Höhenmeter im Meulenwald

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Der Bendersbachtallauf in Föhren gehört zu den schönsten organisierten Veranstaltungen in der Region Trier. Es ist ein Freundschaftslauf ohne Zeitnahme durch den wunderbaren Meulenwald. Allerdings bedauere ich auch in jedem Jahr, dass er einfach zu früh stattfindet. Denn vier Wochen später wäre der Wald grün, die Wiesen noch grüner und auch bunter. Aber dann wäre es terminlich kein so gut passender Vorbereitungslauf auf einen Frühjahrsmarathon. Und so nehme ich mir wie in jedem Jahr ebenso wie einige andere der 250 Teilnehmer vor, im Frühjahr oder Sommer die Strecke nochmal abzulaufen.

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Gut 25 Kilometer mit 550 Höhenmetern bietet die längste Variante. Wer sich das nicht antun will, hat noch 15 Kilometer (414 Höhenmeter) und 11 Kilometer (292) zur Auswahl. Für Walker gibt’s auch 7,8 profilierte Kilometer.

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Alle Strecken sind bestens ausgewiesen von Wolfram Braun und seinem Team von der LG Meulenwald.  Er führt natürlich auch an diesem Samstag beim Start an der alten Weinkelter in Föhren die Regie.

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Starten müssen die Teilnehmer aus der Region, darunter auch acht wackere Läuferinnen und Läufer aus Olewig, in diesem Jahr in die Gegenrichtung. Grund ist eine organisatorische Panne, die hier nicht näher thematisiert werden soll. Der gut gelaunten Joggerschar beschert das jedenfalls einen im wahrsten Sinne des Wortes mächtigen Einstieg bzw. Anstieg, der den Atem nimmt und viele Gespräche verstummen lässt.

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Erst nach sieben Kilometern geht es auf die traditionelle Strecke, die eine gute Mischung zwischen asphaltierten und naturbelassenen Wegen bietet. Mit Christoph, Dominik und Marc bin ich auf der langen Runde unterwegs. Wir vier werden auch in vier Wochen den Marathon in Düsseldorf laufen, dort allerdings zwei Pärchen bilden mit unterschiedlichen Zielzeiten.

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Der Bendersbachtallauf mit seinen vielen und langen Steigungen ist da natürlich ein guter Gradmesser für die Fitness. Motivierende Sprüche an zwei besonders harten Anstiegen lassen schmunzeln.

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Kurzer Stopp am Verpflegungspunkt an der Friedhofsmauer in Heckenmünster bei Kilometer 15. Dann folgt die wahre Herausforderung zum Quellenheiligtum hinauf und noch ein ganzes Stück weiter bergan. „Nicht die Strecke tötet, sondern das Tempo …“  Ich freue mich schon auf die Intervalle in der kommenden Woche …

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Inzwischen hat feiner Regen eingesetzt, der Wind ist stärker geworden. Für Brillenträger ist das nicht unbedingt von Vorteil. Aber der berüchtigte Geröllweg vier Kilometer vor dem Ziel ist – vermutlich dank umfassender Forst- und Rückearbeiten – zum Glück in diesem Jahr nicht so schlimm. Vor drei Jahren gab es hier etliche Stürze. Meine mehr oder weniger elegante Rolle über die Schulter ist mir noch gut im Gedächtnis.

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Christoph, unser Lauftreffcoach aus Olewig, bekommt die dritte Luft, als wir am letzten Verpflegungspunkt gemeinsam mit anderen Läufern das restliche Stück Strecke in Angriff nehmen. Ganz Leitwolf, zieht er los, als gehe es um den Sieg in seiner Altersklasse. „Es lief plötzlich so gut“, sagt er 15 Minuten später, als er uns am Volksfreund-Zielbogen erwartet. Dass er noch die weiteren 5 Kilometer anhängen würde, die Dominik und ich auf dem Plan haben, damit hatten wir allerdings nicht gerechnet.

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Wir laufen also am Schloss vorbei in den idyllischen Wald, knapp 2,5 Kilometer, dann wieder zurück. Fast von selbst wird dabei unser Tempo – jetzt sind wir tatsächlich als zwei Pärchen unterwegs – schneller. Den letzten Kilometer im Marathon-Wettkampftempo. Das fühlt sich nicht wirklich schwer an. Gut so! Gut aber auch, als die 30 Kilometer bewältigt sind. Denn die Oberschenkel haben während des gesamten Laufs in Katerstimmung ein wenig gemault. Der 14 Kilometer-Tempodauerlauf vom Donnerstag, vor allem aber das Maxx F-Programm mit sich anschließenden elf Kilometern am Freitag  haben doch Spuren hinterlassen.

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82 Kilometer in dieser Woche. Da dürfen die Beine sicher ein wenig schwer sein. Aber die Duschen sind heiß und das Angebot am Salat- und Kuchenbüffet in der Sporthalle ist üppig. Eine schöne Veranstaltung. Danke an Wolfram und sein Team. Wir werden uns am 2. Mai beim Freundschaftslauf in Olewig gerne revanchieren.

15 Gedanken zu “Höhenmeter im Meulenwald

  1. Hi, Rainer, solange du noch so lachen kannst wie auf den Fotos, ist alles gut. Wenn du weiter so machst, ist nichts mehr an dir dran, aber bei deinen Zielen ist jedes Pfund unnötiger Ballast !! 82 Kilometer habe ich auch in dieser Woche, allerdings in wesentlich gemütlicherem Tempo !!

    Bald ist Endspurt !!!

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    • Liebe Margitta,

      ich habe nichts abgenommen in den vergangenen Wochen. Allerdings verändert sich natürlich das Erscheinungsbild. Etwas mehr Muskulatur, etwas weniger Körperfett. Aber das fühlt sich nicht schlecht an.

      Neben Jürgen sehe ich natürlich dünn aus. Aber der trägt schließlich 30 Kilo mehr als ich mit sich herum. 😉

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  2. Lieber Rainer,

    kann mich nur Margitta anschließen…iss doch mal was 😀
    Scheint ja echt ein nettes Event zu sein und v.a. die Strecke ist sehr attraktiv, wie es auf den Bildern aussieht. Und ja, das Tempo tötet… 😉

    Salut
    Christian

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    • Lieber Christian,

      ist ja interessant. Na ja, mit Pausbacken glänzt Du ja auch nicht gerade 😉

      Die Strecke ist sehr schön und anspruchsvoll. Vielleicht laufen wir die ja irgendwann mal gemeinsam … Obwohl, mit Dir würde ich vermutlich eher auf den Moselsteig gehen.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  3. Lieber Rainer,

    das hört sich nach einem schönen Lauf an – schön anstrengend (vor allem der Einstieg) aber schön und Deine Bilder bestätigen das auch! Schade nur, dass das Wetter nicht so mitgespielt hat.

    82 Kilometer in eine Woche – davon kann ich im Moment nur träumen… Das geht sich zeitlich neben Familie und Arbeit zurzeit unmöglich aus.
    Ich denke da dürfen die Beine auf jeden Fall ein wenig müde sein, vor allem da auch Tempo- und Intervalltraining in den 82 Kilometer einbegriffen sind und Du noch zusätzliches Training absolviert hast.

    Liebe Grüße Anna

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    • Liebe Anna,

      in den Bergen addieren sich natürlich ganz andere Höhenmeter. Aber dafür geht es weniger flott zu. Das mit dem Wetter ist zu dieser Jahreszeit eben ein Glücksspiel. Vor einem Jahr war es richtig warm. Im Jahr davor hatten wir Frost.

      Die vergangene Woche war schon ziemlich intensiv. In dieser Woche wird noch mal gesteigert. Mal sehen, wie ich das durchstehe. 😉

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  4. Das war doch mal ein guter Ausbruch aus Deinem strammen Marathontraining.

    Ins Programm hat der Lauf offensichtlich trotzdem gut gepaßt. Besser geht es doch gar nicht 🙂

    Liebe Grüße
    Volker

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  5. Lieber Rainer, ja, schade, dass der Lauf so früh im Jahr ist. Letztes Jahr hatten wir es dank des milden Frühlings schon recht grün, in diesem Jahr war ja nach deinen Fotos zu urteilen noch Winter. Ich freu mich schon drauf, die Strecke im Sommer mal abzulaufen. Diesen Sommer schaff ich das, ganz bestimmt … wenigstens einen Teil davon!

    Liebe Grüße,
    Anne

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    • Liebe Anne,

      besonders gefreut habe ich mich darüber, dass Harald Stach die lange Distanz überstanden hat. Er war zwar fertig, aber dennoch glücklich darüber.

      Ja, im Sommer, vielleicht noch einmal … Das habe ich seit fünf Jahren vor 😉

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  6. Hallo Rainer!

    Deine Berichterstattung und die Bilder vom gestrigen Bendersbachtallauf sind super. Und ich habe die Ehre, dreimal auf den Bildern zu sein. Der Lauf war sehr schön und vor allem sehr anspruchsvoll!

    Liebe Grüße
    Jürgen

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  7. Lieber Rainer,
    das ist doch mal eine nette Abwechslung in der Marathonvorbereitung. Schön, dass auch die anderen Mitstreiter mit dabei waren, so konntet ihr den langen Lauf gemeinsam durchziehen! 😀

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