Hürden

Das Training für den hoffentlich schnellen Marathon in Düsseldorf hält so manche Hürde bereit. Die Intervall-Vorgaben in dieser Woche ist wieder eine davon, die sich nicht nur im Kopf abspielt. 8 x 1000 Meter in Pace 3:45 min/km … Da steht außer Frage, dass die Strecke keinen Höhenmeter zu viel haben darf. Deshalb mache ich mich am frühen Morgen ausnahmsweise mit dem Auto auf den Weg ins Moselstadion, das natürlich noch geschlossen ist, als ich dort um 7:30 Uhr Einlass begehre.

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Da es sich aber nur um Minuten handeln kann, laufe ich zum warm werden einfach außen eine Runde um das Stadion. Und tatsächlich hat der Schlüsselmeister am Haupteingang bereits das Tor zur Tortour geöffnet. Noch drei Steigerungsläufe, um den Körper auf Betriebstemperatur zu bringen. Das wunderbare Oval der roten Tartanbahn wartet nur auf mich an diesem kühlen Morgen. Also Jacke aus, Uhr starten und ab geht die Post …

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Nach den ersten zweieinhalb Runden frage ich mich keuchend, wie ich noch sieben Kilometer in diesem Höllentempo schaffen soll. Gehen, dann traben, eine Runde, bevor es wieder losgeht. Könnte nicht nach 400 oder 600 Metern Schluss sein?!!!! Die letzte Runde tut weh. Und das wird sich wiederholen, bis – endlich – das Soll erfüllt ist. Addiert 8000 Meter, aber bitte keinen schnellen Meter mehr! Bin ich ein Tier?! Ja! Aber eines das weiß, wie sich die vom urzeitlichen Jäger gehetzte Gazelle in der Steppe gefühlt haben muss …

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Ganz habe ich die Vorgabe nicht erfüllt. Aber ein Durchschnitt von 3:48 min/km ist definitiv mein  Maß der Dinge an so einem frühen und kühlen Morgen. Wieder eine Hürde genommen. Die nächste folgt am Donnerstag. Aber dafür suche ich mir Gesellschaft …

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18 Gedanken zu “Hürden

  1. Hallo Rainer,

    also ich greife morgens zum Wachwerden lieber zu einer Tasse Kaffee. Deine Methode, morgens wach zu werden, wäre mir einfach zu anstrengend 😉

    8x 1000m im 3.45?? Das ist mal ne Aufgabe…. die ja zum Glück hinter dir liegt.

    Liebe Grüße aus dem Münsterland
    Carsten

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  2. Ach, lieber Rainer, im Gegensatz zur vom Urzeitjäger verfolgten Gazelle hast du überlebt – also ist doch alles gut! Das mit der eleganten Hürdentechnik kommt dann im nächsten Trainingsplan an die Reihe … 😉

    Gute Erholung bis Do morgen – lass mich raten: 16 km MRT an der Mosel mit deinem Trainings(plan)partner? 😎

    LG, halt dich tapfer – 4 Wochen noch!
    Anne

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    • Liebe Anne,

      über diese Hürde konnte ich nur noch mühsam steigen, wie Du sicher erkannt hast. Und ich werde auch kein eleganter Hürdenläufer werden. Das überlasse ich anderen. 😉

      Mit Blick auf den Donnerstag sehe ich, dass du die Trainingspläne von Jens durchschaut hast. Aber es werden „nur“ 14 Kilometer sein. Locker, oder? 🙄

      Wirklich intensiv sind noch zwei Wochen, dann geht es ja schon ans Tapering. Na ja, ein Tempodauerlauf im Renntempo + x wird es dann doch noch geben.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  3. Lieber Rainer,

    mir gehen die Worte aus. Was soll ich schreiben? Bewunderung? Bedauern? Anerkennung? Verrückerklären?

    Ich belasse es bei einem Schulterklopfen. Vier Wochen noch!

    Und eine Woche später wird es gemütlich 🙂

    Liebe Grüße
    Volker

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  4. AUTSCH!!!
    Lieber Rainer,
    diese Intervalle tun ja noch beim Lesen weh! 😯
    Gute Erholung bis morgen 😉 ich bin mir sicher beim Wettkampf wirst du froh und dankbar über jeden erschundenen Tempokilometer sein! 🙂

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    • Keine Sorge, Doris, ich habe in den Beinen kein schlechtes Gefühl. Und der Oberschenkel ist auch wieder in Ordnung. Die Erwartung an das von dir beschriebene Gefühl beim Marathon lässt mich das ganze Training durchstehen. Ich bin sehr gespannt.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  5. Lieber Rainer,

    mehr als 8 Kilometer im Kreis und das noch in so einem Höllentempo 😯 aber alles geht und so bist Du schon wieder Dein Ziel einen Schritt näher gekommen 😀 Gut gekämpft!!

    Ich glaube Dir aber nicht ganz, dass nur die letzte Runde weh getan hat… 😉

    Liebe Grüße Anna

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  6. Tapfer, tapfer – und das so früh am Morgen. Prima, wie du die Intervalle gemeistert hast. Ich kann mir gut vorstellen, dass Sie weh getan haben.
    Aber wer Ziele hat, der nimmt einiges auf sich!
    Jetzt hoffe ich, dass die Beine am Donnerstag nicht zu schwer sind.
    Liebe Grüße
    Bianca

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  7. Mein lieber Herr Gesangsverein. wie man bei uns so schön sagt. Das sind ja Tempi, die wird einem schwindelig. Und wo bist Du da beim Lauf aus der Bahn gelaufen? Hmmm? An dem Bild arbeiten wir aber noch…

    Nee mal im Ernst. Höllenrespekt!

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    • Liebe Anja,

      schwindelig war mir am Ende auch fast ein wenig. Na ja, um elegant die Hürde zu nehmen, dazu hat es dann nicht mehr gereicht 😉 Aber das Bild ist ja zum Glück eher von symbolischer Natur. Da standen einige Hürden herum, da habe ich mir eine davon für das Shooting geschnappt.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  8. Lieber Rainer,

    mich wundert, dass Du noch Lachen kannst, vielleicht wäre doch noch mehr drin gewesen? :mrgreen:
    Nene, wenn ich schon Bahn höre, stellen sich die Nackenhaare auf…Hauptsache Du erreichst Dein Ziel!

    Salut

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    • Lieber Christian,

      lachen konnte ich erst, nachdem ich wieder genug Luft dazu hatte. Das ist ja das Faszinierende an den kurzen Strecken. Es geht einem doch sehr schnell wieder gut.

      Noch schneller? DEFINITIV NICHT! Wo meine Grenze in Sachen kurz und flott ist, weiß ich spätestens seit diesem „Erlebnis“ auf das Bahn.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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