Noch ein Lauf am Bleder See, Wurzenpass und zurück in die Heimat – Reisetagebuch Slowenien XVII und Schluss

Es heißt Abschied nehmen von Bled. Das fällt tatsächlich schwer. Wir werden irgendwann wiederkommen, das steht für uns fest. Aber bevor wir Punkt 12 Uhr vom Campinggelände rollen, genießen wir einen ruhigen und aktiven Start in den Tag.

Nach einer Tasse Tee schnüren wir um 8 Uhr die Laufschuhe und drehen – in entgegengesetzte Richtungen – eine Runde um den See. In Bled treffen wir uns, was einige Lauffotos ermöglicht.

Karin war flott unterwegs. Auf der traumhaft schönen zweiten Hälfte ihrer Runde lässt sie es allerdings etwas ruhiger angehen, was mir ein paar Schwimmzüge mit ihrer Schwimmbrille ermöglicht, bevor sie selbst in das klare Nass steigt.

Wir haben es nicht eilig, da Doris uns aus familiären Gründen leider absagen musste. Aus dem Treffen in Seekirchen wird nichts. Übernachten werden wir dort dennoch, weil der Weg nach Würzburg zu weit wäre.

Für die gut 300 Kilometer bis zum Wallersee meiden wir den Karawankentunnel, auch wenn wir uns einen Kilometer lang in den Stau vor der Mautstation einreihen müssen. Wir fahren die letzt mögliche Ausfahrt ab und nehmen die Route über Crajnska Gora und den Wurzenpass. Für den späteren Nachmittag sind bei Salzburg heftige Gewitter angesagt.

Wir erreichen den reservierten Stellplatz am See kurz bevor das Wasserspektakel beginnt. Das eigentlich geplante Essen im Restaurant verschieben wir – sorry Karin -, aber die an der Tankstelle erstandene Laugenbretzel mit viel Butter genügt mir!

Als das Gewitter vorüber ist, bietet sich bei untergehender Sonne noch ein spektakulärer Blick auf den See. Die Kamera leider nicht dabei. Schade. Die aus den Hügeln aufsteigenden Nebelschwaden, ein Ansatz von Regenbogen und buntes Farbenspiel am Himmel …

Abschied in die Heimat. Plan war es, um 10 Uhr zur vorletzten Etappe bis Rimpar zu starten. Da ich is 8.30 Uhr im Bett döse, wird es damit nichts. Denn eine kleine Schwimmrunde im See und danach Tee und Kaffee auf dem Steg müssen sein. Dann noch duschen, zusammenräumen, zahlen … Um 10.45 Uhr rollen wir durch Seekirchen. Da wir gestern Abend vor der Ankunft getankt haben, hält uns das nicht mehr auf. Der Stau vor dem Grenzübergang hält sich in Grenzen. Auch vor und nach München geht es trotz reichlich Verkehr zügig voran.

Ab Nürnberg wird es dann doch noch nervig. Dir große Baustellen und ein Unfall lassen den Verkehr in Richtung Würzburg stocken. An Baustelle eins mosere ich noch über die leichtsinnigen Sprinterfahrer, die auf der verengten linken Fahrspur an uns vorbeiziehen. Im dritten Stau wage ich mich dann selbst – deutlich genervt – auf die linke Spur, als es sich auf den anderen beiden knubbelt. Die mahnenden Worte von Karin, dass es doch sehr eng zugeht, sind nicht mahnenden genug. Denn meiner Versicherung, dass es reicht, folgt fast unmittelbar ein kleiner Knall – wir haben den rechten Außenspiegel eingebüßt … Anhalten geht nicht, das würde den Verkehr komplett zum Versiegen bringen. Wird schon nichts passiert sein …

Die letzten 100 Kilometer werden dann doch von Gedanken daran begleitet, was möglicherweise passiert sein könnte. Um 16.30 Uhr sind wir in Rimpar, nach der herzlichen Begrüßung durch Mutter und Micha, melde ich doch noch bei der Nürnberger Polizei den Vorfall. „Eine Kollegin hat den Spiegel eingesammelt“, kommt als Rückmeldung nach einer kurzen Rücksprache per Funk. Und natürlich gibt es auch eine Ermahnung: „Sie wissen, dass Sie gar nichts auf dieser Fahrbahn zu suchen hatten? Und außerdem hätten Sie bei erster Gelegenheit anhalten müssen, um die Sache zu melden.“ Aber da nichts passiert ist und sich kein Geschädigter gemeldet hat, werde er es bei der Ermahnung belassen. Puh …

Nach einigen gemütlichen Stunden bei Kaffee und Kuchen und einer Brotzeit packen wir unsere Sachen und machen das einspiegelige WoMo sauber. Dann haben wir am nächsten Tag keinen Stress und mehr Zeit in Kist bei den Schwiegereltern. Dort sind wir zum Brunch verabredet …

Edmund nimmt den Spiegelverlust erstaunlich gelassen. „Ich wollte es schon länger neue Spiegel dran machen.“ Das lange späte Frühstück mit Weißwürsteln und allem, was dazugehört, ist ein Genuss. Kurz vor 14 Uhr geht es dann im PKW nach Trier. Gut so, denn Karins Schwester erwartet ihre Eltern dringend zu Vorbereitungen für die Geburtstagsfeier von Marianne.

Wir sind um 17 Uhr in der Novalisstraße und werden von unseren Jungs so empfangen, wie wir uns das nicht besser wünschen könnten: Alles aufgeräumt, Rasen gemäht, und die Aperol Spritz vorbereitet. Der Grill steht auch bereit und wird nach der herzlichen Begrüßungsstunde von Jan mit Kohle und Maiskolben angeheizt. Leckere Zäpfle-Koteletts, Kartoffelsalat und Knoblauchbrot dazu. Dass wir schon um 22.30 Uhr ins Bett wanken und die bequemen Matratzen genießen, ist wohl der Gewohnheit geschuldet. Und der Anstrengung und Aufregung dieses Tages.

Danke für diesen grandiosen Abschluss einer wirklich erlebnisreichen Reise nach und durch Slowenien!

Das war also der Sommerurlaub 2019. Auch im neuen Jahr geht es auf Reisen, so weit wie nie zuvor. Lasst Euch überraschen.

2 Gedanken zu “Noch ein Lauf am Bleder See, Wurzenpass und zurück in die Heimat – Reisetagebuch Slowenien XVII und Schluss

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