Beim Fährturmlauf

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Der alte Fährturm von Schweich ist ziemlich schief. Das Spitzdach neigt sich ordentlich. Aber vermutlich hat gerade das zu seinem Kultstatus beigetragen. Heute führte jedenfalls mal wieder der nach ihm benannte Lauf etliche Hundertschaften bewegungshungriger Zeitgenossen an ihm vorbei.

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Es ist traditionell der Auftakt der Wettkampfsaison nach der Winterpause. Und da der Lauf zu den von meinem Laufportal präsentierten Veranstaltungen gehört, konnte ich da natürlich nicht fehlen.

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Übermäßig groß war die Lust darauf nicht. Denn ich mag derzeit keine schnellen 10er. Und auch das Wetter lockte nicht unbedingt auf eine Pendelstrecke an der Mosel.

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Andererseits ist es immer wieder schön, Bekannte zu treffen. Und da ich Dominik versprochen hatte, ihn nach Schweich mitzunehmen, gab es auch keine Ausrede mehr.

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Seit zehn Tagen bin ich nicht mehr gelaufen, auch um meine unruhige Leiste zu schonen. Deshalb war für heute klar, dass es kein Lauf am Limit sein würde. Dafür hatte ich mir vorgenommen, einige Fotos mehr auf der Strecke zu machen. Das Ergebnis seht Ihr hier zwischen den Absätzen.

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Es ist schon beachtlich, was die Freunde vom Lauftreff Schweich da auf die Beine Stellen. Dass es zur Belohnung zum Hauptlauf dann doch nicht geregnet hat, sondern sogar die Sonne herauskam, hatten sie sich verdient.

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Nach einigen Überlegungen hatte ich mich entschieden, die Jacke anzulassen. Zusammen mit der langen Winterlaufhose sorgte das trotz des nicht an das Limit reichenden Tempos allerdings zu ein wenig mehr Wärmestau als mir lieb sein konnte.

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Anders als Dominik hatte ich mich in das hintere Drittel des Starterfeldes begeben. Zeit genug noch für das ein oder andere Schwätzchen und ein Selphy in gelb. Dann ging es auch schon stockend los.

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Nach einigen Hundert Metern war an der Mosel dann etwas mehr Platz, um der Gefahr auszuweichen, Mitmenschen auf die Füße zu treten. Zudem wollte ich ja noch das eine oder andere Foto schießen.

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Nach gut vier Kilometern wartet in Schweich der erste Wendepunkt. Bereits mehr als 500 Meter davor kam uns schon der führende Läufer entgegen. Alexander Bock vom Postsportverein Trier. Er hat unangefochten gewonnen und sah dabei weniger angestrengt aus als die Flitzer, die ihm mit deutlichem Abstand auf den Fersen waren.

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Für mich genügte ein Tempo um 4:25 min/km an diesem Tag. Wer von weiter hinten startet kann damit zumindest auf dem ersten Drittel der Strecke im Vorbeilaufen viele Menschen motivieren – ich meine das ehrlich so …

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Da sich meine Beine bereits beim Einlaufen nicht wirklich gut angefühlt hatten, war ich nicht wirklich überrascht, dass sich bei Kilometer 7 wieder das Ziehen in der rechten Leistengegend bemerkbar gemacht hat. Es könnte tatsächlich mit den Adduktoren zusammenhängen. Wie ich nach dem Lauf spüren musste, scheint da rechts wohl eine Verhärtung zu sein.

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Trotzdem hatte ich nur kurz überlegt abzubrechen. Lieber noch ein wenig Tempo herausnehmen bis zur zweiten Wendemarke an der Autobahnbrücke und dann zurück ins wunderbare Schweicher Stadion, wo mich Lauftreff-Chef Dirk Engel ebenso begrüßte wie viele andere Läufer.

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Im Ziel dann doch so etwas wie Freude. Es war einfach schön, die aufgeregte Stimmung zu erleben und noch einige Bekannte und Freunde zu treffen. Dominik war natürlich schon lange vor mir im Ziel. André, der inzwischen vom Postsportverein abgeworben wurde, war noch früher da.

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Besser als sein ärmelloses Shirt haben mir allerdings die roten Oberteile gefallen, mit denen zwei Wahlwerber auf der Strecke waren. Die Manga-Figur zeigt eindeutig nicht Julia Klöckner. Das virtuelle Rennen um die Stimmenmehrheit dauert hier in Rheinland-Pfalz noch eine Woche. Dann wird sich zeigen, ob Manga-Malu oder Jubel-Julia die Nase vorne haben werden.

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Unter all den Plakaten, die ich an diesem Samstag gesehen habe, stand mein Favorit eindeutig am Eingang zur Festhalle. Wer genau hinsieht, wird nachvollziehen können, warum. Ich hoffe, dass ich mit Blackroll, Massage und wenig Belastung mein Geläuf wieder so fit bekomme, dass ich beim Bendersbachtallauf keine Probleme haben werde. Schnell muss und werde ich dort jedenfalls nicht unterwegs sein.

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18 Gedanken zu “Beim Fährturmlauf

  1. Schöner Bericht, Rainer! An deine gelben Selfi-Modelle habe ich mich drangehängt
    , müsste aber nach 3,5km abreißen lassen. Naja, die Saison ist ja noch jung. Ich freue mich, dass du nach Föhren kommst.
    Herzliche Grüße
    Harald

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    • Hallo Harald,

      auf das Tempo kommt es nicht an. Hauptsache mit Spaß und beschwerdefrei dabei.

      Föhren steht auf dem Plan. So wie ich mich heute fühle würde ich aber sagen, das wird knapp. 😦

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  2. Lieber Rainer,

    schade, dass sich in jüngster Zeit bei WordPress die Bilder nicht mehr anklicken lassen und dadurch größer werden. So vermute ich mal, dass Du auf dem Plakat im unteren Bild in der Mitte zu sehen bist 🙂

    Ich drück Dir die Daumen, dass Du Dein Leistenproblem schnell wieder in den Griff bekommst!

    Liebe Grüße
    Volker

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  3. Lieber Rainer,

    Volkslaufsaison eröffnet, dieses Mal nicht im Wettkampf- sondern im Fotomodus – gefällt mir, genau so wie die Malu-Shirts! Die Umfragen geben ja wieder Hoffnung … 🙂
    Gar nicht gefallen mir natürllich deine Leisten-/Adduktorenprobleme. Vielleicht doch mal Physiotherapeutin oder Osteopathin schauen lassen? Es ruhig angehen zu lassen ist auf jeden Fall vernünftig.

    Liebe Grüße und einen hoffentlich ruhigen (Dienst-)Sonntag heute,
    Anne

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    • Liebe Anne,

      die Malu-Sirts finde ich auch witzig. Heute in einer Woche werden wir sehen, wie es ausgeht.

      Die Leiste macht mir inzwischen wirkliche Sorgen. Das fühlt sich heute nicht besonders toll an. Da ist wohl leider eine Pause angesagt 😦

      Heute ein ruhiger Dienst … Mal sehen …

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  4. Lieber Rainer,
    wenn zumindest im Ziel noch etwas Freude und Spass aufgekommen ist, war es wohl doch eine gute Wahl mitgelaufen zu sein. Eine Spaßteilnahme kann ja auch nett sein.
    Nicht so deine Leiste.. die zwickt noch immer? So was Blödes! 👿
    Ich drück dir die Daumen, dass die Schmerzen bald Vergangenheit sind, damit du beim Bendersbachtallauf wieder vom Start weg Spass hast! 🙂

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    • Liebe Doris,

      Du erkennst die Signale zwischen den Zeilen. Ich bin tatsächlich etwas frustriert, wie sich die Leiste anfühlt. Nicht gut. Mals sehen, wie das wird in den nächsten Wochen … 🙄

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  5. Lieber Rainer,

    ein Lauf unter/mit Freunden, so liest es sich. Und was Du so als „nicht schnell“ bezeichnest… 🙂 Nicht gut liest sich die blöde Leiste… wünsche von Herzen gute Besserung.

    Gruß
    Anja

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    • Liebe Anja,

      Ich weiß, dass dieses Tempo für viele nicht erreichbar ist, aber ich war im vergangenen Jahr in allen Tempo-Trainingsläufen deutlich schneller. Deshalb bitte ich Entschuldigung für meine Formulierung.

      Danke für Deine guten Wünsche. Die kann ich gebrauchen.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  6. Interessante Schreibvariante: „Selphy“ 😀

    Was die Leistenprobleme angeht, fühle ich (fast ein bisschen zu sehr nach meinem Geschmack) mit dir. Bei mir ist es zwar scheinbar das Knie, das muckt und für das ich in Anbetracht des am nächsten Sonntag in Saarbrücken stattfindenden HM pausiere. Aber die Pause mit den diversen Selbstanalysen (vernichtend insbesondere der nicht zu verleugnende Umstand, dass ich seit Monaten auf jegliche Form des Ausgleichs verzichtet habe 😦 ) und Selbstversuchen fördern als Ursache und Auslöser täglich neue Baustellen ans Licht: von Adduktoren (schon immer Schwachpunkt über, Leiste und Hüfte bin ich momentan beim extrem verknarksten und knarzenden unteren Lendenwirbel bzw. Illiosakralgelenk als Übeltäter gelandet und stelle als Fazit fest, was vermutlich für die Mehrheit der Zippernden gilt: es ist der Gesamtkomplex irgendwie aus dem Lot geraten. Nennt man wohl „Dysbalancen“ im Fachjargon und wäre doch gelacht, wenn das nicht in den Griff zu bekommen wäre ob mit Knie oder Leiste als Ansatzpunkt.

    Viel Glück!

    P. S. 4:25 genügt mir als Tempo nächste Woche auch (sogar, wenn ich auf den Fünfer downgraden muss 😉

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  7. Lieber Rainer,

    wünsche Dir ganz rasch gute Besserung. Schöner Laufbericht, wenn auch Hin-Und-Zurück-Läufe nicht so meins sind 😉 Naja, eigentlich sind Bewerbe ja gar nichts für mich :mrgreen:

    Salut

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    • Lieber Christian,

      danke Dir. Zu den reizvollen Strecken gehört der Fährturmlauf tatsächlich nicht. Aber bei 10 Kilometern ist das auch nicht so wichtig. 😉

      Wären da nicht die Zipperlein in der Leiste gewesen, hätte ich es dennoch genossen.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  8. Lieber Rainer,

    mal einfach nur so gemütlich mit gelaufen ist doch auch nicht schlecht, wäre das mit der Leiste nicht… ein schöner Mist… 😦 ich hoffe Du bekommst die Probleme bald wieder in den Griff!!

    Ganz liebe Grüße Anna

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    • Liebe Anna,

      ja, das mit der Leiste mag ich gar nicht 😦 Ich hoffe, meine Befürchtungen bewahrheiten sich nicht, dass das wieder eine langfristige Sache sein wird, bis ich wieder beschwerdefrei bin. Ich hatte das ja schon einmall vor zwei Jahren, damals allerdings auf der anderen Seite.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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