Drei

Nebelstimmung auf dem Petrisberg

Die magische Zahl für meine läuferischen Aktivitäten ist 3. Mehr Läufe in einer Woche traue ich meinem noch heilenden Knie nicht zu. Aber zumindest die Distanzen werden dezent größer. So habe ich diese arbeitsreiche Woche am Montag mit einer elf Kilometer langen Runde zu den Mattheiser Weihern gestartet. Der Vorteil, erst gegen 10 Uhr beginnen zu müssen, hat besonders in kurzen Spätherbst- und Wintertagen den Vorteil, ohne Lampe auszukommen. 

Am Mittwoch – die Euphorie über die Fortschritte schlägt durch – dann wieder die Drachenrunde. Die neuen Schuhe wollen auf dem anspruchsvollen Profil schließlich den Vorteil ihres Profils zeigen. Es herrscht dichter Nebel, der an einem solchen morgen mystisch wirkt, sobald die Straße mit dem morgendlichen Verkehr in Richtung Innenstadt nicht mehr im Blickfeld liegt. 

Der Regen hat für reichlich Wasser im Berg gesorgt. Die künstlich angelegten Rückhaltebereiche haben sich in kleine Seen verwandelt. Die ruhige Stimmung ist ein Genuss vor dem Trubel des Tages. 

Das Knie spielt bei beiden Läufen gut mit. Am kommenden Tag rumort es aber etwas. Und dieses störende Gefühl hält auch an den folgenden Tagen an. Doch zu schnell gesteigert? Oder ist es das massive Tiefdruckgebiet, das für das Störgefühl sorgt? Mir kommt jedenfalls sehr gelegen, dass der Lauf am Samstag um 24 Stunden verschoben wird und damit drei volle Tage Pause zur Regeneration beitragen.

Uniweiher im Nebel.

Ein wenig Sorge betrübt mich aber dennoch vor der läuferischen Verabredung mit Jürgen, Till und seinem Sohn Moritz am Sonntagmorgen. Den Wecker habe ich zumindest umsonst gestellt, denn schon um 6 Uhr ist für mich die regenreiche Nacht vorbei. Es wird ein nasser Lauf, das ist angesichts der Wettervorhersage klar. Also Gore-Jacke an und Straßenschuhe an die Füße. Wer rechnet schließlich damit, dass die Truppe in de Matsch will? Nun ja, Jürgen hat seinen Hund dabei, aber um Schuhe zu wechseln, ist es zu spät. 

Also ab ins Tiergartental und weiter in Richtung Goldkäulchen. Till testet ausgiebig seine neuen Gore-Tex-Schuhe. Meine Füße sind schnell nass, aber das ist kein Drama. Mein Knie freut sich ganz offenbar auch über die Bewegung und die 338 positiven Höhenmeter auf knapp 14 Kilometern. 

Auf Mariahof reißt die Wolkendecke schließlich sogar eine wenig auf, um kurze Zeit später wieder dem Regen freien Lauf zu lassen. Aber nass sind wir da eh längst … Nun bin ich gespannt. Ich werde in dieser Woche sicher etwas kürzere Einheiten einstreuen. 

12 Gedanken zu “Drei

  1. Lieber Rainer,
    vormittags zu laufen ist in dieser Jahreszeit wirklich Gold wert! Deine Steigerung geht ja wirklich mit Riesenschritten voran! Du hast mich jedenfalls schon wieder weit an Anzahl und Wochenkilometern überholt. 😉
    Dein Nebellauf von dieser Woche gefällt mir am Besten. 😀

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Doris,
      ich werde bei den Steigerungen wieder etwas langsamer machen. Ich muss ja nichts übertreiben. So macht es schon wieder ordentlich Spaß.

      Ich mag die Nebelläufe auch, sofern ab und zu auch einer mit Sonne dabei ist. 😉

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

      Gefällt mir

    • Lieber Volker,

      das Knie macht keine größeren Probleme. Alles im grünen Bereich. Danke für die Sorge. 🙂

      Die nassen Füße haben mir auch nichts ausgemacht. Bei den derzeitigen Temperaturen ist das noch kein Problem.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

      Gefällt mir

  2. Lieber Rainer, das hört sich schon recht gut an, dass man immer in sich – in sein Knie – hinein horcht, das ist wohl normal, aber auch das wird sich früher oder später alles geben, es geht voran – und nur das zählt, bleib weiter geduldig, es wird sich auszahlen ! Viel Glück !

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Margitta,
      diese besondere Sensibilität für das ehemals verletzte Körperteil ist normal, das weiß ich auch. Deshalb bewerte ich derzeit nichts über. Aber Vorsicht ist dennoch angesagt. Dreimal in der Woche laufen zu können, ist schon wieder ein Segen. 🙂

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

      Gefällt mir

  3. Lieber Rainer,
    dann genieße den Segen des „Dreimal-in-der-Woche-laufen-Könnens“! 😆
    Nebel und Regen gehören dieser Tage dazu. Mich stört es in der Regel wenig, da dann die Stimmung eher schön schaurig mystisch ist!
    Nachdem es sich so gut anhört, bleib dran und geduldig!
    LG Manfred

    Gefällt 1 Person

  4. Lieber Rainer,
    ich liebe solche Nebelstimmungen! Einfach nur herrlich 🤗
    Ich finde 3 ist eine gute Zahl – 2 ist zu wenig und für 4 ist meist zu wenig Zeit, daher ist die magische Zahl für meine läuferischen Aktivitäten meist auch 3 😉
    Schön, dass es so gut läuft! Immer wieder ein bisschen mehr und wenn das Knie zu sehr murrt, für eine Weile etwas kürzer treten. Das hört sich wie ein gutes Rezept an und es scheint zu wirken. Ich freue mich für Dich und es ist sehr schön zu lesen, dass es Dir wieder Spaß macht! So werden wir hoffentlich in Zukunft weiterhin regelmäßig was zu lesen bekommen hier bei Dir 🤗
    Liebe Grüße aus dem Schnee,
    Anna

    Gefällt 1 Person

  5. Liebe Anna,

    den Schnee bei Dir habe ich in Strava gesehen. Das fehlt mir hier noch zum Glück. Aber man kann schließlich nicht alles haben. 😉

    Ich könnte durchaus viermal laufen, werde damit aber noch warten. Es wäre einfach zu viel. Jetzt ist die OP sechs Monate her. Man(n) heilt eben nicht mehr so schnell wie früher. Aber ich bin zuversichtlich, dass es noch besser wird und ich irgendwann auch wieder schmerzfrei in die Hocke gehen kann …

    Liebe Grüße
    Rainer 😎

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s