Selbst schuld

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Von der Konrad-Adenauer-Brücke bis zur Kaimauer von Pfalzel sind es genau 8 Kilometer. Wer regelmäßig in den vergangenen Wochen hier mitgelesen hat wird nun richtig vermuten, woher ich das weiß: Der Tempodauerlauf über 16 Kilometer stand an.

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Nachdem heute der Hals wieder beschwerdefrei war und so auch den ruhigen 17er von gestern nicht übel genommen hat, habe ich es gewagt, mich zu plagen. Die meisten Fotos  zu diesem Beitrag stammen von gestern, als ich ein wenig auf der Suche nach Farben war.

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Heute war dafür keine Zeit, lautete die Vorgabe von Coach Jens doch Tempo 4:10 min/km. Das ist vier Sekunden schneller als das angepeilte Marathontempo. Hölle auch, wie ich das über 42 Kilometer einigermaßen durchhalten soll, ich mir auch drei Wochen vor  dem Düsseldorf-Marathon ein Rätsel.

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Aber dann werde ich ausgeruht und aufgeregt sein. Ein ordentliches Maß Gruppenzwang dazu, dann wird es vielleicht klappen. Aber niemals alleine.

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Wie schwer es ist, so ein strammes Tempo solo zu halten, durfte ich auch an diesem Karfreitag erleben. Dominik hat den Tempolauf schon gestern alleine abgespult, weil er heute keine Zeit hat. Ihm fiel es bestimmt leichter als mir.

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Eine kleine Aufmunterung, leider bei mir schon auf Kilometer 4, war die Begegnung mit Christoph, Frank und Marc, die heute ihren langen Lauf von Speicher nach Trier gemacht haben. Mit dem Zug in die Eifel und an Kyll und Mosel zurück nach Trier. 34 Kilometer, die sie ganz offensichtlich locker gemeistert haben.

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Ich werde dann am Samstag bei nicht mehr so gutem Wetter gemeinsam mit Dominik an der Ruwer einen 32er abspulen, sicher entspannter als den Lauf heute, als ich wieder mehrfach infrage gestellt habe, welchen Sinn dieses Rennerei hat.

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Da half auch der psychologische Trick wenig, etwas zum Trinken mitzunehmen. Na ja, ein wenig hat es vielleicht doch geholfen. Und als dann auf dem Rückweg die erste Brücke in den Blick kam, war klar, dass ich auch diesen Lauf durchstehen würde.

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Wenn ich Straka glaube, habe ich einen Durchschnitt von 4:11 min/km geschafft. Das ist in Ordnung und schneller, als ich unterwegs geglaubt hatte. Da habe ich mich zeitweise schon ein wenig langsamer gewährt und überwiegend die 4:15 auf dem Uhrendisplay wahrgenommen.

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Egal, jedenfalls war ich nach dem Lauf ordentlich kaputt. Da klappte nicht einmal mehr das ansonsten routinierte Selbstbildnis … Aber ich bin ja selbst schuld!

22 Gedanken zu “Selbst schuld

  1. Lieber Rainer, spätestens Ende April wirst du wissen, welchen Sinn all das gehabt hat! Und bis dahin hältst du durch. Dafür verzichten wir schweren Herzens auch auf deine Selbstbildnisse. Und du auf deine langen Läufe mit den Olewiger „Jungs“.

    Speicher – Trier sind also 34 km – merk ich mir mal. Die Idee, mit dem Zug rauszufahren und zurückzulaufen, setze ich viel zu selten in die Tat um.

    Liebe Grüße,
    Anne

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    • Liebe Anne,

      keine Sorge, es gibt ja noch ausreichend Läufe, die entspannter sind. Morgen wird das mit dem Selbstbildnis sicher wieder funktionieren, wobei ich manchmal eher das Gefühl habe, dass ich es damit übertreibe.

      Der Verzicht auf den langen Lauf war sicher heute eine Ausnahme. Aber weil das Intervalltraining ausfallen musste, war mir der Tempodauerlauf heute einfach wichtig, um nicht zu viel einzubüßen. 😉

      Erst mit der Bahn zu fahren und dann nach Trier zu laufen, ist sicher keine schlechte Sache. So bleiben einem Wendepunkte erpart.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  2. Super Rainer, dass Dein Lauf so toll geklappt hat und vor allem, dass das Kratzen im Hals wieder verschwunden ist. Einen Infekt so kurz vor Schluss können wir jetzt gar ncht brauchen. DURCHHALTEN JUNGS; IHR MACHT DAS SPITZE!!!

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    • Hallo Coach,

      danke für die aufbauenden Worte. Die tun gut. Jetzt ist es ja nicht mehr lang. Wir werden DURCHHALTEN und hoffentlich den Lohn bekommen für all die Anstrengungen. 😉

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  3. Lieber Rainer,

    hier wird nicht in Selbstmitleid gebadet, hier wird trainiert. In drei Wochen, wenn Du Dein Ziel erreicht hast und Du stolz wie Bolle sein wist, ist die Plaggerei alle vergessen. Du ziehst das Ding durch, Du schaffst das. Ich find irre wie Du das durchziehst!

    Auf das Selbstbildnis in D-dorf im Ziel wollen wir aber nicht verzichten! 😀

    Liebe Grüße
    Volker

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    • Du hat leicht schreiben … 👿 Zu viel Selbstmitleid? So war das nicht gedacht 😉

      Das Selbstportrait aus dem Zielbereich in Düsseldorf wird es geben, wie immer das auch aussehen mag. 🙄

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  4. Lieber Rainer,
    naja, ein klein wenig kopflos wirkst du schon auf dem letzten Bild, aber ich bin mir sicher, das gibt sich nach Düsseldorf wieder! 😉
    Ansonsten – Gratulation, wieder einen Tempolauf abgehakt – viele können da jetzt ja nicht mehr kommen! 😀

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    • Hallo Doris,

      kopflos war ich eigentlich nicht, nur ein wenig erschöpft. Aber das muss wohl so sein. 😉

      Einige Tempoläufe wird es sicher noch geben. Aber zu viele können es nicht mehr sein, da hast Du wohl recht.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  5. Lieber Rainer,

    bei den wenigen Trainingsplänen, die ich in meinem Läuferdasein absolivert hab, hab mich vor den ebenfalls wenigen Wettkämpfen auch oft gefragt, wie ich das wohl durchhalten soll. Und siehe da.. es klappt. Die Erfahrung hast du ja auch und so wirds wohl auch kommen. Ok.. eine 4 war da bei mir nie im Spiel. 🙂

    Gruß
    Anja

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    • Liebe Anja,

      dann kannst Du ja prima nachvollziehen, wie es mir manchmal geht. Aber ich mache daraus ja auch kein Geheimnis. 😉

      Wie schnell es beim Training zugeht, ist individuell. Die Anstrengung ist aber nicht geringer.

      LIebe Grüße
      Rainer 😎

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  6. Lieber Rainer,
    Du hast Recht, das mit dem Selbstportrait am Ende ist Dir tatsächlich noch nie so misslungen. Ich erkenn‘ Dich gar nicht wieder. 😀
    Tempolauf erledigt für diese Woche. Topp! Düsseldorf wird super!
    Ich gebe heute meiner Freundin Unterstützung beim Osterlauf in Paderborn. Ihr erster Lauf dort. Und ich sehe dort die Mocki ins Ziel laufen. *freu*
    Der einzige Vorteil daran, dass ich nicht mitlaufen werde.
    Liebe Grüße
    Bianca

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    • Liebe Bianca,

      viel Spaß beim Anfeuern. Das Wetter ist so, dass jeder Fan an der Strecke zählt. Ich hoffe, Mocki enttäuscht Dich nicht. Sie ist auch nur eine kleine und schlanke Läuferin. Sehr schnell halt. Ich habe sie schon zweimal in Trier beim Silvesterlauf erlebt. Eine sehr umgängliche Frau. So wie es die meisten Läuferinnen und Läufer eben sind. 😉

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  7. Lieber Rainer,

    die Bilder passen leider sie so gar nicht zum Text dazu… 😉 aber sie sind wirklich sehr schön!! 🙂

    Hier bei uns ist alles wieder weiß, wie im tiefsten Winter… was sich nächste Woche hoffentlich ändern wird wenn die Sonne wieder in den Bergen zurück kehrt!

    Tja, welche Sinn hat dieses Rennerei – ich sage wie Anna, spätestens Ende Monat wirst Du es wissen 😉

    Liebe Grüße Anna

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    • Liebe Anna,

      zu Euch ist der Winter zurückgekehrt. Du kannst das doch auch positiv sehen und einfach noch ein paar schöne Skitage erleben. So würde ich das jedenfalls machen 😉

      Hier in Trier sind die Temperaturen auch spätwinterlich. Aber der Frühling hat sich schon durchgesetzt. 😀

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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      • Hier muss man um diese Zeit immer noch mit Winter rechnen!! 😉 Leider waren die Bedingungen in der vergangene Woche nicht gerade einladend – Sturm, Schneefall und Nebel haben sich abgewechselt… 😦 In der kommenden Woche soll es noch einmal schön werden, dann werden wir hoffentlich auch ein paar letzte Male auf die Ski vor die Saison endgültig vorbei ist 🙂

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