Kolumne und Korken

22 Grad Wassertemperatur! Da macht es doch schon viel mehr Spaß, sich am Morgen ins nicht mehr ganz so kühle Nass zu begeben. 800 Meter Brust und Kraul im Wechsel, dann noch 25 Minuten als strampelnder Schwimmkorken. Mehr war vor Arbeitsbeginn nicht möglich. Es musste aber auch nicht mehr sein.

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Meine neue Laufkolumne greift übrigens ein Thema auf, über das ich jüngst in meinem Blog schon einmal sinniert habe:

 

Total entspannt

 

Vor allem vor Marathonläufen sind diese Typen zu sehen: hagere Menschen, vor allem Männer, mit dünnen Körpern und ausgezehrten Gesichtern, in denen begeisterte Augen glänzen. Jede Falte zeugt von den langen Kanten, mit denen sie in den vergangenen Trainingswochen ihren Körper auf die Königsdisziplin des ambitionierten Läufervolks vorbereitet haben. Die Fettdepots der Komfortzone haben sie aufgebraucht.
Auch unter den mehr als 2000 Menschen, die am Mittwochabend beim Firmenlauf den Trierer Asphalt unter die Sportschuhe genommen haben, waren solche Typen zu sehen. Schließlich ist die Vorbereitung für die Marathonsaison in der heißen Phase. Fünf Kilometer im Megapulk durch die Stadt waren da nur wenig mehr als ein Aufwärmtraining, vor allem aber Spaß.
Sicher gibt es einfachere Methoden, um Gewicht zu verlieren, als lange Laufleistungen. Nur wenige bringen aber so viel Zufriedenheit und Kraft für den Alltag. Besonders bewusst wird das allen, die von einer Verletzung ausgebremst werden, die eine längere Pause notwendig macht.
Ob ich in den vergangenen Wochen zugenommen habe? Ein wenig mehr habe ich wohl tatsächlich auf den Rippen. Meine Frau sagt jedenfalls, ich hätte weniger Falten und würde wieder jünger aussehen. Total entspannt … Nun ja, eine Zwangspause hat nicht nur Nachteile.

12 Gedanken zu “Kolumne und Korken

    • Lieber Volker,

      Sind 800 Meter so außergewöhnlich? War mir gar nicht bewusst. Freie Bahnen im Freibad, da macht das Schwimmen sogar Spaß. Und danach als strampelnder Schwimmkorken. Da ist zumindest die Aussicht auf die roten Felsen auf der anderen Moselseite gut. 😉

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  1. Lieber Rainer,
    sag mal, du entwickelst dich ja zur Schwimmkanone!
    Erst Kilometer runterreissen und dann noch eine halbstündige Joggingeinheit drangehängt! 😀 Aber bei diesen Wassertemperaturen lässt es sich schon wieder besser im Freibad aushalten.
    Schönes Wochenende! 🙂

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    • Liebe Doris,

      Ich habe mich natürlich gerne an unser gemeinsames Nordbaderlebnis erinnert. Das wird mir immer im Gedächtnis bleiben. 🙂

      Das Wasser ist zum Glück inzwischen wirklich angenehm. Da macht das Schwimmen sogar alleine Spaß.

      Dir auch ein tolles Wochenende!

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  2. Lieber Rainer,

    die langen Laufleistungen (wenn auch nicht Marathondistanz) sind auf jeden Fall energiespendend und entspannend und sie helfen einem natürlich ganz nebenbei das Gewicht zu halten. Ich kann leider nicht sagen, dass ich durch meine Zwangspause jünger aussehe 😆 aber ich freue mich für Dich, wenn Du positive Aspekte findest!
    Zumindest bin ich jetzt beim Krafttraining konsequent, was mir vor der Zwangspause gefehlt hat – also hat auch meine Zwangspause nicht nur Nachteile 😉 und irgendwann… dann laufen auch wir wieder!!

    Liebe Grüße und ein schönes Restwochenende
    Anna

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  3. Lieber Rainer,

    jung und entspannt aussehen, aber sich alt und gestresst fühlen – oder sich doch lieber jung und entspannt fühlen, aber alt und gestresst aussehen? Wenn ich schon nicht jung und entspannt aussehen UND mich auch so fühlen kann, hätte ich lieber Variante B – du vermutlich auch, oder? 😎

    Naja, da müssen wir halt durch, notfalls auch wassertretend, aber immer in der Hoffnung, dass die Metamorphose von einem tapfer stampelnden Schwimmkorken zu einem elegant dahinfliegenden Läufer irgendwann doch noch gelingt! 😉

    Liebe Grüße,
    Anne (die gerade lieber im 50 m Becken als im ICE unterwegs wäre)

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  4. Lieber Rainer,

    ob du jünger aussiehst oder nicht? Wie fühlst du dich? Entspannt? Frisch? Und so weiter?

    So eine Schwimmeinheit vor dem Büro stelle ich mir sehr angenehm vor, nur schrecke ich vor den laaangen Rüstzeiten zurück: Hinfahren, umziehen, danach wieder umziehen usw.. 🙂

    Ciao,
    Harald

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    • Lieber Harald,

      mein größtes Problem dabei ist die Anfahrt, diese 20 Minuten sind nervig angesichts des dann doch etwas engen Zeitbudgets bis zum Dienstbeginn. Früher fahren geht nicht, weil ich dann voll in die Rush-Hour am Morgen kommen würde.

      Viele Grüße
      Rainer

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