Ausklang und Start

Wenn das Jahr beruflich so weitergeht, dann werde ich es mit einem dicken Burnout beenden … Nun ja, bislang an jedem Tag gearbeitet, und das nicht mit der erhofften Ruhe. Aber das soll nicht weiter thematisiert werden und ist lediglich die Erklärung, warum ich erst so spät vom Silvesterlauf in Trier berichte.

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Der war nämlich ein außergewöhnlich schönes Ereignis zum Jahresabschluss. Der befürchtete Starkregen ist ausgefallen. Die milden Temperaturen sind aber Realität und machen die Veranstaltung zu einem fröstelfreien Event.

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Der kleine Platz vor an der Jesuitenkirche ist traditionell Treffpunkt der Triathleten von  Tri Post Trier, zu denen auch Helge und Karina gehören. So ist es schon fast Brauch, dass Anne dort ebenso die Läufe der Asse verfolgt, wie ich das tue. Die Après Ski-Musik sorgt zudem für Stimmung.

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Mit Marc von meinem Lauftreff, später kommt auch Rudi mit einem Bekannten vorbei, verbringen wir dort also die zwei Stunden bis zum Start des Volkslaufs der Männer. Die Frauen – Anne hat bei der Verlosung „meines“ Laufportals einen Freistart gewonnen –  ist 45 Minuten früher dran. Und davor flitzen die Asse der Laufszene über die 1000 Meter zählenden Runden.

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Unglaublich stark ist dabei der Auftritt von Koko Klosterhalfen. Die 20-jährige ist schon jetzt einer der schnellsten Läuferinnen Deutschlands und ist derart in Wettkampfform, dass sie nicht nur die afrikanische Konkurrentinnen, sondern auch Gesa Krause deutlich abhängt und nach fünf Kilometern mit deutlichem Vorsprung ins Ziel kommt. 3:06 Minuten benötigt sie im Durchschnitt für jeden Kilometer …

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Bei den Männern sieht die Nationenwertung anders aus: Morokko vor Ruanda vor Kenia und Kenia. An Platz fünf der schnellste Deutsche: Martin Sperlich aus Friedrichshafen. Der rennt jeden der acht Kilometer zwar in der irren Pace von 2:58 Minuten, ist damit aber noch jeweils drei Sekunden langsamer als der Sieger. Marathon-Ass Hendrik Pfeiffer wird Fünfter, wiederum drei Sekunden langsamer als Sperlich.

Von solchen Zeiten kann ich nicht einmal träumen. Muss ich auch nicht, denn beim Volkslauf der Männer geht es nicht ganz so flott zu. Und die ersten 400 Meter sind bei 500 Teilnehmern gefühlt eh wie immer ein Stop-and-go. Marc macht auf der ersten Runde zwar ordentlich Dampf, muss dann aber dem Tempo Tribut zollen. Meine Beine fühlen sich dagegen trotz der 25 Kilometer vom Vortag gut an. Auf den letzten vier Kilometern lege ich sogar noch etwas Tempo zu.

Nette gestoppt 35:35 Minuten, offiziell und brutto 35:42. Das ging leichter als gedacht und hat Spaß gemacht, auch wenn es mit einem zusätzlichen Unterhemd unter dem Kurzarmshirt für den Lauf zu warm war. Und hätte ich mich am Anfang ein wenig mehr beeilt, wäre ich sogar mal wieder unter die ersten 100 und die ersten 10 meiner Altersklasse gekommen …

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Das alkoholfreie Bier danach ohne Frösteln und Gänsehaut. Das habe ich bei einem Silvesterlauf noch nicht erlebt. Aber die Stimmung ist entsprechend locker. Und die guten Wünsche für das neue Jahr ohne Zähneklappern auszutauschen, hat ja auch etwas für sich.

Nach dem Neujahrsdienst am Montag am Dienstag dann der erste Lauf im neuen Jahr, ganz ohne Blick auf die Uhr und auch ohne Kamera. Bald startet nun tatsächlich schon die Vorbereitung auf den Hannover-Marathon. Projekt 3:19 – bis zum 8. April muss ich noch ein wenig an meinem Grundtempo feilen.

Euch allen ein gutes und verletzungsfreies Jahr.

Und hier noch ein stimmungsvolles Video von meinem Kollegen und FReund Klaus Wick:

 

 

18 Gedanken zu “Ausklang und Start

  1. Lieber Rainer,

    dann wünsch ich Dir v.a. keinen Burn-out für das laufende Jahr und hoffe Dein Projekt Hannover-Marathon ist nicht zu ambitioniert…aber Du weißt was Du tust 😉

    Der Silvesterlauf scheint ja wirklich eher ein nettes Zusammentreffen gewesen zu sein und weniger ein Laufbewerb 🤪

    Salut

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    • Lieber Christian,
      keine Sorge, ich werde mich vor dem Ausbrennen zu schützen wissen. Die ersten drei Tage waren sicher eine besondere Situation. Aber sich bewusst zu machen, dass man sich vor der ARbeitsspirale schützen muss, ist auch wichtig.

      Das Ziel für Hannover ist nicht zu ambitioniert, da bin ich mir sicher. Und da ich als Pacemaker für FReunde agieren darf, wird das zusätzlich Spaß machen.

      Der Silvesterlauf ist tatsächlich mehr Spaß als Wettkampf, auch wenn man auf der Strecke dann doch ein wenig flotter macht.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  2. Lieber Rainer,

    der böse, lästerliche Volker in mir würde jetzt zum „bislang jeden Tag in diesem Jahr gearbeitet“ sagen: Na ja, waren ja erst drei Tage. Der nette Volker aber sagt im vollen Ernst: Paß auf Dich auf.

    Ich hoffe, dass Dir das kommende Tempobolzen für den Hannover-Marathon wirklich Spaß macht, damit der Spaß beim Laufen einem Born-out vorbeugen kann. Also gib Acht auf Dich!

    Liebe Grüße
    Volker

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    • Lieber Volker,
      inzwischen sind es immerhin schon vier Tage 😉

      Ich werde auf mich aufpassen und habe das Ziel für Hannover sicher nicht zu ambitioniert gewählt. Das dürfte machbar sein und motiviert mich dazu, immer mal wieder eine Intervalleinheit einzustreuen. Das habe ich zuletzt vor drei Jahren getan. Und damals ging es um eine wirklich schnelle Zeit von unter drei Stunden. Davon bin ich weit entfernt. 😉

      Ich werde auf mich achten.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  3. Lieber Rainer,
    war sehr schön euch alle getroffen zu haben in Trier.
    Ich wünsche dir fürs neue Jahr auf keinen Fall einen Burn-out und für dein Marathon Projekt alles Gute.
    Lass dich von der Arbeit nicht unterkriegen und lass die Beine beim Laufen oprdentlich Fliegen 🙂
    Liebe Grüße
    Helge

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    • Liebe Helge,
      Ich habe mich auch gefreut, Euch zu sehen. 🙂

      Dieses Jahr wird ein gutes, ohne Burnout oder ähnliche Dinge. Da bin ich mir sicher, denn ich weiß mich zu schützen, hoffe ich zumindest.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  4. Lieber Rainer, bitte kein Burnout, ich hoffe, du findest einen Weg, ihm erfolgreich zu entkommen – bloß nicht !!

    Ansonsten wie in jedem Jahr – in den Armen der eifrigen Sportlerinnen Triers, das steht dir viel besser, als ein durch Stress getrübtes Antlitz !!

    Pass gut auf dich auf, damit es nicht soweit kommt !! 😎

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  5. Lieber Rainer,
    Silvesterlaufparty, Trierer Bloggertreffen, Frühlingstemperaturen… so darf ein Jahr enden! 🙂
    Schön, dass ihr soviel Spass hattet! (Mir gefällt das Tri-Weinberg-Midlauf-Dream-Foto am besten!!)
    Deine Marathonpläne klingen auch toll, gerade, wenn einen die Arbeit so im Griff hat, tut es doch immer gut, etwas zu haben, auf das man sich freuen kann. 😀

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  6. Lieber Rainer,

    einen Burn-Out bei der Arbeit wünscht sich und dir natürlich keiner. Dann lass lieber im Marathontraining ab und an mal den Asphalt brennen … 😉

    Hat Spaß gemacht am Sonntag mit dir und dem Tridreamteam – vielen Dank auch für die gelungenen Fotos!

    Liebe Grüße und eine hoffentlich ruhigere Rest-Arbeitswoche
    Anne

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    • Liebe Anne,
      den Asphalt brennen lassen … Das ist derzeit kaum möglich, so nass wie es selbst auf festem Untergrund ist. 😉

      Meine kleine Sony macht bei schwachen Lichtverhältnissen doch noch bessere Fotos als das Smartphone.

      Die Restarbeitswoche war noch anspruchsvoll, allerdings interessant und mit vergleichsweise hohem Spaßfaktor. Dagegen ist wirklich nichts zu sagen. 🙂

      LIebe Grüße
      Rainer 😎

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  7. Lieber Rainer,
    da haste was gesagt, bzw. geschrieben: jetzt schreiben sie alle vom Burn-Out, aber ich vertraue dir, dass es nicht dazu kommt! 😉
    Schöne Bilder und schöner Silvesterlauf, von dem man ja sowieso auch über die Landesgrenzen hinaus viel hört und liest!
    Dir ein erfolgreiches Umsetzen deiner Marathon-Pläne. Für solch eine Zeit bräuchte ich wohl 18 Monate Vorbereitungszeit und dann liefe mir evtl. mein Alter weg! 😆
    Bleib gesund und munter!
    LG Manfred

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    • Lieber Manfred,
      auch der Silvesterlauf wäre mal eine Kurzreise nach Trier wert. Einladung steht. 🙂

      Wenn ich die Vorbereitung zur 3:25 in Köln im vergangenen Jahr dazurechne, habe ich ja auch 18 Monate Vorbereitungszeit 😉

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  8. Pingback: Sirup | Weinbergschnecke

  9. Lieber Rainer,
    erstmal noch ein verspäteter Neujahrsgruß. Ich wünsche Dir alles Gute für 2018.
    Ein fröstelfreier Silvesterlauf in bester Gesellschaft. Das liest sich sehr gut! Es sieht nach einer Menge Freude aus. Schön!!!
    Hannover-Marathon… Da bin ich seinerzeit meine ersten und einzigen Halbmarathon gelaufen. Da bin ich mal gespannt!
    Liebe Grüße, Bianca

    Gefällt 1 Person

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