Island – Reistagebuch (Teil 5)

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Tag 5: Olafsvik, Enni und viel Landschaft

420 Meter hoch ist der höchste Funkmast Islands. Ein dünner Strich in den Himmel. Unweit davon verbringen wir die helle Nacht in Hellisandur. Die Mitternachtssonne bei wolkenlosen Himmel ist eine Wucht. Der aufgehende Vollmond über dem Snäfelsjükul ist grandios. Beides zusammen ist atemberaubend.

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Wir verschieben zunehmend den Tagesablauf nach hinten, stehen später auf und gehen bei Sonnenschein später ins Bett. Aber so ein Camper ist wirklich praktisch, denn in fünf MInuten sind wir startklar. Und die Standheizung ist in den kalten Nächten ein wirklicher Segen.

Wir fahren nur einige Kilometer bis Olafsvik. Denn bevor wir heute zu einer längeren Autofahrt in Richtung Nordosten starten, soll zumindest eine kleine Wanderung sein. Rothers Wanderführer hat zwar keinen Tipp mehr für diese Gegend. Aber im Dumont steht, dass ein Spaziergang auf den Vulkan Enni lohnenswert sei.

Das ist er auch. Aber da wir uns nicht mit einem Spaziergang um den Vulkan begnügen wollen und uns nach einer Stunde keine Wegemarkierungen mehr zurechtweisen, steigen wir über das mit Moos bewachsene Lavafeld an der Rückseite des Berges überwiegend in der Horizontalen hoch.

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Schweißtreibend ist das, aber jede Verschnaufpause belohnt mit eine tollen Blick auf die karg leuchtende Landschaft, die vom Snäfelssjökul gekrönt wird. Auch der ist weitgehend wolkenfrei – eine Seltenheit, wie die Dame in der Touristinfo versichert hat, die uns eine Karte für die Enni-Tour gegeben hat.

Ihren Vorschlag zu einer Mitternachtswanderung auf den schneebedeckten Vulkan lehnen wir aber nach kurzer Überlegung ab. Wir wollen in Richtung Myvatn. Und 15 000 Kronen pro Person für die geführte Wanderung sind auch ein Argument.

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Nach dem weglosen Weg in die Höhe stehen wir schließlich am Klippenrand des Enni und fühlen uns fast wie die Möwen, die hier ihre Flugkünste zeigen. Ein prachtvoller Ausblick und Zeit für eine Pause …


Runter geht’s schneller. Nach knapp einer Stunde Abstieg sind wir wieder am Auto. Die Fahrt geht nun an der spektakulären Küste entlang auf direkter Linie zum Hrutafjördur und von dort auf der Küstenstraße 1 bis nach Skagsströnd.

Dazwischen liegen ein ausgiebiges Mittageseen mit Kartoffeln, Lamm und Salat – schließlich haben wir alles im Camper dabei – und Schotterpisten, für die der Hilux wie gemacht ist.

Ein normaler PKW macht hier nicht wirklich Spaß. Wie an den angespannten Gesichtern der Fahrer zu sehen ist, die uns mit ihren kleinen Mietwagen entgegenkommen. Der Isländer an sich besitzt Geländewagen oder zumindest einen SUV. Jetzt weiß ich auch warum.

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6 Gedanken zu “Island – Reistagebuch (Teil 5)

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