Vorglühen

Gestern Abend musste es einfach sein. Blauer Himmel  und Sommerstimmung, dazu noch Beine mit reichlich Laufdefizit in dieser Woche. Ein Abendlauf über den Petrisberg, die klassische Drachenrunde.

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Unglaublich warm dieser Abend. An der Weinbergsmauer raschelt es nur so von davonflitzenden Eidechsen. Eine bekomme ich dennoch vor die Linse. Denn natürlich ist Fotografierwetter.

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Die Leopardenschnecke – ich taufe sie einfach mal so – macht da schon weniger Probleme in Sachen Geschwindigkeit. Ganz schön mutig, sich bei gefühlt 30 Grad an die Sonne zu wagen.

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Mir ist jedenfalls angesichts bei diesen Temperaturen nach Erleichterung. Mein vom Shirt befreiter Oberkörper blendet zwar vermutlich einige Autofahrer im Tal.  Ist mir aber heute egal. Es ist einfach ein Genuss.

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Mein Lieblingstrail ist zwar schon wieder ein wenig verwachsen. Aber vielleicht liegt es ja an meiner Schneideaktion vor dem Freundschaftslauf, dass ein Durchkommen auch mit freiem Oberkörper noch einigermaßen leicht ist.

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Auf dem abgesperrten Gelände am Brettenbach raucht ein Feuer zeitweise gewaltig. Vermutlich verwandeln sich da wieder einmal alte Weinbergspfähle kontrolliert in Asche. Für Läufer und Spaziergänger ist das allerdings wenig romantisch und je nach Windrichtung atemberaubend.

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Aber auf dem Weinbergsweg zur Sickingenstraße steht der Wind zum Glück günstig. Und wie immer präsentiert sich die Stadt von hier prächtig.

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Hinauf also und zurück auf das ehemalige Landesgartenschaugelände. Soll ich das Shirt nun wieder überziehen? Ich entscheide mich trotz der Blicke einiger verwunderter, vielleicht auch amüsierter Passanten noch dagegen.

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Erst nach dem Turm Luxemburg, als eine Horde feiernder Studenten am Grillplatz hinter den Wohnheimen in Sicht kommt, schlüpfe ich doch wieder in das züchtig schwarze Shirt. Schließlich muss ich mitten durch die Meute, die ein lustiges Spiel treiben, bei dem sie vergleichsweise schnell ihr Alkoholpensum erhöhen.

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Meine Beine fühlen sich mittlerweile reichlich schwer an. Das liegt auch an der Schuhwahl. Denn zum ersten Mal seit Monaten habe ich die leichten und flachen Fujiracer an den Füßen. Da werden die Waden ordentlich gefordert.

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Zum Hospizlauf werde ich für den Asphalt wieder gut gedämpfte Mizuno vorziehen. Ich freue mich über Gesprächspartner bei diesem Benefizlauf. Wer das will, muss allerdings früh aufstehen. Der harte Kern des SV Olewig läuft in der Nacht zum Samstag ab 3.47 Uhr in Bernkastel-Kues los und bleibt bis etwa 8:30 Uhr auf der Strecke. Detzem oder Mehring werden die Ausstiegspunkte. Ein Lauf in den Morgen also, mit hoffentlich den magischen Momenten, die ich in der Laufkolumne beschrieben habe.

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Und was fällt mir beim Blick auf dieses Foto ein? Alles im grünen Bereich! Absolut.

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Allen Freunden und Gästen meines Blogs wünsche ich ein tolles Wochenende mit einem großen Finale!

 

 

10 Gedanken zu “Vorglühen

  1. Herrliche Bilder, lieber Rainer! „Oben ohne“ scheint ja „bei Bloggers“ derzeit hoch im Kurs zu stehen – ich mach trotzdem nicht mit. Und auch bei „bauchfrei“ nicht, denn das geht aus ästhetischen Gründen bekanntlich nur, wenn frau eben keinen Bauch, sondern nur Bauchmuskeln hat! 😉

    Liebe Grüße, wir sehen uns morgen früh – und sprechen uns vielleicht auch, wenn die Puste bei mir reicht! 🙂
    Anne

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  2. Überall liest man von Oben ohne – Läufen 😆
    Naja, natürlich nur in den Blogs der männlichen Läufer. Bei den Frauen habe ich das noch nicht gelesen.
    Ihr Männer habt es schon gut: Oben ohne Laufen, im Stehen pinkeln, …

    Du hast übrigens wieder tolle Bilder gemacht. Einfach nur schön.
    Liebe Grüße
    Helge

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  3. Lieber Rainer,

    oben ohne und unten lange Hosen… schon eine etwas ungewöhnliche Kombination… 😉 aber eigentlich ist es doch egal, was andere denken, Hauptsache es fühlt sich gut an!! 😀 (an den Studenten vorbei hätte ich aber auch angezogen 😉 )

    Wie immer wunderschöne Bilder von deinem Lauf!! Ich wünsche Dir einen schönen Hospizlauf mit vielen magischen Momenten!!

    Liebe Grüße Anna

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    • Liebe Anna,

      das ist keine lange Hose, sondern eine 3/4 und Stulpen in der Kombination. Sieht aber von der Ferne tatsächlich aus wie eine lange Hose 😉

      Danke für das Kompliment in Sachen Bildern. Die Magischen Momente vom Hospizlauf, natürlich nicht alle, folgen.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  4. Tja, lieber Rainer,

    wir haben es schon gut, dass wir uns doch mal unkompliziert des T-Shirts entledigen können 🙂 Aber dafür dürfen wir ja im Job immer noch keine kurzen Hosen tragen, während die holde Damenwelt immer kurz und kürzer träg ;-).

    Aber warum mitten im Hochsommer die lange Hose? 🙄

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
    Volker

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  5. Lieber Rainer,
    ich muss mich Volkers Frage anschließen. Das Shirt-weg hat mich weniger erstaunt, als die lange Hose.
    Vielleicht war es ja diese Kombi, die die verwunderten Blicke verursacht hat und nicht das T-Shirt in der Hand?
    Ich bin mir sicher, euer Lauf war ganz wunderbar und freue mich schon auf diverse Berichte!

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    • Beim nächsten Mal werde ich auch eine wirklich kurze Hose tragen, um Fragen zu vermeiden. Es war eine nicht ganz lange Hose, wirkte aber so. 😉

      Der Hospizlauf war sehr schön, aber auch anstrengend. Ob ich den Bericht heute noch schreibe, kann ich nicht versprechen.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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