Erinnerungen

Dieser Tag beginnt nicht unbeschwert. Es sind die Erinnerungen an meinen Vater, der heute vor sechs Jahren nach einer heimtückischen ALS-Erkrankung gestorben ist. Schon sechs Jahre! Kaum zu glauben. Gestern wäre er 75 geworden.

Damals hatte ich bei einem Besuch bei ihm in der Palliativstation des Juliusspitals in Würzburg einen Nachruf verfasst. Erinnerungen … 

Trotz Rückenschmerzen mache ich mich am frühen Morgen auf den Weg ins Tiergartental.  Die Verabredung mit Anne, eine gemeisname Runde zu laufen, hatte ich bereits in Voraussicht auf diesen Tag vor einer Woche getroffen. Es war die erhoffte Ablenkung und bei eisklarem Winterwetter eine schöne und kommunikative Sache. Auch die Blockade im Rücken hat sich nach zehn schönen Kilometern etwas gelöst. Ich muss wieder etwas für die Bauchmuskulatur tun. Vorsichtig, damit die Leiste nicht wieder zwickt. Die Gegenspieler zum Rücken schwächeln inzwischen wohl zu sehr.

Meiner Gemütsaufheiterung ein jähes Ende setzt dann auf dem Weg zur Arbeit ein Anruf meiner Schwester: Meiner Großmutter gehe es sehr schlecht, sagt sie. Und schon wieder leben Erinnerungen auf …

6 Gedanken zu “Erinnerungen

  1. Lieber Rainer,
    die Erinnerungen an einen Menschen, der nicht mehr da ist, müssen nicht immer Wehmut hervorrufen. Ich versuche bei meiner Mutter immer an die glücklichen und schönen Momente zu denken, die gab es auch während der Sterbebegleitung in den letzten zwei Wochen ihres leidvollen Lebens…dann geht es mir meist rasch besser.
    Ich wünsche Dir, dass die Erinnerungen bleiben, aber nicht mehr schmerzen…

    Gut, dass Du mit Anne unterwegs warst, ich drücke die Daumen für Deine Großmutter und Deine Familie

    Salut

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  2. Lieber Rainer,
    schön, dass du an deinen Vater zurückdenkst, auch wenn es nicht unbeschwert ist. Aber auch wenn der Gedanke an seinen frühen Tod schmerzlich für dich ist, bleiben dir doch sicher auch gute Erinnerungen an ihn.
    Gut zu lesen, dass du mit Anne schon frühmorgens laufend unterwegs warst. 🙂

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  3. Lieber Rainer,

    vor sechs Jahren kannten wir uns noch nicht, konnte ich Dir mein Mitgefühl noch nicht aussprechen. Dass Du Dich nach sechs Jahren immer noch so intensiv erinnerst, spricht für ein enges Verhältnis. Und die Erinnerung läßt geliebte Menschen in uns weiterleben. Das wird noch viele, viele Jahre so gehen, glaub es mir.

    Liebe Grüße
    Volker

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