Gelbe Gefahr

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In Frankreich warten wunderbare Landschaften darauf, erkundet zu werden. Zum Beispiel in der Auvergne, wo Vulkane Ursprung nicht nur für berühmte Mineralwasser sind. Die herbe Mittelgebirgslandschaft mit ausgedehnten Hochebenen, Kratern und steilen Gipfelanstiegen ist ein Paradies für Wanderer und Läufer.
Wer ausgewiesene Wege und Pfade allerdings im Laufschritt erobern will, sollte über eine gute Kondition verfügen und nicht ohne ausreichend Flüssignahrung losziehen. In der Region Puy-de-Dôme zum Beispiel, wo die Stauseen mächtig und die Bevölkerungsdichte gering sind, wird er dann immer wieder auf gelbe Markierungen und Pfeile treffen, die allenthalben den Weg über besonders schöne Trailpfade weisen.

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Eine gewisse Zurückhaltung ist dabei allerdings geboten. Denn früher oder später – aber hoffentlich rechtzeitig – wird der Läufer in einem Örtchen oder auf einem Parkplatz auf ein Plakat treffen, das den Ursprung der Wegweiser erklärt: Es war ein Ultratrail mit bis zu 102 Kilometern Länge, für den die Strecke gelb markiert war …
Gut also, dass sich die Natur auch in kürzeren Etappen erkunden lässt. Und wenn dann die Füße zur Abkühlung in einem Kratersee baumeln, ist das Leben schön. Fast so schön wie Zuhause in der Vulkaneifel.

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12 Gedanken zu “Gelbe Gefahr

  1. “ Fast so schön wie Zuhause in der Vulkaneifel.“ – da ist aber einer froh, wieder die Füße über heimatliche Pfade führen und unter den häuslichen Tisch stellen zu können! 😆

    Ich stell mir gerade vor, wie jemand stur den gelben Pfaden folgt (wie einem Navi im Auto) und dann irgendwo JWD landet 🙄 Obwohl: Wäre der Ultra nicht eine hübsche Herausforderung für dich? 😉

    Liebe Grüße,
    Anne

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    • Der Satz war natürlich auch für die Leser in der Heimat gedacht. Aber im Grunde gibt es bei den jungen Vulkanen der Auvergne und denen der Vulkaneifel doch viel Ähnlichkeiten. 🙂

      Der Ultra? Nicht für diese Distanz. Und schon gar nicht bei der Hitze 😉

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  2. Lieber Rainer,

    102 km. Ja und? Du hattest doch Urlaub und somit Zeit! 😉

    Aber im Ernst, eine Fehldeutung hätte da schon fatal enden können. Auf der anderen Seite, umdrehen geht immer.

    Das letzte Bild sieht jetzt schon nicht mehr so nach Trierer Umland aus 🙂

    Liebe Grüße
    Volker

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    • Lieber Volker,

      schön, wenn Du mir so etwas zutraust. Aber ich konnte mich noch im Zaum halten … 😉

      Die Auvergne hat tatsächlich reichlich Ecken, in denen eine Nähe zu Trier nicht zu erkennen ist. Demnächst folgen die Beweise dafür.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  3. Dahäm ist doch dahäm, und irgendwie sieht der Wald auch nicht viel anders aus, als bei dir, mal abgesehen von den gelben Pfeilen, ich weiß nur, dass es in Frankreich keine Wanderwege gibt so wie in Deutschland, ganz abgesehen davon, dass sie nicht gekennzeichnet sind wir hier bei uns, aber du hast dich Dank der Läufer zurechtgefunden, nur das zählt.

    Vive la France !! 😎

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    • Die in der Regel sehr gute Wegführung in der Heimat hat schon etwas für sich. In Frankreich ist es immer sinnvoll, eine topografische Karte mitzuführen. Aber auch das hat seinen Reiz. 🙂

      Vive la France!

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  4. Solche „temporäre“ Markierungen sind immer mit Vorsicht zu genießen… Am besten man vertraut Karten und fixe Schilder – so auch hier in den Bergen 😉

    In eine sehr schöne Gegend habt Ihr Euer Urlaub verbracht!! Das letzte Bild ist ja wirklich Traumhaft!! 🙂

    Liebe Grüße Anna

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    • Liebe Anna,

      in Frankreich sind in vielen Regionen die Wege nicht so gut markiert, wie in Österreich oder Deutschland. Lediglich die Weitwandanderwege sind einigermaßen gut markiert. Wer deshalb kleinere Runden läuft, die nicht als touristische Wanderrouten gelten, sollte tatsächlich nicht ohne Karte unterwegs sein. Aber so ist es letztlich ja auch bei uns. 😉

      Der Lac Pavin ist angeblich der schönste Kratersee in der Auvergne. Er ist kreisrund und hat eine tolle Farbe, erinnert aber sehr an die Maare in der Vulkaneifel. Ist ja auch kein Wunder. Sie sind in derselben Zeit entstanden: vor knapp 10 000 Jahren.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  5. Irgendwo in der Weltgeschichte rum sitzen und die Beine im erfrischenden Wasser baumeln lassen und … an zu Hause denken?
    Das passiert wohl wenn man in einer so schönen Landschaft zu Hause ist wie unsereins 🙂
    Ich wäre wohl der gelben Gefahr gefolgt, ich habe es ja nicht so mit Karten lesen 😆
    Aber ich denke ich wäre rechtzeitig umgekehrt.
    102 km schaffe ich, aber nur mit dem Rad.
    Liebe Grüße
    Helge

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    • Manchmal muss man reisen, um festzustellen, wie schön es Zuhause ist. 😉

      Bei mir ist das nicht so. Aber ich fand die Ähnlichkeit schon verblüffend.

      Bei der Route wärst Du allerdings nur mit dem Mountainbike und extrem guter Kondition über die 102 Kilometer gekommen. Aber vermutlich würdest Du das tatsächlich schaffen. Die Auvergne ist für Radsportler ein Paradies. 🙂

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  6. Lieber Rainer,
    dazu fällt mir nur ein: „follow the signs“… 😉
    Natürlich immer gut zu wissen, wohin die Zeichen führen (und wie weit!) 🙂

    Ach was gibt es für hübsche Flecken auf dieser Erde…. ich sollte mal wieder in Urlaub fahren! 😀

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