11 – 20 – 26

Nach zwei Wochen mit etwa 70 Kilometern habe ich mir eine Erholungswoche verordnet. Da passte der Kurzurlaub in meiner alten Heimat gut. Über Würzburg werde ich noch einmal gesondert schreiben. Sonst wird das für einen Eintrag zu viel.

Rimpar

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Heute geht es ums Laufen. Und das kann man auch im Gramschatzer Wald hervorragend. Also krame ich, nach der 11er Runde zwei Tage zuvor in Trier, in Rimpar – da steht meine Elternhaus (es ist das blaue Gebäude auf dem Foto) – meine Erinnerungen an die wenigen gemeinsamen Touren mit Schwager Peter aus den Gehirnwindungen, die für das Abspeichern von nicht ganz so langzeitlichen Erinnerungen zuständig sind, und mache mich auf den Weg.

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Zunächst geht es auch Feldwegen durch die typisch unterfränkische Flur, die im Plaichachtal auch Weinbau beinhaltet.

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Dann in den Wald … So ein Buchenforst kann wirklich schön sein, auch wenn er nur wenige Ausblicke bietet. Aber wenn sich schmale Trails und breitere Schotterpisten abwechseln und der Weg vorbeiführt an Orten, mit denen Kindheitserinnerungen verbunden sind, ist das ein besonderer Genuss.

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Da ist zum Beispiel das Einsiedel, eine Waldgaststätte, beliebtes Ziel für Wanderer aus Rimpar. Dass meine Eltern dorthin meistens mit dem Auto gefahren sind, muss ja nicht jeder wissen, zumal es damals kein so gut ausgeschildertes Wandernetz gab.

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Vergleichbar ist das Waldzentrum dort ein wenig mit dem Hunsrückhaus.

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Und dann geht es auf einer 20er Runde noch vorbei an einem Gedenkkreuz. Hier haben sich ein Jäger und ein Wilderer gleichzeitig erschossen.

Die restaurierte Quelle Kaltenbrunn zeugt zudem von einer belebteren Geschichte, als hier durch den Wald noch eine wichtige Handelsstraße verlief.

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Wer dann noch die lange Steigung auf die „Leinig“ hochläuft, findet auch noch einen Panoramablick auf den Markt Rimpar mit seiner Kirche St. Peter und Paul und dem imposanten Schloss Grumbach, dass von hier allerdings nicht zu sehen ist.

Trier

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Nach staugeprägter Rückfahrt am Freitag dann heute der geplante lange Lauf. Um im Plan für Köln zu bleiben, sollen es 26 Kilometer werden. Da ich das schon mit Christoph abgesprochen hatte, geht es um 8 Uhr also gemeinsam mit ihm, Jürgen und Thomas los in Richtung Manitou. Die Manitou-Runde ist eine anspruchsvolle 10er Runde im Weißhauswald. Inklusive Hin- und Rückweg kommen da etwa 24 Kilometer zusammen.

Wirklich bedauerlich, dass Christoph schon nach knapp zwei Kilometern umknickt und nicht mehr weiterlaufen kann. Nach einigen Schreckminuten kann er aber zumindest wieder auftreten und versichert, er könne alleine zurückgehen. So wird aus dem Quartett ein Trio.

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Wir laufen durch die Stadt und an dem Kreidlertreffen an der Porta Nigra vorbei zum Weißhauswald. Von der Kaiser-Wilhlem-Brücke lassen sich die Fortschritte bei der Umgestaltung des Moseldamms bei Zurlauben beobachten. Nur hier erfüllt Trier einigermaßen das Prädikat „Stadt am Fluss“. Wie anders ist das doch in Würzburg. Aber davon mehr in den nächsten Tagen.

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Der Blick vom Felsenpfad auf die Stadt ist zu jeder Jahres-, Tages- und Nachtzeit lohnenswert. Stehen bleiben ist dabei aber Pflicht, denn der Pfad ist ein läuferisch anspruchsvoller Trail, besonders nach den starken Regenfällen der vergangenen Tage.

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In Erinnerung daran öffnen die Schleusen des Himmels wieder ihre Pforten und lassen  den Sprühregen zum gestandenen Landregen werden.

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Aber auf dem Weg durch den Wald hinauf zum neu renovierten Schusters Kreuz ist das eher Genuss als Störfaktor. Brillenträger dürfen allerdings nicht zu lange stehen bleiben, sonst fühlen sie sich bei Selfies benebelt.

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Das feuchte Wetter lässt Steinpilze prächtig am Wegrand gedeihen. Leider haben wir nichts dabei, um zu ernten.  Aber Jürgen merkt sich die Stelle und will nochmal mit Korb zurückkommen.

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Heimwärts geht es an der Mosel entlang, über die Römerbrücke und – Thomas verabschiedet sich hier – auf dem direkten Weg nach Olewig. Weil da erst knapp 24 Kilometer auf der Uhr stehen, muss noch eine kleine Pendelstrecke in Richtung Irsch angehängt werden, aber dann sind die Beine auch ordentlich schwer. Der erste wirklich lange Lauf seit März.

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26,2 Kilometer – 2:37 Stunden – Tempo 6:01 min/km brutto. Alles gut!

 

 

6 Gedanken zu “11 – 20 – 26

  1. Lieber Rainer,
    viel Information in Bild und Text, da musste ich aufpassen Dich in der richtigen Region zu wissen 😉
    Schön, dass die längeren Strecken wieder funktionieren, dann kann der Marathon ja kommen…ist ja auch nicht mehr lange hin.

    Salut

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    • Lieber Christian,

      das war tatsächlich ein volles Paket. Ich verspreche, wieder übersichtlicher zu werden. 😉

      Das mit den längeren Strecken klappt bei moderater Steigerung tatsächlich gut. Wenn es so weitergeht, wird das mit Köln am 1. Oktober klappen.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  2. Lieber Rainer,
    deine alte Heimat bietet ja auch wunderschöne Laufstrecken! 🙂 Schön, dass du auch dort deine Runde drehen konntest.
    Die drei Läufe hatte mich erst auch etwas verwirrt, aber Hauptsache es läuft! 😉

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  3. Hallo Rainer, ich dachte auch, Du hättest noch nichts zum Samstag geschrieben und wollte schon aufhören zu lesen bis ich die Kreidler Florett entdeckt habe. Es hat wie immer viel Spaß gemacht. Der abgebildete Pilze hat gestern mit einigen Artgenossen noch den Weg in die Pfanne gefunden.

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    • Hallo Jürgen,

      schön, dass Du Dich hier auch zu Wort meldest! 🙂

      Ich hoffe, die Pilze haben gemundet. Waren ja tatsächlich Prachtstücke. Bin gespannt, was wir am nächsten Samstag so am Wegesrand entdecken.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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