Weggetreten

Wie wohltuend Morgenläufe sind, habe ich schon häufiger beschrieben. Leider lässt sich in diesen Tagen die Sonne derart lange für ihren Aufstieg über die Hügelkanten Zeit, dass ich schon wieder Zuhause bin, bevor die ersten Strahlen mein Gemüt erhellen können. Morgendämmerung kann aber auch schön sein, wenn sie sich so präsentiert wie heute.

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Allerdings bleibt nach dem lauf das Gefühl, alles nicht so intensiv erlebt zu haben wie sonst. Aber dafür gibt es auch einen Grund: Zum ersten Mal habe ich beim Laufen einem Hörspiel gelauscht. Die Cliffton-Saga von Jeffrey Archer  fordert dabei derzeit meine Aufmerksamkeit. Mir gefällt das trotz oder gerade wegen der vielen Cliffhänger in der Geschichte sehr.

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Dennoch werde ich wohl auch weiterhin eher selten mit dem Lautsprecherknopf im Ohr laufen.  Denn dadurch ist man mental und von der Aufmerksamkeit doch mehr weggetreten als bei einem unbeschallten Lauf.

Wie ist das bei Euch? Würde mich sehr interessieren.

22 Gedanken zu “Weggetreten

  1. Ich laufe in letzter Zeit auch wieder fast ausschließlich ohne Musik oder Knopf im Ohr, lasse sogar mein Smartphone daheim auf der Fensterbank liegen und habe lediglich ein Notfallhandy dabei.
    Hörbücher habe ich auch schon ausprobiert, mir ist aber aufgefallen dass ich ganze Kapitel nicht bewusst wahrgenommen habe und so enorme Lücken in der Geschichte hatte, sich aufs Laufen und Hören zu konzentrieren geht meiner Meinung tatsächlich nicht. Eines von beiden kommt immer zu kurz.

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  2. In meinen knapp 10 Jahen Lauferei kann ich die Läufe mit Kopfhörern noch an einer Hand abzählen. Obwohl ich die gar nicht so schlecht fand, laufe ich doch lieber ohne.

    Ich hege da keine Emotionen, wenn ich mal wieder Lust dazu habe werde ich es tun. Allerdings beschränke ich mich auf Musik. Hörbücher kann ich mir beim Laufen irgendwie so gar nicht vorstellen. Keine Ahnung warum …

    Liebe Grüße
    Volker

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    • Na dann haben wir ja etwas gemeinsam. Wenn ich im Geiste durchzähle, komme ich etwa auch auf fünf Läufe mit Kopfhörern. Das verscheucht allerdings das Meditative. Und deshalb werden es auch bei mir nicht wesentlich mehr werden.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  3. Nee, für mich ist das nichts, mich stören die Kopfhörer, Musik ist mir meist eher lästig als dass sie mich pusht und Hörbuch würde Zuhören erfordern, das wäre mir einfach auch zu gefährlich, weil ich nicht mehr auf meine Umgebung achte bzw. nichts mitkriege (und seien es „nur“ überholende Läufer).

    Ausnahme: Beim Radfahren auf der Rolle nehme ich jetzt auch Musik dazu, das ist mir sonst zu öde und das Gesurre nervt.

    Liebe Grüße,
    Anne

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    • Stimmt, auf dem Laufband oder mit dem Rad auf der Rolle, ist das sicher eine gute Möglichkeit, die Zeit schneller voranschreiten zu lassen.

      Musik beim Laufen kann ganz schön Beine machen. Aber das ist mir zu gefährlich. Denn Laune macht das – wenn überhaupt – nur, wenn es richtig laut ist.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  4. Hallo,
    ich habe meistens Musik auf den Ohren, allerdings so leise, dass ich die Vögel zwitschern höre und die Autos hinter mir bemerke, falls mal eines kommt…
    Hörbuch habe ich ein Mal ausprobiert – ging nicht! Zu anstrengend, man sollte sich doch auf das Gehörte konzentrieren und das geht beim Laufen nicht – zumindest ich kann das nicht. Bei Wettkämpfen habe ich die Musik auf den Ohren, weil ich das Geschnaufe und teilweise Gejammer oder Gestöhne der Mitläufer nicht hören mag… 😉
    Liebe Grüße
    Anne

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    • Noch eine Anne!

      Herzlich willkommen in mienem Blog. 🙂

      Leise Musik bringt mir nichts, deshalb verzichte ich in der Regel auf beschalltes Laufen. Aber gerade bei Wettkämpfen käme mir das niemals in den Sinn. Denn da muss ich alle Sinne beisammen haben.

      Eine Nasenklammer wäre da häufig viel wichtiger als ein Lärmschutz. 😉

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  5. Kann mir nicht vorstellen, wie ich einem Hörspiel folgen soll und damit laufe. Das ist mir zu viel Multitasking. 😉

    Bin im Moment nach vielen Jahren sogar weg von der Musik auf den Ohren und laufe vollkommen ohne.
    Hat auch was.

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    • Das funktioniert auf normalen Wegen schon. Allerdings wäre es mir auf so ausgesetzten Pfaden, wie du sie in den Bergen läufst, auch zu gefährlich. Zudem unterhalten die so gut, dass jedes Geräusch aus einem Kopfhörer stören würde.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  6. Lieber Rainer,
    ich laufe gerne „mit“, aber trotzdem selten. Vielleicht einmal pro Monat.
    Wenn ich mich beschalle, sind mir Hörbücher aber lieber als Musik, die nehm ich nur, wenn ich wirklich mal gepusht werden will. Hörbücher beeinflussen mein Tempo nicht und lenken mich, wenn ich einen langen Lauf vorhabe, wunderbar von müden Beinen oder sonstigen blöden Gedanken ab. Am liebsten was zum lachen und nicht zu anspruchsvoll, dann wirken sie wie ein unterhaltsames Gespräch. 🙂

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  7. Ich laufe meist mit Musik, die lenkt mich aber nicht von der Umgebung ab sondern verstärkt das positive Empfinden noch. Hörbuch hab ich versucht aber das lenkt mich zu sehr sowohl von den optischen Eindrücken ab aber auch von dem schönen Beiwerk beim Laufen, Dinge gedanklich zu verarbeiten, ab.

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  8. Lieber Rainer,
    mir macht Musik auf den Ohren schon Stress beim Laufen, weil ich die Umgebung nicht mehr wahrnehmen kann. Mit einer Geschichte wäre es noch übler. Aber es soll ja sogar spezielle Hörspiele für Läufer geben. Wer es mag. Ich höre lieber alles um mich herum live.
    Liebe Grüße
    Elke

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  9. Hallo Rainer,

    Draußen immer ohne, drinnen immer mit 🙂 allerdings dürfte das Verhältnis übers ganze Jahr bei 95% musikfreier Läufe in der Natur im Vergleich zu 5% beschallten Läufen auf dem Band liegen.

    Ich versuche so achtsam wie möglich zu laufen und da ist ein Knopf im Ohr ein No-Go. Und für meinen Bludruck hab ich tagsüber schon genug Input jeder Art von allen Seiten…

    Beste Grüße
    Sebastian

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