Galgenkopf plus elf

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Bis zum Marathon in Frankfurt ist es nicht mehr lang. Es bleiben noch zwei lange Läufe, wobei es inzwischen nur noch einer am kommenden Samstag ist. Denn aus der Galgenkopfrunde habe ich heute mit eine anschließenden Soloergänzung durch das Tiergartental und um die Mattheiser Weiher einen ordentlichen Drei-Stunden-Lauf gemacht.

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Aber der Reihe nach:

Der Samstagmorgen gehört dem Lauf mit Freunden. Mit Christoph und Dominik sind wir zumindest ein sich gut verstehendes Trio, dass sich um 8 Uhr bei lockerer Bewölkung auf den Weg macht.

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Die neue Trierer Traumschleife zum Saar-Hunsrück-Steig haben wir uns vorgenommen. Galgenkopftour nennt die sich. Zumindest Galgenhumor benötigen wir angesichts der Monstersteigung die sich ab dem Wasserwerk in Irsch hinauf zur Korlinger Höhe vor uns aufbaut. Da ist es keine Schande, ein paar Schritte zu gehen. Der höchste Punkt ist der Galgenkopf, dessen Geschichte der Berg vermutlich im Namen trägt. Denn im Mittelalter wurde im heutigen Stadtteil Irsch auch Gericht gehalten.

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Es sind einige neue Wege und Pfade, die wir auf dieser Tour entdecken. Schön, denn die Runde beginnt nur knapp zwei Kilometer vom Sportplatz entfernt, an dem wir uns samstags zum langen Lauf treffen.

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Im Sommer ist der Anstieg sicherlich mörderisch. Aber bei den zwölf Grad am heutigen Morgen bleibt der Schweißfluss erträglich. Dennoch ist es gut, dass ich den am Vortag neu erstandenen Trinkgürtel dabei habe.

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Beim Vorgänger sind die Taschen für die Fläschchen inzwischen so ausgeleiert, dass sie immer wieder herausfallen. Aber so richtig optimal ist der neue Gürtel auch nicht, denn er rutscht ziemlich um meine schmale Hüfte. Aber zumindest ist er angenehm weich.

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Der Blick vom Galgenkopf ins Tal ist natürlich grandios. Bei noch tief stehender Sonne bieten sich wieder schöne Schattenspiele auf den Wiesen und Feldern, die wir heute zum Teil erstmals durchqueren.

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Auch der Weg zum Naumet, dem Ort der keltischen Fliehburg über Waldrach, ist an diesem Tag anders als gewohnt. Zumal wir hier die Traumschleifen-Route für einen Kilometer verlieren und uns so den Weg hinab in den Ort und wieder hinauf zumindest zur Hälfte ersparen. Der Blick auf das Ruwertal ist aber wie immer beeindruckend.

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Über Trier-Filsch geht es dann auf dem Weg des Saar-Hunsrück-Steigs zurück nach Olewig. Auch die 400 Jahre alte Eiche wird dabei nicht ausgespart. Auf dem Trail durch den Wald liegen bereits reichlich Blätter. Der Nachtfrost der vergangenen Tage hat die biologische Uhr der Bäume eindeutig auf Herbst gedreht. An jedem Tag wird die Natur nun bunter.

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Als wir nach exakt 20 Kilometern wieder am Sportplatz ankommen, verabschieden sich Christoph und Dominik gut gelaunt. Da André wegen eines leichten Infekts heute nicht mitläuft, muss ich die 30 alleine voll machen. Dazu eine klassische Morgenrunde zu den Mattheiser Weihern und das Tiergartental.

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Viele Wanderer und Läufer sind inzwischen auf den Beinen. Über deren Gesichtsausdrücke und Körperhaltungen ließe sich ein eigener Beitrag schreiben. Die meisten sind zumindest freundlich und gut gelaunt. Dazu gehören gleich zwei ehemalige Dezernenten …

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Drei Stunden, 31 Kilometer und 650 Höhenmeter – das sind am Ende die Eckdaten dieses schönen Herbstlaufes. Nun noch ein langer Lauf am kommenden Samstag, dann beginnt schon die Taperingphase vor dem Marathon. Aber davor geht es in der kommenden Woche nochmal etwas intensiver zur Sache. Vo nix kommd hald nix! So heißt es in meiner unterfränkischen Heimat.

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10 Gedanken zu “Galgenkopf plus elf

  1. Na, das war doch mal wieder eine wunderschöne Runde am frühen Morgen. Wenn ich’s nicht längst wüsste, würde ich sagen: „Mensch, ist das schön hier in Trier!“

    Nur noch ein „Langer“ … und dann … Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht!

    Liebe Grüße,
    Anne

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    • Sorry, dass es so lange bis zu einer Antwort gedauert hat. Irgendwie ist alles im Moment ziemlich viel. Und der Dienst am Sonntag ließ auch keine Luft.

      Der Lauf am Samstag war wirklich wieder ein Mosaikstein mehr im Gesamtkunstwerk Trier. 🙂

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  2. Lieber Rainer,
    puh, eine Steigung bei der sogar ihr ein paar Schritte geht??? 😯
    Da hätte ich wohl das Kletterseil ausgepackt und wäre ohne Sicherung keinen Meter weiter gekommen! 😉

    Schöne Runde – nur… ist es wirklich schon so nah an deinem Marathon? Weil dann komm ich ja noch früher dran! Oha! 😮

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    • Liebe Doris,

      ganz so steil war es nicht. 😉 Aber um durchzulaufen wäre es schon sehr anstrengend gewesen. Und ich wollte ja noch 25 Kilometer mehr auf dne Tacho bekommen. 😉

      Mit unseren Läufen wird es nun ernst. Mla sehen …

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  3. Lieber Rainer,
    eine schöne Runde seid ihr da gelaufen. Die Steigung – puuuuh!
    Frankfurt ist nicht mehr weit – Du scheinst aber gut im Plan zu liegen. Hauptsache die Leiste hält!!!
    Liebe Grüße
    Bianca

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  4. Lieber Rainer,

    wie immer ambitioniert bei besten Bedingungen unterwegs. Ich wünsche Dir das Allerbeste für das Unternehmen sub-3.
    Die Bilder zeigen den angekommenen Herbst sehr gut, da macht das Laufen gleich doppelt so viel Spaß.

    Salut

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  5. Lieber Rainer,

    herrliche Bilder hast Du uns von Euer Samstagslauf wieder mal mitgebracht. Die Gegend um Trier ist wirklich wunderschön! 🙂

    Gibt es das tatsächlich – neue Runden bei Euch? Seid Ihr noch nicht überall schon gelaufen… 😉
    Also, so einen Trinkgurt habe ich noch nie ausprobiert. Beim Laufen stelle ich sie mir aber ungeschickt vor – rutschen die nicht alle? Da bleibe ich lieber bei meinem Camelbak 😉

    Ich wünsche Dir eine schöne Woche, und dass sich die Leiste noch ruhig verhält!!

    Liebe Grüße Anna

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    • Liebe Anna,

      ja, wir finden tatsächlich immer wieder neue Wege. Zwar passiert das nicht mehr so oft wie früher. 😉

      Der Trinkrucksack ist definitiv die bessere Lösung. Dessen bin ich mir inzwischen auch sicher.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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