Idyllisches Piran und müde Beine – Reisetagebuch Slowenien VII

Karin hat schlecht geschlafen. Vielleicht lag das an der brutalen Szene mit den abgeschlachteten Missionaren in ihrem Hörbuch. Jedenfalls steht sie mit mir um 8 Uhr auf und wir fahren vor dem Frühstück mit den Rädern hinunter nach Izola, das gerade erwacht.

Im Fischmarkt, der auch am Sonntagvormittag geöffnet hat, erstehen wir zwei Fische für das Abendessen. Danke an den netten Verkäufer, der sie für uns säubert und ausnimmt. Nach einem Bad im Meer und einer Kurzbesichtigung der römischen Überreste vor der Badebucht fahren wir die 80 Höhenmeter zum Belvedere wieder hinauf. Auf der Straße geht das im kleinen Gang sogar ganz gut mit dem Rad, zumindest am Vormittag, wenn es noch nicht ganz so heiß ist. Brot im nahen Hotel gekauft, dann zwei Stunden gemütlich gefrühstückt und Zeit überbrückt, bis die Waschmaschine unsere Wäsche wieder freigibt.

… Rucksäcke gepackt, auch mit Badesachen, und los geht es auf dem Küstenweg in Richtung Piran, das wirklich sehenswert ist. Doch bevor wir dort sind, umrunden wir die kleine Landspitze, die immer wieder schöne Blicke die Steilhänge hinab offenbart, wo es sich prima im Meer baden lässt, sofern der steile Abstieg nicht gescheut wird.

Wir nehmen uns dafür nicht die Zeit, sondern folgen dem Weg hinunter nach Strunjan, wo eine ehemalige Fischfarm als Vogelschutzgebiet dient und alte Felder zur Salzgewinnung liegen.

Weiter geht es mit steilem Auf- und Abstieg nach Fiesa, wo in der Bucht erst einmal zwei Radler und eine Portion Pommes sein müssen. Nach Piran wäre es nun nicht mehr weit … wenn nicht die Uferpromenade gesperrt wäre. Also noch einmal steil hinauf und wieder hinunter.

Piran ist das am besten erhaltene Städtchen aus dem Mittelalter an der kurzen slowenischen Küste. Die venezianischen Einflüsse sind spürbar, vor allem an dem Campanile der barock ausgeschmückten Kirche, den wir – für 2 EUR pro Person – ersteigen.

Das lohnt sich aber wirklich, denn der Ausblick auf den Ort ist überwältigend.

Viel Zeit dafür haben wir leider nicht, denn wir müssen wieder zurück, wenn wir nicht im Dunkeln ankommen wollen.

Angesichts der bevorstehenden Bergpassagen ist die Motivation dafür nicht ganz optimal. Und Karin schwächelt nach dem wenigen Schlaf in der Nacht bedenklich. Aber am Ende ist es doch nicht so schlimm.

Wir sind nach 1:45 Stunden zurück. Die Räder knapp zwei Kilometer vor dem Campingplatz aufzustellen, war eine gute Idee …

Die beiden Fische schmecken aus der Pfanne zu Salat und Weißbrot herrlich.

4 Gedanken zu “Idyllisches Piran und müde Beine – Reisetagebuch Slowenien VII

  1. Liebe Myriala,
    willkommen auf meinem Blog, denn ich derzeit aus zeitlichen Gründen leider nur sporadisch mit neuen Themen befülle.
    Danke für den Hinweis. Ich habe das korrigiert.

    Viele Grüße
    Rainer 😎

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