So ein Biest …

DSC04500Ein ruhiger und nicht zu schneller Samstagslauf sollte es werden. Zum läuferischen Abschluss der ersten Rekomwoche des Marathontrainings für Düsseldorf hatte Coach Jens das in den Plan notiert. Der Zusatz, den er vermerkt hatte, war allerdings nicht ohne: „nüchtern wenn möglich“.

Gemeint war damit trotz der Fastnachtstage sicher nicht der Alkoholgehalt im Läuferblut. Nix Frühstück, nur ein Glas Wasser, das war also das Handicap für diesen Samstagslauf, zu dem neben Christoph und Marc seit langer Zeit auch mal wieder „Hightower“ Achim, „Happyman“ Jürgen und „Marathon-Rooky“ Frank um 8 Uhr am Sportplatz Olewig einfanden.

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„Heute geht es in den Wald.“ Der Ansage von Lauftreffcoach Christoph wurde Folge geleistet. Dass es da so matschig sein würde, hatte aber auch er nicht erwartet. Von Frosthärte keine Spur. Zum Teil tiefer Schlamm, häufig aber eine hübsch rutschige Schlickerschicht auf den Wegen. Nach dem Lauf ist es nicht mehr ganz soviel, weil ich ein Kilo davon an meinen Waden kleben habe.

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17 statt der vorgegebenen 16 Kilometer liegen da hinter mir. Auch die drei Steigerungsläufe am Ende quetsche ich noch heraus. Das fehlende Häppchen vor dem Lauf hat sich am kleinen Biest mit einem Hungerloch bemerkbar gemacht. Aber das war zu befürchten und soll durch regelmäßiges nüchternes Laufen auf Sicht wohl vermieden werden.

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Christoph, Achim und Jürgen hatten wir übrigens leider auf der langen Steigung in Richtung Pellinger verloren, weil sie eine Abkürzung nahmen und danach nicht mehr zu finden waren. So habe ich mit Frank und Marc eben noch eine Runde als Trio im Tiergarten gedreht, bevor sich die Beiden auf den Petrisberg davonmachten, wo sie noch einige Kilometer anhängten. Mir genügten die 17 mit Loch im Bauch. So richtig Spaß macht das nicht. Aber auch das ist ein Erfahrung …

 

27 Gedanken zu “So ein Biest …

  1. Hallo Rainer,

    interessant, dass das geschult wird. Ich lauf ja immer nüchtern und auch 16km gehen „ohne“ wunderbar. Mir gehts immer anders herum. Mit irgendwas im Bauch läufts so gar nicht.
    Viel Erfolg.
    Anja

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  2. So ganz nüchtern mag ich auch nicht laufen. Bei meinen seltenen Morgenläufen muß es zumindestens ein Joghurt oder eine Banane sein.

    Und so ein Hungerloch ist wirklich unangenehm. Sowas möchte ich gar nicht trainieren müssen.

    Ein schönes Fastnachtswochenende wünscht
    Volker

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    • Lieber Volker,

      da sind wir uns wohl sehr ähnlich. Ich mag es ohne etwas im Bauch auch nicht.

      WAs Fastnacht angeht, enthalte ich mich in diesem Jahr komplett. Mir macht das nichts aus. Gar nichts. 😉

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  3. Ohne Frühstück los zu laufen – da bin ich schon nach 3 Kilometer fertig… so was geht bei mir gar nicht! Wozu soll das eigentlich gut sein? Auf nüchternen Magen zu laufen und dazu noch 17 Kilometer… ❓

    Hauptsache alles läuft nach Plan, und vor allem ohne Verletzungen! 🙂 Weiter so!!

    Liebe Grüße Anna

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    • Habe ich Dir schon gesagt, dass Du mir sehr sympathisch bist? 😉

      Das nüchterne Laufen ist wirklich eine eigene Erfahrung. Am kommenden Samstag sollen wir das wieder tun. Ich bin gespannt, ob es dann leichter fällt.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  4. Lieber Rainer,

    tja, man sieht schon an den ersten Kommentaren, dass sich da die Geister scheiden 😉 (Ich mach Morgenläufe übrigens auch lieber nüchtern…)
    Aber die Frage die ich mir beim Lesen gestellt habe ist: Wer ist denn nun das Biest? Der Hubbel, Jens oder der Hunger ❓
    Und: sind die drei verloren Gegangenen denn wieder aufgetaucht? 🙂

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    • Liebe Doris,

      Fragen über Fragen, die ich natürlich gerne beantworte. 😉

      Das kleine Biest kennst Du, es ist der Weg aus dem Tiergartental hoch auf die Hill. Der Hunger war eher das große Loch im Magen. Und Jens? Na ja, auf den würde ich doch niemals schimpfen 😉 Niemals 😳

      Die drei Jungs habe ich zwar nicht mehr gesehen. Aber ich habe mich telefonisch erkundigt. Alles gut. Sie hatten noch eine Schleife durch den Wald genommen. 🙂

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  5. Lieber Rainer,
    am Wochenende laufen ich auch immer am Morgen – oft nüchtern, weil ich noch keinen Hunger verspüre. Aber so weit bin ich dabei im Moment natürlich nicht unterwegs.
    Längere Läufe auf leeren Magen – da habe ich auch schonmal den ein oder anderen Hungerast erlebt. Fand‘ ich auch nicht so prickelnd. Aber das Frühstück danach ist unbezahlbar!
    Liebe Grüße
    Bianca

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  6. Lieber Rainer,

    das ist einer der Gründe warum ich die frühmorgendlichen Läufe nicht mag. Entweder nüchtern oder so früh etwas essen, dass man schon wieder laufen gehen kann 😉
    Respekt für diese Distanz in profiliertem Gelände, ist ja nicht so, dass es immer nur eben voran geht.
    Genieß den Sonntag

    Salut
    Christian

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    • Lieber Christian,

      ich kann Dich so gut verstehen. Wir Hungerhaken sollen dann auch noch nüchtern laufen. Ist irgendwie widersinnig, oder? 😉

      Du hast mit dem Profil natürlich Recht. Das war nicht ohne.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  7. Sich im Dunkeln gegen den Wind abmühen, Tempointervalle auf Glatteis und nun auch noch unterwegs Kohldampf schieben – und das alles „auf Befehl“. Sei ehrlich, lieber Rainer, so ein kleines bisschen sado-masochistisch geprägt ist die Trainer-Läufer-Beziehung zwischen dir und Jens schon, oder? 😉

    Vor allem das mit dem Hunger macht mir etwas Sorgen … ob du wohl den Beweis dafür erbringen könntest, dass die drei „verloren gegangenen“ Kollegen unversehrt zuhause angekommen sind? 🙄

    Liebe Grüße,
    Anne

    Liebe Grüße,
    Anne

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    • Liebe Anne,

      dass mein Trainer ein wenig sadistisch veranlagt ist, vermute ich auch. Ob ich meinen Hang zum Masochismus noch ausbauen kann? Darauf bin ich selbst gespannt. 😉

      Die Jungs sind gut angekommen. Mach‘ Dir keine Sorgen 😉

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  8. Lieber Rainer,
    ich kann auch ganz gut nüchtern laufen, aber nicht lange. So nach 1 1/2 Stunden ist dann auch Schluss.
    Und das mit dem tiefen Boden, das habe ich die letzten Tage auch erlebt. Hier oben ist zum Teil der Boden noch gefroren, aber obendrauf beginnt in der Sonne alles weich zu werden. Wie auf Schmierseife läuft und fährt es sich .
    Vielleicht kannst du ja hier bei uns mal eine Runde drehen und den ganzen Schmodder an deine Schuhe heften? Dann kann ich anschließend vielleicht leichter laufen! 😉
    Bei Biest habe ich auch erst an Jens gedacht … 😆
    Liebe Grüße
    Helge

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  9. Ziehst du eigentlich alles komplett durch, was dir dein “ Trainer “ sagt ? Oder variierst du hier und da ? Hut ab vor dieser konsequenten Verfolgung eines Planes, für mich war das nie etwas,da verliere ich die Lust am laufen, aber du und viele andere nutzen sie, um ihr Ziel zu erreichen – manchmal bis zum Erbrechen.

    Ohne Essen zu starten kann man sich sicherlich antrainieren, ich habe es versucht, für mich ist das die Hölle, darum nie wieder mit leerem Magen !

    Weiterhin viel Glück !

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    • Liebe Margitta,

      alles ziehe ich nicht so durch. Besonders in dieser Woche muss ich etwas variieren. Aber vom Grundsatz her muss ich auf seine Expertise vertrauen.
      Das mit dem Spaßverlust ist allerdings tatsächlich ein Problem. Da hilft es nur, das Ziel im Blick zu haben, sonst … 🙄

      Das mit dem Laufen ohne Essen ist in der Tat ein Foltermethode, wie mir scheint.

      Manchmal beneide ich Dich um Deine Gelassenheit im Bezug auf läuferische Ziele. Aber Du hast ja schon alles erreicht und musst Dir nichts mehr beweisen …

      Danke Dir!

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  10. Hallo Rainer,

    interessante Art des Trainings, wenn auch nicht mein Ding. Wenn ich schon morgens laufe, was sehr selten vorkommt dann doch mit mindestens einer Kleinigkeit im Bauch. Aber den Aspekt der besseren Kohlenhydratausnutzung finde ich interessant, muss ich mir mal durchlesen….

    Viele Grüße
    Oliver
    Viele Grüße
    Oliver

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  11. Biestig, biestig.
    Ob ich nüchtern laufe oder nicht, hängt von der Uhrzeit ab. Frühmorgens krieg‘ ich entweder nichts runter, bzw. ich bin zu tranig um mir Flüssignahrung (neudeutsch Smoothie) zu bereiten. Also bleibt es beim leeren Magen. 🙂

    Liebe Grüße,
    Harald

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