Zeit der Glühwürmchen

DSC09706

Im Sommer gehören Glühwürmchen zu den besonders romantischen Begleiterscheinungen schöner und warmer Abende. Aber auch im Spätherbst und Winter muss niemand auf ein solches Schauspiel verzichten. Wer daran zweifelt, sollte sich nach Einbruch der Dunkelheit an die Mosel begeben. Vorzugsweise montags oder mittwochs tanzen über den Uferwegen auch bei Kälte lustige Lichter.
Es sind die Stirnlampen von Läufern, die dort alleine oder in Gruppen unterwegs sind. Sobald sie näher kommen, werden aus den glühwürmchengleich schwebenden Lichtpunkten sportlich aktive Menschen, von deren Köpfen eine beachtliche Helligkeit ausstrahlt. Mit Leuchtweiten von 130 Metern und mehr haben sich die besseren der kleinen Strahler inzwischen zu echten Halogenscheinwerfern gemausert. Dabei sind sie leicht geblieben und verbrauchen dank LED-Technik so wenig Strom, dass auch längere Nachtläufe möglich sind. Mein neuer Megastrahler hat sogar einen Akku – gut für das Ökogewissen.
Empfehlenswert ist so eine Stirnlampe in jedem Fall. Denn sie sorgt nicht nur dafür, besser gesehen zu werden. Ein individuell gut ausgeleuchteter Weg vermindert auch das eigene Verletzungsrisiko. Und wenn das Monsterglühwürmchen stark genug ist, macht sogar ein nächtlicher Traillauf ohne Vollmond damit Spaß.
Eine Funktion sollte mit Blick auf den Gegenverkehr allerdings nicht vergessen werden: Die Lampen lassen sich in der Regel neigen. Dann wird das Glühwürmchen nicht zum Blendwerk und kann mit gutem Gewissen behaupten, dass Läufer eh heller sind.

(Dieser Text erscheint als Laufkolumne in der Regionalzeitung Trierischer Volkfreund)

12 Gedanken zu “Zeit der Glühwürmchen

    • Liebe Bianca,

      ich habe gerade nochmal auf FB nachgesehen, ob da etwas über die Folgen Deines Umknickens zu erfahren ist. Autsch! Gute Besserung! Und im kommenden Jahr dann mit Beleuchtung. Mangelndes Licht war ja hoffentlich nicht der Grund für die Verletzung.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

      Gefällt mir

  1. In punkto Helligkeit hat sich wirklich viel getan bei den Lauflampen, lieber Rainer! So ein wenig zwiespältig bin ich schon. Klar, vernünftig genutzt dienen sie der Sicherheit. Aber nächtliche Trailläufe? Wenn LäuferInnen wirklich naturliebend sind, sollten sie sich die verkneifen und den Wildtieren nachts ihre Ruhe lassen. Gerade in Stadtnähe greifen wir eh schon sehr in ihren Lebensraum ein …

    Liebe Grüße,
    Anne

    Gefällt mir

    • Liebe Anne,

      ich meine damit ja nicht die Nacht. Schon am späten Nachmittag ist es dunkel. Und da ist der Wald noch kein Sperrgebiet für rücksichtsvolle Läufer 😉

      Ich meine mit Trails eh mehr die Wege in den Weinbergen ,,,

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

      Gefällt mir

  2. Lieber Rainer,
    Glühwürmchen?
    Also bei manchen Stirnlampen denke ich schon eher an einen Schnellzug, der aufblendet! So einen wünsche ich mir allerdings auch des öfteren an meiner Seite, wenn ich einer Straße entlang laufe und der mir entgegenkommende Autofahrer koordinativ nicht in der Lage ist, das Fernlicht abzuschalten oder gar die Geschwindigkeit zu verringern! 🙂

    Gefällt mir

    • Liebe Doris,

      genau deshalb ist es wichtig abzublenden, also den Lichtkegel nach unten zu richten. Im Dunkeln am Straßenrand zu laufen ist eher eine Sache, die ich eh nicht gerne mache. Da sin dGeschwindigkeiten udn Entfernung doch auch für Autofahrer eher schlecht einzuschätzen … 😦

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

      Gefällt mir

  3. Glühwürmchen, also echte, habe ich erst einmal in meinem Leben gesehen. In einem Urlaub auf Korfu, in Deutschland noch nie 😦

    Laufglühwürmchen kommen da schon häufiger vor. Mir ist heute auch einer begegnet. Allerdings stellte sich heraus, dass ich das selber war, da ich mich in einer Glasscheibe gespiegelt hatte 😉

    Die Funzeln können noch so gut sein, es geht nichts über Tageslicht!

    Liebe Grüße
    Volker

    Gefällt mir

    • Lieber Volker,

      wirklich erst einmal Glühwürmchen gesehen? Das gibt es doch nicht. Also kannst du Dich auch auf den Hospizlauf freuen. An der Mosel sind ie kleinen Leuchtbrummer im Sommer doch häufig zu sichten. 🙂

      Nichts geht über Tageslicht! Da widerspreche ich nicht.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

      Gefällt mir

  4. Lieber Rainer,

    ich bin im letzten Jahr zum ersten mal mit Stirnlampe gelaufen. Das hat schon was – wehe aber, es dreht sich ein Mitläufer um und strahlt einem in die Augen. Dann ist man sofort blind. 🙂

    Gruß
    Anja

    Gefällt mir

    • Liebe Anja,

      mein Kumpel hat mir am Montagabend auch gesagt, ich möge doch bitte nach vorne schauen 😉

      Die Leuchtkraft der Teile darf vom Träger nicht außer acht gelassen werden. Besonders bei entgegen kommendne Radfahrern kann das sonst böse enden.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s