Klettertour auf den Plesa – Reisetagebuch Slowenien V

Vielleicht war der späte Kaffee schuld. Die Nacht war nicht besonders gut. Es hat auch etwas geregnet. Aber am Morgen löst die Sonne die Wolken schnell auf und wir genießen ein gemütliches Frühstück mit leckerem Müsli an unserem „Haus am See“.

Als Wanderung haben wir uns Tour 47 aus dem Rother Wanderführer ausgesucht. Start ist in dem kleinen Ort Razdrto, das am südlichen Autobahnkreuz des Landes liegt.

So ist der Lärm der Fahrzeuge das dominierende Grundgeräusch, als wir zum Plesa-Gipfel aufbrechen, 1262 Meter hoch und ziemlich exakt 700 Höhenmeter über dem Parkplatz, auf dem wir das WoMo abgestellt haben.

Wir nehmen – wie beschrieben – bei der ersten Weggabelung den Pfad nach rechts … der uns extrem steil auf immer rutschigeres Gelände führt. Wie sich später herausstellt, hätten wir 100 Meter weiter die Abzweigung nehmen müssen. So wird die Sache ein Pfadfinderspiel, bei dem Karin ihren eigene Weg sucht und prompt nicht mehr zu sehen ist, als ich kurz unterhalb des Gipfels über einige Kletterpassagen wieder den eigentlichen Weg erreiche.

Ein Hoch auf die moderne Technik, denn dank Handy finden wir schließlich wieder zueinander und haben ausreichen Gesprächsstoff über ein Kletterabenteuer. Apropos: Gemsen sehen wir auch durch den Niederwald huschen, der die Geröllfelder befestigt.

Der Blick von oben ist wirklich beeindruckend, besonders ins schöne Hinterland. Und auf der Querung zum Grmalda ist auch von der Autobahn so gut wie nichts zu hören.

Hinunter geht es dann teilweise sehr steil und über einen ausgesprochen felsigen Weg. Die Wanderstöcke helfen, damit die Knie nicht zu sehr schreien.

Nach vier Stunden wieder am Auto. Es war die anstrengendste Tour bislang. Deshalb ist es wohl die Erschöpfung, die unsere Stimmung etwas trübt, als wir eine gute Stunde später auf dem Campingplatz Belvedere bei Izola ankommen. Da herrscht ziemliches Chaos. Allerdings kommen wir auch zur „Rush-Hour“ an.

Am nächsten Morgen sieht die Welt in Slowenien schon wieder viel besser aus.

4 Gedanken zu “Klettertour auf den Plesa – Reisetagebuch Slowenien V

  1. Lieber Rainer,
    wunderschöne Bilder von einer beeindruckenden Landschaft.
    Es ist natürlich schade, wenn man die Geräuche der Autobahn hört, aber allemal besser, als auch noch Autos auf dem Weg 🙂
    Da wir die letzten 2 Wochen in den Alpen waren, weiß ich 700 HM hoch und runter ziemlich gut einzuschätzen. Da kann man dann schon mal müde sein 🙂
    Liebe Grüße
    Helge

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Helge,
      diese Wanderung war wirklich anstrengend und auch nicht ganz ungefährlich, weil wir einem Wildpfad statt dem Wandersteig gefolgt sind. Aber es war dennoch eine schöne Sache. Trotz des Lärms von der Autobahn. Das war so ähnlich wie auf dem Felsenenpfad in Trier.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  2. Lieber Rainer,
    huch, bei dieser Beschreibung des Klettersteigs wird mir ja schon beim Lesen schwindlig! 😮
    Aber die Bilder der Ausblicke sind wieder grandios – klar, dafür muss man erst mal rauf. 🙂 Ihr wart wirklich wieder sehr fleißig unterwegs in diesem Urlaub!

    Gefällt 1 Person

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