Warnschuss

Wie sehr ich die Samstagsläufe mit Freunden liebe, weiß jeder, der in diesem Blog mehr als einmal liest.

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So ist es auch an diesem Wochenende, als sich eine außergewöhnlich große Gruppe am frühen Samstagmorgen auf den Weg macht. Olewig – Pellinger – Konz – Olewig ist das Programm, das sich Christoph ausgedacht hat. Etwa 24 Kilometer, das sollte für mich als moderate Steigerung durchaus machbar sein. Und die Marathonis, für die in ihrer Vorbereitung den vorletzten langen Lauf ansteht, können ja noch eine Extrarunde dranhängen. So der Plan.

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Also laufen wir erst einmal entspannt bis angestrengt über asphaltierte Strecken bis hinauf nach Kernscheid und dann durch das wunderbare Goldkäulchen bis hoch zur Pellinger Straße.

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Thomas ist wieder dabei, obwohl kolportiert wurde, ich hätte ihn vor 14 Tagen mit einem angeblich sehr flotten Tempo bereits beim ersten Mal verprellt. Er signalisiert mir auf meine entsprechende Nachfrage, alles sei gut gewesen.

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Victor, der WG-Mitbewohner von Dominik ist zum ersten Mal dabei. Er will in einer Woche einen Ultra in seiner Heimat im Elsass laufen … Also kein Problem befürchtbar, auch wenn es  etwas länger werden sollte …

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Diese Möglichkeit schwant mir, als Christoph in den Weinbergen des Konzer Tälchens nicht die Richtung Roscheid anschlägt, sondern ins Tal führt. Allerdings verdränge ich meine Sorgen.

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Etwas größer werden die, als wir über die Eisenbahnbrücke in Konz auf die andere Moselseite wechseln. Denn von dort bis nach Olewig sind es mehr als zehn Kilometer. Und die Laufuhr zeigt bereits 16 000 Meter an.

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Aber irgendwie neigt Mann dazu, solche Dinge zu verdrängen, wenn es gerade so viel Spaß macht … Also geht es auf dem von vielen Tempodauerläufen von vor zwei Jahren allzu bekannten Radweg weiter in Richtung Trier, mit einem kleinen Abstecher zum Schloss Monaise und der zunehmenden Gewissheit, dass es mindestens 26 Kilometer werden an diesem Tag.

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An der Konrad-Adenauer-Brücke, als ich mich gemeinsam mit Thomas und Bernd vom Rest der Truppe trenne, um den möglichst direktem Weg nach Olewig zu nehmen,  zeigt die Laufuhr bereits  22 Kilometer. Die Beine sind nun schon ausreichend schwer, um genug zu haben. Autsch, es sind aber noch mindestens fünf Kilometer nach Hause.

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Nun denn, an den Mattheiser Weihern vorbei ins Tiergartental. Rosinen und Wasser helfen, außer schweren Beinen habe ich keine Probleme. Nun ja, das kleine Biest hat schon lange nicht mehr so sehr seine Zähne gefletscht. Aber auch das ist ebenso zu schaffen wie der letzte Kilometer. Thomas ist ähnlich geschafft wie ich, Bernd steht uns nur wenig nach. 28 Kilometer und 2:45 Stunden sind vorüber, als ich Zuhause ankomme.

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Geschafft! In doppeltem Sinne. Dumm nur, dass ich nach der folgenden Dusche ein sehr bekanntes und gehasstes Ziehen in der Leiste spüre. Hoffentlich nur ein Warnschuss! Ich werde sicher einen oder zwei Tage länger pausieren und hoffen, dass ich mich nicht selbst abgeschossen habe durch diese vielleicht doch zu große Steigerung. Schade, denn es war überwiegend ein wunderschöner Lauf mit Freunden.

12 Gedanken zu “Warnschuss

  1. Lieber Rainer,

    etwas gequält siehst du schon aus auf dem Selfie vor Schloss Monaise … das lässt ahnen, wie feddisch du am Ende gewesen sein musst. Wir haben ja drüber gesprochen: Es kann einfach passieren, dass einem vor Freude, endlich wieder in vertrautem Kreise unterwegs zu sein, die Gäule durchgehen – und wenn man dann im Schlamassel steckt, gibt es keinen eleganten Weg raus. „Taxi Jan“ oder „Taxi Karin“ rufen wäre höchstens eine Option für den äußersten Notfall – und der war ja nicht gegeben.

    Toitoitoi dafür, dass ein paar Tage Ruhe es wieder richten und die Zwickerei schnell vorübergeht. 😎

    Liebe Grüße,
    Anne

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  2. Lieber Rainer,
    hoffentlich nur ein Warnschuss. Ich drücke dir die Daumen und bin zuversichtlich, dich am Samstag in Föhren am Start zu sehen.

    Gruß Harald

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  3. Lieber Rainer,

    ich hoffe, es ist nur ein Warnschuss und in ein paar Tagen wieder vergangen. Dann sehen wir uns (erholt) in Föhren. Das sind ja definitiv nur knapp 25km. Und keiner hetzt dich – theoretisch zumindest.
    Liebe Grüße
    Birthe

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  4. Lieber Rainer,
    ich hoffe, es bleibt „nur“ eine Warnung! :/
    Ich kann mir aber gut vorstellen, dass die Samstagsrunde, die ja wirklich sehr zahlreich war, dazu beigetragen hat, dass du ein wenig über deine Grenzen gelaufen bist. Der Gruppendynamik ist nicht leicht zu widerstehen! 🙂
    Ich hoffe, das Ziehen verschwindet ganz schnell wieder!

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    • Liebe Doris,

      danke für Deine mentale Unterstützung. Ich ärgere mich etwas über mich selbst, zumal ich es besser wissen muss. Aber wenn es ein Wanrschuss war, dann zumindest ein nachhaltiger.

      Liebe Grüße
      Rainer

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