Noch einmal Karst und die Felsenburg Predjama – Reistagebuch Slowenien XI

Der Wanderführer von Rother ist wirklich empfehlenswert.

Das neue Jahr ist schon einige Tage alt. Noch gilt es durchzuhalten, bis die dunklen Tage vorbei sind. Es ist also höchste Zeit, mit dem Urlaubstagebuch aus Slowenien fortzufahren und einige Sonnenstrahlen zu senden, zumindest in den Fotos.

Blick in die grüne Reha-Schlucht.

Ich weiß nicht warum, aber ich bin unruhig, als wieder um 6 Uhr die Nacht vorbei ist. Ein kleiner Spaziergang zur Brücke über die Réka. Dann ein Kaffee – nein, weil Karin auch wach ist, ein Tee – und den noch angenehm temperierten Morgen genießen. Als wir uns um 10 Uhr auf die Beine machen, um die Réka-Schlucht zu erkunden, ist auch gefühlsmäßig wieder alles einigermaßen im Lot.

Ein schöner Spaziergang mit etwas Kletterei und insgesamt wieder 400 Höhenmetern. Inklusive Lehrpfad und Abstecher auf den Treppenweg zwischen der großen und der kleine Doline kommen wir auf gut 13 Kilometer.

Beeindruckend ist das Karstgebiet um Skocjanske wirklich. Besonderen Spaß macht es, die Wege von Tour 2 des Vortags nun von ganz oben zu sehen. Ganz tief unten …

Als wir nach 4,5 Stunden wieder auf der Campingwiese der alten Mühle zurück sind, genießen wir die heißen Duschen, gönnen uns eine Brotzeit und leckeren Kaffee und machen uns dann, bevor wieder kassiert wird, um kurz nach 16 Uhr auf den Weg in Richtung Burg. Genauer gesagt, ist es die Burg Predjama, in der einst – so ist es überliefert – der Ritter Erasmus seine Überfälle plante.

Die Burg Predjamski Grad ist in den Fels gebaut.

Er war der Robin Hood der Slowenen und endete ganz unritterlich auf dem stillen Örtchen der in den Fels gebauten und als uneinnehmbar geltenden Festungsanlage.

Das kaiserliche Heer konnte die Burg zwar nicht stürmen, weil sie in den Fels und vor ein Höhlensystem im Karst gebaut war. So konnten sich die Burgbewohner durch einen geheimen Gang mit allem versorgen, was sie zum Überleben brauchten. Sie sollen die verblüfften Belagerer sogar mit gebratenem Federvieh und Lebensmitteln bewerfen. Monty Python lässt grüßen.

Aber die Menschheit ist schlecht, und so verziert ein bestochener Diener, wo und wann der Ritter sein Geschäft erledigte. Und just dabei erledigte ihn der Stein aus einem Katapult des kaiserlichen Heers …

Dank Audioguide ist die einstündige Besichtigung eine interessante und lehrreiche Sache. Praktischerweise lässt sich auf dem Parkplatz mit Sicht auf die Burg mit dem WoMo übernachten. Das wissen auch einige andere Camper-Piloten. Aber kein Problem. Wir speisen mit Blick auf die Burg und nehmen uns vor, am nächsten Morgen zu einer weiteren Wanderung zu starten.

Auf dem Plan neben der uralten Linde lässt es sich gut übernachten.

Ein Gedanke zu “Noch einmal Karst und die Felsenburg Predjama – Reistagebuch Slowenien XI

  1. Lieber Rainer,
    ein gesundes neues Jahr noch für dich und Karin.
    Und danke für die Sonnenstrahlen. Es tut gut einfach mal wieder Bilder zu sehen, wo die Menschen in kurzen Hosen und Tops durch die Gegend laufen.
    Hach, von mir aus kann der Sommer jetzt wieder kommen 🙂
    Interessanterweise habe ich, noch bevor ich es von dir gelesen habe, an der Stelle mit dem Wurfgeschossen aus Federvieh und anderem Zeugs, sofort an die Ritter der Kokosnuss denken 😆
    Der arme Ritter … so ganz und gar unritterlich dahin zu scheiden … Das nächste Mal dann das stille Örtchen doch besser tiefer im Berg anlegen
    Liebe Grüße
    Helge

    Gefällt 1 Person

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