Blutiger Endspurt

Allen, die sich mit ein wenig Schadenfreude an meinen schweißtriefenden und leidvollen Beiträgen ergötzt haben, die meine Vorbereitung auf den  Düsseldorf-Marathon illustriert haben, muss ich eine schlechte Nachricht überbringen: Heute habe ich die letzte wirklich anstrengende Einheit absolviert. Zwar gab es als Krönung noch ein wenig Blut im Schuh. Aber das habe ich erst zuhause gemerkt, als die 14 flotten Kilometer und das Drumherum erledigt waren. Fußnagelpflege ist ein Thema, das hier nicht weiter vertieft werden soll.

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Viel schlimmer als der Anblick blutverkrusteter Zehen war die Nachricht von meinem Laufpartner Dominik am frühen Morgen: Jetzt hat ihn die Seuche erwischt. Halsschmerzen, Schnupfen und das ganze Programm. Hoffentlich berücksichtigt er meinen Rat, sofort den Sport sein zu lassen, um den Start am 26. April nicht zu gefährden. Auf 42 schnelle Kilometer ohne motivierende Begleitung habe ich wirklich nur bedingt Lust. Vor allem aber wäre es für ihn wirklich schade, wenn der ganze Vorbereitungswahnsinn für die Katz wäre.

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So bin ich also heute alleine zu den vorerst letzten langen Geraden an der Mosel angetreten. Zum letzten Mal lange Geraden – das zumindest ist ein Grund zum Feiern! Einen gesteigerten Lauf hatte Coach Jens fieser Weise als letzte intensive Einheit in den Trainingsplan notiert. 14 Kilometer von 4:20 bis 3:50 min/km. Ich habe mir die Einteilung 2 (4:20) – 5 (4:10) – 5 (4:00) – 2 (3:50) vorgenommen. Bis Kilometer zwölf hat das auch dank einiger mentaler Kniffe gut geklappt. Allerdings war dann die Luft für eine nochmalige Temposteigerung weg. Das lag aber auch daran, dass ich mir selbst klar gemacht habe, dass ich mir das einfach nicht mehr antun will …

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Damit ist der Kern von bislang 13 Wochen intensiver Vorbereitung absolviert. Na gut, bei mir waren es wegen dieser blöden Erkältung nur 12 Wochen. Da darf ich mir doch das virtuelle Bussi einer hübschen Frau gönnen, oder?

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Ab jetzt ist Tapering angesagt.  Und dann kommt das Finale!

 

 

20 Gedanken zu “Blutiger Endspurt

  1. Ihr Beide,

    habt aber auch echt Pech. Erst Du und nun Dominik.
    Gestern hat er sich noch den Domherrenwald gegeben und heute das.
    Aber geteiltes Leid…
    Du hast Dir die Ruhe vor dem Sturm redlich verdient.
    Dominik nun gezwungenermaßen.
    Drücke dem Team ganz feste die Däumchen!

    LG Marion 🙂

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    • Liebe Marion,

      irgendwie scheint die Vorbereitung gegen Ende etwas verhext zu sein. Ich hoffe sehr, dass Dominik das schnell übersteht. Es wäre wirklich schade, wenn so eine Erkältung noch einen Strich durch die Rechnung machen würde.

      Daumendrücken ist also ausdrücklich erlaubt!

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  2. Also wenn Du möchtest kann ich Dich gerne auf ein paar weitere lange Geraden einladen, lieber Rainer :mrgreen:

    Ich freue mich, dass die harte Trainingszeit für Dich nun vorbei ist. Erhole Dich gut. Ich drücke Dominik und somit auch Dir die Daumen, dass er nächstes Wochenende wieder einsatzfähig ist.

    Und lass es Dir gesagt sein: Karin ist doch wesentlich symphatischer als dieses etwas künstliche, unterkühlte, gräuliche Wesen 😀

    Liebe Grüße
    Volker

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    • Lieber Volker,

      in Deiner Gesellschaft lassen sich auch weitere lange Geraden sicher gut überstehen. Dann aber bitte nur im Plaudertempo. 😉

      Danke fürs Daumendrücken. Das kann vor allem mein angeschlagener Laufpartner gut gebrauchen.

      Karin war leider gerade nicht in der Nähe 😉 Es war ja auch als optische Spielerei gedacht. Gar nicht sooo schlecht, oder?

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  3. Lieber Rainer,
    ergötzt???? Niemals nicht!
    dann schon eher mitgelitten!!! 😉

    Dann gratuliere ich dir jetzt erstmal zum letzten Tempolauf, drück Dominik die Daumen, dass er sich rasch erholt und ihr nächste Woche dann gemeinsam an den Start gehen könnt! 🙂
    Die „große“ Gratulation kommt dann nach Düsseldorf! 😀

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    • Liebe Doris,

      na gut, mitgelitten ist vielleicht die bessere Wortwahl 😉

      Dominik kann jede mentale Unterstützung sicher gut gebrauchen. Aber wenn er vernünftig ist, dürfte er rechtzeitig wieder gesund sein.

      Gratulation nach Düsseldorf, ja 🙂 sogar persönlich 😀

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  4. 13 Wochen intensive Arbeit und Verzicht
    da kann ich deine momentane Erleichterung gut verstehen
    den anstrengenden Ablauf weniger
    aber du hast dir ein ehrgeiziges Ziel gesetzt
    das du in Kürze erreichen möchtest
    jetzt musst du dir “ nur “ noch die Belohnung erlaufen !

    Gute Erholung vor dem entscheidenden Ritt 😎

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  5. Lieber Rainer,

    Du strahlst richtig!! 🙂 Die 13 Wochen hast Du gut gekämpft, wir haben uns mit Dir gefreut und wir haben mit Dir gelitten aber ergötzt – niemals!!
    Du kannst auf jeden Fall stolz auf Dich sein!!

    Ich wünsche Dir angenehmes Tapering und ich drücke Dir und Dominik fest die Daumen, dass Ihr beide gemeinsam fit und gesund am Start stehen können!!

    Liebe Grüße Anna

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    • Liebe Anna,

      vielen Dank. Zum Glück scheint es bei Dominik „nur“ eine allergische Reaktion zu sein. Er war am Mittwoch Abend im Wald unterwegs.

      Ich bin schon erleichtert, dass diese harten Trainingseinheiten nun erst einmal bewältigt sind. Vermutlich werde ich sie aber auch ein wenig vermissen. So bin ich halt gestrickt 🙄

      Aber jetzt zählt das Kraft sammeln bis zum nächsten Sonntag. Gelaufen wird dabei noch immer, aber nicht so schnell. 😉

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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    • Danke Steve,

      gut zu wissen, dass Du meine Lauferei im Blick hast. Du darfst nun ja auch wieder in die Höhe. Darum beneide ich Dich und Anna und alle, die in den Bergen unterwegs sein können. Aber das ist eine andere Geschichte 😉

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  6. Lieber Rainer,

    spätestens jetzt ist es klar, Du musst ein Masochist sein…blutige Füße 😀

    Ich wünsch Dir nun eine ordentliche Tapiren-Phase und dann genügend Power für den Marathon, die Daumen sind gedrückt.

    Salut

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    • Danke Christian,

      jetzt habe ich mich verraten. Die Vermutung wurde ja in der Vergangenheit schon mehrfach geäußert. Na ja … 😉

      Die Taperingphase ist nun relativ kurz. Sonst habe ich immer zwei Wochen vor dem Marathon zurückgesteckt. In diesem Fall mache ich drei Wochen mit einer intensiven Woche Pause von der Pause. Ich bin gespannt.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  7. Ich für meinen Teil hab mich nicht ergötzt. sondern immer tief beeindruckt aus der Wäsche geguckt und mich gefragt, wie man bei so einer Schinderei bloss noch so fröhlich aussehen kann 😉

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