Unter Kontrolle

Soziale Kontrolle ist bei einem ambitionierten Trainingsplan keine schlechte Sache. So kommen keine Zweifel auf, ob die jeweilige Einheit wirklich notwendig ist. Das war bereits vor drei Jahren so bei der Vorbereitung auf den Hamburg-Marathon.  Die vielen Reaktionen heute waren aber dennoch überraschend. Lag es an dem erstmaligen Posting eines Suunto-Videoclips, der die 16 Kilometer meiner heutigen Tour animiert zeigt? Oder war es das Erstaunen darüber, zu welcher Zeit ich unterwegs war?

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Vermutlich ist es eine Mischung aus beidem, denn der Clip ist ganz lustig, wie ich finde. Und wer um 6.30 Uhr das Haus verlässt, um eben jene 16 Kilometer abzuspulen, die im Trainingsplan vorgegeben sind, bekommt auch nicht nur anerkennende, sondern durchaus ironische Kommentare zu hören.

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Da ich etwa eine Stunde nach dem Aufstehen brauche, bis ich mich einigermaßen wach und im Besitz aller notwendigen koordinatorischen Fähigkeiten  auf den Weg machen kann, bin ich heute tatsächlich um 5:25 Uhr aufgestanden. War nicht schlimm, ich war eh wach. Die Innere Uhr hätte hat auch ohne Wecker funktioniert.

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5:10 min/km lautete die Vorgabe für einen GA1-Lauf, also einen, der mit Laufpartner noch ein nicht allzu stockendes Gespräch ermöglicht hätte. Dass nicht zu viele Steigungen auf der Strecke liegen sollten, war damit klar. So bin ich also im Dunkeln zur Mosel und an der Mosel und durch die noch menschenleere City gelaufen.  Es war gar nicht so langweilig wie befürchtet. Für kurze Fotostopps war dennoch Zeit. Drei wichtige Trierer Baudenkmale und ein neues Graffiti mussten abgelichtet werden.

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5:09 min/km war am Ende die durchschnittliche Pace. Plan erfüllt! Morgen dann ein Ruhetag, bevor es am Freitag mit dem Training weitergeht.

21 Gedanken zu “Unter Kontrolle

  1. Lieber Rainer,

    „aufgeweckt, aber nicht ausgeschlafen“ – so muss man dich wohl in den nächsten Wochen charakterisieren, wenn das so weitergeht. Vielleicht kannst du dir ja die Fähigkeit aneignen im (Halb-)Schlaf zu laufen?! Wenn allerdings deine koordinativen Fähigkeiten in diesem Zustand wirklich noch nicht für das basale „linker Fuß, rechter Fuß“-Motorikprogramm ausreichen, musst du wohl weiterhin nach dem Weckerklingeln abwarten und grünen Tee trinken, bis du „lauftauglich“ bist. Und natürlich mit den Hühnern zu Bett gehen … 😉

    Liebe Grüße,
    Anne

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    • Liebe Anne,

      heute war das gar nicht so schlimm und eine Ausnahmesituation, weil es zu einem anderen Zeitpunkt nicht machbar gewesen wäre.

      Aber mit dem früheren zu Bett gehen hast Du vermutlich recht. 🙄

      Da mit dem Halbschlaf wird jedenfalls nicht funktionieren. Da könnte ich höchstens vor mich her bummeln. 😉

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  2. Lieber Rainer,

    um 5:25 Uhr aufzustehen um eine Stunde später auf der Strecke sein zu können und dazu noch im GA1-Tempo schnelle 16 km zu laufen … Respekt!!
    Für mich im Moment absolut undenkbar – ich bin froh, wenn ich um kurz nach sechs aus dem Bett komme… Ich weiß, wenn man muss, dann geht es aber ich bin froh, dass ich im Moment nicht muss 😉

    Einen erholsamen Ruhetag wünsche ich Dir!!

    Liebe Grüße Anna

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  3. Lieber Rainer, das sieht zwar richtig gut aus, rein optisch, aber ob es auch für dich so gut ist, Stress bei der Arbeit, Stress bei der Marathon-Vorbereitung ? Wie auch immer, du wirst hoffentlich wissen, was du dir zumuten kannst und was nicht. Verzeih‘ meine Offenheit, aber ich sage und schreibe gerne, was ich denke.

    Viel Glück bei allen deinen Vorhaben !

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    • Liebe Margitta,

      danke für Deine Vorsorge. Aber das Training ist (noch) kein Stress. Im Gegenteil. Das macht bislang ziemlich viel Spaß.

      Aber ich verspreche Dir, dass ich auf mich achte. Und gegen offene Worte habe ich nichts einzuwenden, ganz im Gegenteil. 🙂

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  4. Hallo Volker,
    morgens ist die beste Zeit zu laufen, finde ich. Und ich zolle jedem Respekt, der heir eigentlich nicht für „geeignet“ ist. Ich weiß ja, wie es mir geht, wenn ich abends laufen „soll“.

    Die Spielerei find ich echt klasse.
    Gruß
    Anja

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    • Hallo Rainer,

      die Welt ist noch ruhig und ohne Hektik am Morgen, das ist wahr. Wenn es nun noch etwas heller sein könnte, wäre es wirklich schön.

      Lob von Dir für meine Schnappschüsse! Danke 🙂

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  5. Wow, Rainer! Meinen Respekt hast Du. 16km abgespult – schon vor der Arbeit! Klasse gemacht! Und dann noch allein.
    Mein Tag startet immer um halb sechs. Boah, wenn ich da noch vorher laufen wollte. Never ever!
    Liebe Grüße
    Bianca

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    • Ah, ein Lebenszeichen von Bianca. 🙂

      Das mit dem frühen Aufstehen ist eine Sache der Gewöhnung. Für mich ist 5.30 Uhr wirklich ungewohnt früh. Noch früher laufen, wäre auch nur in absoluten Ausnahmesituationen möglich. 😉

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  6. Lieber Rainer,
    tja, manchmal muss man Opfer bringen, wenn man schnell sein will 😉
    Und wenn DU eh schon wach warst, warum nicht? Ich hoffe Du bist nicht schon eingeschlafen, wenn Du für Dich zu ungewohnter Zeit unterwegs warst 🙂

    Salut

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    • Lieber Christian,

      lese ich das Ironie aus Deinen Zeilen? 😉

      Ich will es ja selbst so. Wach war ich vermutlich in Erwartung des frühen Laufs. Anders kann ich mir das nicht erklären.

      Für den Tag hat das übrigens eher Energie gebracht als Müde zu machen.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  7. Lieber gelber Blitz von Trier 😉 – das Video sieht super aus!

    Wow, das ist ja mal eine ergiebige Morgeneinheit! 😀
    Und noch dazu mit genau getroffener Soll-Pace – ich finde es schon toll, frühmorgens vor der Arbeit laufen gehen zu können, allerdings fehlt mir das „Lerchen-Gen“ und um halb 7 muss ich immer schon los zum Bahnhof. Davor noch einen Lauf unterzubringen fällt mir schwer. 🙂

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    • Liebe Doris,

      na ja, für einen Blitz bin ich doch noch ziemlich langsam 😉

      Ungewohnt war diese lange Morgeneinheit tatsächlich. Aber das gehört in den kommenden Wochen wohl häufiger dazu. Es ist gar nicht schlecht, sich zu überwinden und noch ein wenig Trägheit abzuschütteln, gerade im Winter.

      Wenn Du so früh los musst, ist da kein Lauf mehr unterzubringen. Das ist aber auch nicht nötig, Dafür hast Du ja die hellen Nachmittagsstunden. Ich arbeite ja immer bis in den Abend. Da bleibt mir oft nichts anderes übrig, als der Morgen.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  8. Hallo Rainer,
    Gespräch bei 5:10 ?! Da wären meine Wortbeiträge nur schnaufen… Aha, Suunto hat auch so eine Videofunktion… Ich schaue mir meine bei Polar gelegentlich an, aber der Nutzeneffekt ist m.E. doch eher gering.
    Und ansonsten können wir uns gern am Rande des Marathons in D’dorf treffen, wir werden den auch laufen 🙂
    Liebe Grüße
    Elke

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    • Liebe Elke,

      die Videofunktion ist sicher eine Spielerei. Mir gefallen die Animationen aber ganz gut, zumal auch Pausen und schnellster Kilometer angezeigt werden.

      Das mit einem Treffen in Düsseldorf behalten wir im Auge. Ich würde mich freuen. 🙂

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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