Landesgartenschau Landau

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Ich hatte versprochen, von der Landesgartenschau in Landau zu berichten. Heute ist dafür Platz, denn es ist mein läuferischer Ruhetag in dieser Woche. Allzu lang soll der Text aber nicht werden. Dafür gibt es etwas mehr Bilder. die sagen eh mehr als Worte.

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Wie ist sie also, diese 27 Hektar große Schau auf dem Gelände einer ehemaligen Kaserne? Vom Konzept erinnert sie sehr an die Gartenschau in Trier, bei der auch ein ehemaliges Kasernenareal komplett verändert wurde. Anders als in Trier ist das Areal in dem 45000 Seelen zählenden Städtchen in der Südpfalz aber flach, was ihm einigen Reiz nimmt.

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Und wie in Trier ist deutlich zu erkennen, welcher Teil der Schau später als Grünzug oder Parkgelände erhalten werden soll. Mehr als die Hälfte der Fläche ist eher provisorisch hergerichtet.

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Die Infrastruktur ist prima. Wer aber zu den Sport- und Spielflächen will und nicht zu gut zu Fuß ist, sollte die regelmäßig über das Gelände fahrenden Shuttles nutzen. Bollerwagen für  die Vermeidung nörgelnder Kinder gibt es natürlich auch.

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Eine Blümchenschau ist es in Landau nicht. Das diesbezügliche Ausstellungsangebot hält sich wohltuend im Rahmen. Und zu den Muster-Kleingärten und dem Friedhofskulturbereich kann ich nichts sagen. Die habe ich gemieden.

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Wie in Trier stehen auf dem Gelände auch Musterhäuser, die zum Teil bereits bewohnt sind. In Trier waren allerdings Generationenwohnen und „Wohnen und Arbeiten“ die Themen. Moderner Geschosswohnungsbau scheint in Landau das Thema zu sein.

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Der Blick in den bereits angeblich bewohnten Bereich – wir haben tatsächlich zwei ältere Herrschaften gesehen, die dort auf Gartenstühlen die Sonne genossen – lässt mich aber zweifeln, ob so etwas mehr als architektonische Ästhetik ist. Familien mit Kindern werden hier wohl eher nicht erwünscht sein.

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Am meisten beeindruckt – das mag ein wenig fies sein – hat mir der Blick vom 25 Meter hohen Aussichtsturm … auf das Gelände außerhalb des Ausstellungsareals. Wo vor Jahrzehnten vermutlich Soldaten den Krieg probten, hat sich die Natur machtvoll zurückgeholt, was ihr gehörte.

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Lohnt sich also ein Buch der Landesgartenschau in Landau? Interessant ist sie, vor allem, wenn ein Vergleich zu anderen Schauen wie in Trier oder Koblenz möglich ist. Mir hat allerdings der eine Besuchstag genügt. Vielleicht wäre es anders gewesen, wenn auf einer der drei Bühnen an diesem Tag etwas geboten worden wäre.

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8 Gedanken zu “Landesgartenschau Landau

  1. Noch seh ich da mehr Kunst, Krempel (die gehäkelte Biene Maja …. 😆 ) und Architektur als Blumen … 😉 Ich glaub, meine Zeit investiere ich lieber in meine private Gartenschau – nur 300 qm, aber kurze „Anreise“ und Eintritt frei, dafür muss ich allerdings „ein bisschen“ mithelfen, damit es nicht nur ein Natur-, sondern auch ein Kulturgarten bleibt. 😉

    Liebe Güße,
    Anne

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  2. Na, lieber Rainer, da kommt die Landesgartenschau ja nicht so gut weg bei Dir. Wenn man aber auch den direkten Vergleich mit einer sehr gelungenen hat, ist es für die neue sicher auch schwierig.

    Übrigens, für mich gehören viele Blumen schon zu einer Landesgartenschau 🙂

    Liebe Grüße
    Volker

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    • Na ja, als Journalist sollte man doch ehrlich sein. Sonst natürlich auch 😉

      Aber Trier und Koblenz waren tatsächlich interessanter, wobei Koblenz natürlich eine Bundesgartenschau war.

      Blumen gab es ja auch. Vor allem viele Wildblumen. Und in einer Halle habe ich sogar Orchideen gesehen. Aber da ich die in der gezüchteten Form nicht sehr mag, gibt’s davon auch keine Fotos 😉

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  3. Lieber Rainer,

    viele Eindrücke von der Landesgartenschau… mir gefallen die Bilder gut, ich mag solche Veranstaltungen. Gut mir fehlt der direkte Vergleich zu der aus Trier, aber zu schauen gibt es auch in Landau sicher genug! 🙂
    Obwohl – wenn ich ehrlich bin, dieses Bild von „außerhalb“… das hat schon was sehr beeindruckendes!

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    • Liebe Doris,

      die Fotos sollen einen Überblick zu der Veranstaltung geben. Zu sehen und zu diskutieren gibt es da genug. Deshalb bereue ich es auch nicht, dass wir uns das angesehen haben. 🙂

      Die Wildnis außerhalb war tatsächlich beeindruckend. Gerne würde ich mehr darüber erfahren, was dort geplant ist.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  4. Lieber Rainer,

    danke für die Eindrücke. Ich bin jetzt keine begeisterte Gartenschau-Besucherin, war aber im letzten Jahr in Zülpich, da das in der Gegend meiner alten Heimat ist und ich den See, der „umgebaut“ wurde, sehr gut von meiner Kindheit kenne.

    Ähnlich aber auch wie hier in Leverkusen der Neulandpark profitieren die Gelände meist langfristig von der Veränderung – von daher find ich datt juht! Würde aber ähnlich wie Anne lieber in den eigenen Garten gehen, hätte ich denn einen. 🙂

    Gruß
    Anja

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    • Liebe Anja,

      natürlich werden das Gelände und die Stadt Landau von der Gartenschau profitieren. So ist es zum Glück seit einigen Jahren. Mit der Schau wird auch die Infrastruktur für ein bislang brach liegendes Gelände geschaffen.

      Ob ich hier dann wirklich leben wollte, weiß ich aber nicht. Die Mehrfamilienhäuser haben mich nicht wirklich beeindruckt. Lediglich das mit den verschobenen Stockwerken ist wirklich interessant.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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