Maare-Mosel-Lauf + X

Es ist höchste Zeit, wieder Wochenbilanz zu ziehen, denn die Zeit schreitet voran. Es sind noch fünf Wochen bis Köln und die Zeit der wirklich langen Läufe am Wochenende hat begonnen. Das sollte der Maare-Mosel-Lauf sein, einer der schönsten Halbmarathons in unserer Region. Aber in der Vorbereitung auf einen kompletten Marathon reichen die 21,2 Kilometer nicht aus. Wie bereits zweimal zuvor, diente deshalb der 12 Kilometer lange Anlauf zum Start in Daun als vorweg genommene Zugabe.

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Aber damit wieder 70 Wochenkilometer zusammenkommen konnten, war davor natürlich auch noch etwas zu erledigen.

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So war der Montagslauf traditionell eher meditativ zum Einstieg in die Woche. Am Mittwoch dann erneut ein Tempodauerlauf über 16 Kilometer auf dem Ruwer-Hochwald-Radweg. Das war wirklich eine ordentliche Kerneinheit mit einem Schnitt von 4:30 min/km. Besonders stolz bin ich dabei auf den letzten Kilometer. Der ging zwar leicht bergab. 3:57 für einen Kilometer bin ich dennoch schon lange nicht mehr gelaufen.  Am Freitag dann eine moderat flotter Morgenlauf und gemeinsam mit Jürgen am Samstag das Monsterteil in der Eifel, von dem alle Fotos in diesem Beitrag stammen.

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Mit ordentlichem Zeitpuffer sind wir in Trier losgefahren. Bis in dem beschaulichen Gillenfeld angesichts von mehr als 1200 Startern auf den unterschiedlichen Distanzen aber eine Parkplatz gefunden, der falsche Weg zur Startnummernausgabe korrigiert und noch einige dienstliche Kleinigkeiten als Chef unseres Laufportals erledigt waren, blieben doch nur noch 75 Minuten für die 12 Kilometer auf dem zunächst acht Kilometer beständig ansteigenden Radweg bis nach Daun.

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Norbert und Gisela aus Schillingen, bei denen ich am kommenden Samstag im Hochwald zu einem schönen Landschaftslauf zu Gast sein werde, waren uns schon auf dem Weg begegnet, als wir das Auto in einer Wiese abgestellt haben. Als wir endlich auf der Strecke sind, begegnen uns nur noch Radfahrer.

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Witzig ist es natürlich immer, die Verpflegungspunkte zu passieren, bei denen sich die Helfer auf die in der Gegenrichtung passierenden Läufer vorbereiten. Sprüche wie „falsche Richtung!“ oder „jetzt wird es aber Zeit!“ sind erwartbar. Es macht aber ebenso Spaß wie die Erwiderungen und das Versprechen: „Wir kommen wieder!“

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Vor dem 560 Meter langen und erfrischend kühlen Eisenbahntunnel muss natürlich ein Selphy sein. Ziemlich genau in der Mitte der langen Röhre ist der Scheitelpunkt des Radwegs erreicht, danach fällt er bis Daun leicht ab.

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Dumm ist das natürlich nach dem Start in der Gegenrichtung. Denn die ersten 4,5 Kilometer geht es doch ordentlich hinauf, was so manchem Teilnehmer, der sich mitziehen lässt, die Luft nimmt. Auch Moni, die in ihrer Altersklasse die Halbmarathonwertung gewinnen wird, kann sich zunächst nicht bremsen. Das erzählt sie, als wir kurz nach der alten Eisenbahnbrücke gut gelaunt wieder zu ihr auflaufen.

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Aber nach dem Tunnel geht es dann ja zum Glück zunächst wieder bergab, bevor nach einem Kilometer die schöne, aber anspruchsvolle Schleife zum Schalkenmehrener Maar beginnt. Endlich weicher Boden! Der Beton des Radwegs lässt die Beine doch ganz schön schwer werden.

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Jürgen meint, ich müsse nicht auf ihn warten. Als ich ein paar Fotos mache, ist er aber flugs enteilt und hält ein Tempo, das mich beim Aufschließen zur ordentlicher Anstrengung nötigt.

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Dann sind wir wieder für zwei Kilometer auf dem Radweg, bevor das kommt, was für alle eine unliebsame Überraschung ist, die die Strecke nicht kennen oder bereits das meiste Pulver verschossen haben.

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Zwar sorgen am Fuß zum langen Anstieg am Naturschutzgebiet Mürmes wie immer Sambatrommlerinnen für Stimmung. Bis ganz nach oben reicht der so gewonnene Schwung dennoch nicht.

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Dass der Zipper an der geschlossenen Tasche mit dem Smartphone hier abreißt, erspart weitere Fotos von den verbleibenden sechs Kilometern, die sich dann doch noch ziemlich zäh gestalten. Der halbe Becher Cola, 2,5 Kilometer vor dem Ziel, hilft am Ende … fast. Denn auf dem letzten Kilometer bekommt Jürgen plötzlich die dritte Luft und zieht mächtig das Tempo an. Im Ziel ist uns deshalb beiden erst einmal zum … naja, Ihr wisst schon.

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Schön war es dennoch, diese Erkenntnis setzt sich nach zwei alkoholfreien isotonischen Fitnessgetränke zunehmend durch.

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Nach einem sehr anspruchsvollen, aber bewegungsfaulen Sonntag war heute dann wieder Laufmontag. Die Beine fühlen sich nach den gemütlichen elf Kilometern besser an als vorher. Gut so!  Auch wenn sich die Spätsommer als Frühherbst entpuppt …

 

 

 

 

14 Gedanken zu “Maare-Mosel-Lauf + X

  1. Haha, also ich musste jetzt ja schon schmunzeln – wer hängt schon freiwillig „vor“ einem Lauf noch über 10km dran? Ich wäre da wahrscheinlich zu ehrgeizig gewesen und hätte sie danach dran gehängt 😉
    Liebe Grüsse
    Ariana

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    • Lieber Christian,
      es läuft gut, auch wenn diese 33 Kilometer ganz schön hart waren. Dass ich fotografiere, weißt du doch. Das gehört fast immer dazu. Zeitdruck hatten wir nicht wirklich. 😉

      Danke für die guten Wünsche, ich versuche beides. 🙂

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  2. Lieber Rainer,
    läuft bei dir! 😀
    Das Anlaufen zu einem Lauf finde ich auch ganz angenehm – da ist man dann schon gut aufgewärmt und der Kreislauf in Schwung. Auch wenn ich das ganze eher ruhig angehen würde! 😉

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  3. Lieber Rainer,

    33 km, da hast Du in der Umfangsteigerung ja ganz schön Gas gegeben. Von Problemen ist nichts zu lesen, Köln kann kommen! Super 😀

    Liebe Grüße
    Volker

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    • Lieber Volker,

      wieder drei Kilometer mehr als in der Vorwoche. Das war es jetzt aber auch mit der Distanzsteigerung. Jetzt nur noch zwei Dreistundenläufe vor Köln. Das soltle dann genügen. 😉

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  4. Lieber Rainer,
    hört sich gut an und liest sich auch entsprechend! TOLL!
    Die Vorbereitung geht doch gut voran und Köln kann kommen! – Ich muss zugeben, dass ich mich vor „offiziellen“ Läufen eher per Rad warmgefahren habe, als laufend ein paar km anzuhängen.
    Hoffentlich musstest du deine „Klamotte“ wegen des kaputten Zippers nicht wegschmeißen, oder hast zumindest vorher das Handy rausgefummelt.
    LG Manfred

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    • Lieber Manfred,
      ja, es läuft alles nach Plan – klopf auf Holz. 😉

      Das Handy habe ich wieder rausbekommen, den Reißverschluss damit aber zerstört. Schade um das praktische Teil. Aber ich habe zum Glück noch einen dieser Taschengürtel in Reserve.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  5. Lieber Rainer.
    So allmählich klingt das bei dir wieder so wie früher. ☺ Lange Läufe ohne Probleme. Tempotraining usw. Das ist wirklich vielversprechend im Hinblick auf den geplanten Marathon. Und Spaß hast du ja dabei augenscheinlich auch. Leider passte der Maare-Mosel-Lauf nicht in meine Vorbeteitung. Aber evtl. sehen wir uns am Samstag in Schillingen.
    Liebe Grüße,
    Birthe

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  6. und wenn’s nicht passt wird’s halt passend gemacht….ein langer lauf ist dann ein langer Lauf wenn man ihm das Prädikat langer lauf verpasst 🙂 Fürs Marathongeniessen ohne Zeitdruck müssen es keine 70 Wochenkilometer sein….50 tun’s auch….ich hab vor ein paar Wochen die Probe aufs Exempel gemacht…und erfolgreich bestanden !

    LG aus dem kleinen Nachbarland 🙂

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    • Herzlich willkommen in meinem Blog!

      50 Kilometer in der Woche genügen auch, um einen Marathon zu überstehen. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Wer aber etwas flotter unterwegs sein will, muss auch mehr investieren.

      Liebe Grüße zurück ins Ländchen
      Rainer 😎

      Gefällt 1 Person

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