs. Auch das erste kleine Video ist dabei.

SO GEHT ES WEITER

Langsam stellt sich der Körper auf die Zeitverschiebung ein. Nach dem frühen „Breakdown“ bin ich um 6 Uhr so wach, dass Aufstehen die beste Lösung ist. Die Morgendämmerung mit Blick auf den Ozean hat wirklich etwas.

Ein kleiner Spaziergang am Strand also …, der sich zu einer fast zweistündigen Wanderung entwickelt, weil die orangefarbenen Wegschilder so verlockend sind und mich über Stock und Stein zum schönsten Aussichtspunkt vor Ort führt, den Pauanui-Gipfel. 

Ein toller Blick auf das Dorf, die Bucht und das Hinterland mit seinen Felsen und dem Fluss, der es durchzieht.

Beim Abstieg wird es auf dem Pfad etwas beliebter, weil sich die Spät-Frühaufsteher offenbar an diesem Sonntagmorgen verabredet haben … Auch Läuferinnen sind darunter, was angesichts der steilen Anstiege beachtlich ist. 

Karin hat im Camper bereits klar Schiff gemacht, als ich ankomme. Nach einem großen Müsli mit Blick aufs Meer fahren wir dorthin, wo einst Kaptain James Cook und seine Mannschaft die Strände genossen haben:

Am Hot-Water-Beach ist es gar nicht so einfach, einen Parkplatz zu finden. Sonntag eben. So viele Menschen mit Spaten habe ich noch nicht gesehen. Schließlich gilt es, in der Menschenmenge, die sich auf einem 100 Meter breiten Abschnitt des fünf Kilometer langen Strands drängen, mindestens eine der heißen Quellen zu finden, die die selbst ausgehobenen Kuhlen zu einer Badewanne werden lassen. 

Wir graben nicht, sondern begnügen uns mit einem Bad im Meer und dem Staunen über die riesigen Kauri-Bäume, die von dem einst üppigen Urwald hier übrig geblieben sind, nachdem die Kolonialmächte hier wie wild geholzt haben.

Weiter zur Cathedral Cove, dem vermutlich meistbesuchten Strand der Insel. Der laut Wiki-App kostenfreie Parkplatz ist geschlossen. Dafür gibt es einen riesigen Stellplatz vor den Toren der Stadt und einen Shuttle-Service, der für den Weg zum einst kostenfreien Parkplatz und zurück fünf Dollar pro Person nimmt. 

Wir verlängern den angeblich 45-minütigen Weg zur Cove mit einem Abstecher zur Litstone-Bay und der Aussichtsplattform, die zwei Kilometer zusätzlich lohnen.  

Dann der Abstieg zur Cathedral Cove … Die legendäre Felsendom-Höhle ist schön, aber selbst zu späterer Stunde an einem Sonntag ziemlich belebt. Der Strand, die Felsen und die Natur sind dennoch umwerfend, gerade in der schräg stehenden Abendsonne.

Nach dem Rückweg zum Auto entscheiden wir uns für einen Übernachtungsstopp in Coromandel Town. Die vermeintliche Abkürzung entpuppt sich als kurvige Schotterpiste mit Gewitter und Hagel auf der zweiten Hälfte.

Der ist tatsächlich so beängstigend, dass wir unter einem der mächtigen Bäume etwas Schutz suchen.  Als wir am Campingplatz mit Dusche und Waschmaschine ankommen, hat es sich zum Glück wieder verzogen. Nichts passiert. Genug Erlebnisse für einen Tag …   

FORTSETZUNG FOLGT

6 Gedanken zu “Neuseeland: Die Strände der Coromandel-Halbinsel – Ein Reisetagebuch in den Zeiten von Corona (Teil 4)

  1. Lieber Rainer,
    ja, also wenn einer versteht, das aus einem Spaziergang eine zweistündige Wanderung wird weil man den orangefarbenen Schildern folgt …. dann bin ich das 😆
    Die Bilder sind wieder toll. Beeindruckende Landschaft.
    Der Blick von diesem Pauanui-Gipfel ist wirklich atemberaubend.
    Liebe Grüße
    Helge

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Helge,

      ja, das war ziemlich der Hammer, am Morgen da alleine hochzugehen. Ich glaube, ich ergänze den Eintrag noch um einige Fotos, die ich mit dem Handy gemacht habe …

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  2. Lieber Rainer,
    da bin ich ganz bei Helge: tolle Bilder von einer beeindruckenden Wanderung und Tagestour auf einer beeindruckend schönen Insel. Natur pur, kommt da rüber und dann noch so ganz anders und so ganz zum Abtauchen!
    Sicherlich auch für dich und euch schön, das hier so festzuhalten!
    LG Manfred

    Gefällt 1 Person

    • Ja, die Landschaft ist sensationell. Die Strände sind auch schön. Allerdings war es mir da touristisch doch etwas zu voll. In der Hauptsaison muss da wirklich die Hölle los sein. Dabei gibt es sooo viele einsame Strände auf den Inseln.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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