Störsender – und ein Samstagslauf

Einige Tage Funkstille in meinem Blog. Ungewöhnlich, denn ich war nicht verreist. Aber irgendwie fällt es mir in diesen Tagen etwas schwer, die gewohnten Dinge zu tun. Zudem musste ich drei neuen Volontären die Welt der Redaktion und unser nicht ganz einfaches Produktionssystem näherbringen. Anstrengend ist so etwas nicht nur für die motivierten Journalistenlehrlinge. Unabhängig davon will mein Alltag neu geordnet werden. Und das ist gar nicht so einfach, wie ich ursprünglich dachte. Im Job mache ich mir selbst mehr Druck als nötig. Ich weiß das, bekomme es aber dennoch derzeit nicht hin, entspannt an die Sache ranzugehen. Nach den ersten drei Monaten als Chefreporter ist irgendwie der mentale Wurm im Hirn. Zu viele Gedanken. Wo ist meine Gelassenheit geblieben?

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Hinzu kommen immer wieder gesundheitliche Rückschläge, die auch nicht dazu beitragen mein Befinden grundlegend zu verbessern. Autsch. Erst die Leiste, dann plötzlich wieder der Fuß … Vor drei Wochen nach dem X-Duathlon Störsignale, die sich spürbar verstärkten. Laufpause. Besserung. Ein langer Lauf ganz ohne Beschwerden, dann wieder Schmerzen. Laufpause. Gestern dann kaum Beschwerden. Heute wieder gelaufen. Flach und auf Asphalt. eigentlich ziemlich ätzend, diese langen Geraden an der Mosel. Aber dank netter Begleitung durch Christoph und Jürgen war es doch erträglich.

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Ein kleiner Abstecher durch den Park von Schloss Monaise und am Ende eine Schleife durch das wunderbare Tiergartental haben die Tour bei schwülem Wetter zum Glück lauftechnisch noch etwas aufgewertet. Am nächsten Wochenende geht es in jedem Fall wieder in die Natur. Wenn der Fuß es zulässt – nach 25 Kilometern heute fühlt es sich nicht schlecht an – steht der Bendersbachtallauf an. Ist leider einen Tag vor dem Zweiseenlauf, den Christoph und Marc machen wollen. Aber zumindest Jürgen wird im Meulenwald bei Föhren mit dabei sein.

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Und was war noch in dieser Woche? Der Auftakt zur sechsten Auflage von „Der TV bewegt!“. Das wäre eigentlich ein Grund zum Frohlocken, zumal der Abend bei den 60 Teilnehmern gut ankam. Aber – siehe oben – so richtig kommt das Seelchen nicht ans Hüpfen.

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Urlaub in den Osterferien. Darauf freue ich mich, auch wenn keine Reise ansteht. Zwei Wochen Ruhe und Abstand vom Job sind aber das, was mir gut tun wird. Und dann finde ich hoffentlich auch den Knopf, um den Störsender im Kopf abzuschalten.

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Jetzt frage ich mich natürlich, ob ich das hier so offen schreiben kann … Hoffentlich bereue ich es nicht. Und es gibt für den Notfall eine Lösung: Wenn es sich nicht bessert, schreibe ich wieder in meinem alten Blog: midlifecrisis

22 Gedanken zu “Störsender – und ein Samstagslauf

  1. Die Funkstille bei Dir ist mir tatsächlich gleich aufgefallen.

    „so richtig kommt das Seelchen nicht ans Hüpfen“, da haben wir was gemeinsam. Und auch die Situation im Job kommt mir irgendwie bekannt vor.

    Geniesse Du jetzt erstmal Deinen Urlaub, erhole Dich, schalte ab, genieße das Laufen. Versuche Dir auch da jeden Druck zu nehmen!

    Halt die Ohren steif, lieber Rainer. Ich versuche es auch 😉

    Liebe Grüße
    Volker

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  2. Lieber Rainer,
    Du kannst schreiben, was Du möchtest und wonach Dir der Sinn steht.
    Ich denke, so ein neuer Job verlangt einfach eine gewisse Zeit der Anpassung und Neuordnung. Das finde ich ganz normal und menschlich. Mach Dir mal darüber keinen Kopf.
    Aber ich bin mir sicher, das kriegst Du hin. Im Urlaub erstmal abschalten, vielleicht ein wenig die Gedanken ordnen. Nicht zu viel an den Job denken, es ist schließlich URLAUB.
    Und ich bin mir in noch etwas sicher – der midlifecrisis-Blog muss nicht reaktiviert werden.
    Ich wünsche Dir, dass Deine Gelassenheit bald wieder zurückkehren, und dass Dein Körper Ruhe gibt.
    Liebe Grüße. Bianca

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    • Liebe Bianca,

      vielen Dank für Deine Worte. Das tut gut. Ich bekomme auch reichlich Feedback, das nicht negative, oft sogar sehr positiv ist. Vielleicht bin ich einfach nur platt und urlaubsreif.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  3. Hallo Rainer,
    das Beste für Störsender im Kopf ist, mal alles rauszulassen. Deshalb musst du dir keine Gedanken machen , hier darüber zu schreiben. Ich kann dir gut nachfühlen, denn mir geht es ähnlich: beruflich in neue Aufgaben noch nicht richtig eingeordnet, gesundheitlich und
    läuferisch zwischen Hoffnung und Rückschlag. Wir sehen uns in Fohren.
    LG Harald

    läuferisch zwischen Hoffnung und Rückschlag. Wir sehen uns in Föhren. Ich kann aber nur die 10,8km laufen

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  4. Gut‘ Ding braucht Zeit
    sagte schon ein kluger Kopf
    so ist es auch mit deinem neuen Job
    und du kannst noch nicht einmal davon laufen
    weil auch der Körper nicht bereit ist
    mitzuarbeiten
    Lass dir Zeit mit allem
    beruflich kann ich dir keine Tipps geben
    läuferisch schon
    dass du mit Beschwerden dann wieder längere Läufe unternimmst
    ist in meinen Augen nicht so klug
    aber auch das wirst du wissen
    ich weiß
    das tut weh
    nicht nur dem Körper
    auch der Seele
    aber was nie richtig auskuriert wird
    kann nicht funktionieren
    nutze deine freie Zeit
    zum Erholen
    zur Pflege
    und nicht zum erneuten Stress
    für Körper, Geist und Seele
    fast hätte ich AMEN
    gesagt
    aber ich meine es so
    helfen wollend !

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  5. Lieber Rainer,
    die für dich ungewohnt lange Pause zwischen den Blogeinträgen ist auch mir aufgefallen. Aber – ein Blog ist ein Blog und keine Verpflichtung. Es soll ja Spaß machen und nicht noch zusätzlch belasten.
    Der Wurm im Hirn (ein hübscher Ausdruck übrigens) zeigt dir auf, dass die Veränderung doch größer war als geglaubt? Vielleicht hilft dir die Pause um Ostern mal in Ruhe zu überdenken, was dir helfen könnte, die veränderte berufliche Situation leichter zu bewältigen. Wenn du ein paar Punkte findest, kannst du danach beginnen, sie nach und nach umzusetzen.
    Ob das die gesundheitlichen Rückschläge beendet, weiß ich zwar nicht, aber oft hilft eine „freudehüpfende Seele“ auch dem Körper! 🙂

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    • Liebe Doris,

      Körper und Seele sind miteinander verknüpft, davon bin ich überzeugt. Wie anders wäre es zu erklären, dass uns das Laufen so glücklich macht?

      Es ist wohl so, Die Umstellung ist heftiger als gedacht. Und die vergangenen Monate waren ja nicht gerade wenig anstrengend.

      Ich werde überdenken und einige Dinge neu ausrichten. Dann wird das hoffentlich wieder.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  6. Lieber Rainer,

    ich denke jeder, der Dein Blog verfolgt, ist die Funkstille recht schnell aufgefallen. Ich habe mir schon gedacht, dass Du zurzeit viel zu tun hast, und ich denke jeder hier versteht Dich nur zu gut. Das Bloggen ist und sollte eine schöne und auch freiwillige Sache und keine Verpflichtung, es sollte Spaß machen!! Ich hoffe und wünsche es Dir, dass der Urlaub helfen kann die Störsender auszuschalten!

    Die Probleme mit Deinem Fuß hören sich leider nicht gut an… 😦 Hoffentlich auch nur ein Störsender, der sich von selbst wieder auflöst!! Auch das wünsche ich Dir vom ganzen Herzen!!

    Ganz liebe Grüße Anna

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  7. Hallo Rainer,
    solche Phasen wird es immer wieder geben und niemand bleibt davon verschont. Blöd halt, wenn mehrere Sachen auf einmal zusammen kommen. Aber besser von der Seele schreiben und reden, als alles in sich hineinzufressen. Und jetzt kommt erstmal der Urlaub. Auch wenn du nicht wegfährst, zum Kopf frei bekommen reicht es bestimmt.
    Und jetzt tief durchatmen und auf den Urlaub freuen.
    Liebe Grüße
    Karina

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  8. Dritter Versuch….
    Lieber Rainer,
    Umstellungen und Neuerungen, so positiv sie auch sein mögen, bringen wohl immer Stress mit sich. Ganz abgesehen von dem, den man sich dann auch noch selber macht. (Woher ich das weiß?….)
    In den Ferien wirst du hoffentlich die nötige Ruhe finden, dass das Seelchen wieder hüpfen kann.
    Am Samstag würde ich mich natürlich sehr freuen, wenn du (fit) zum Bendersbachtallauf kommst.
    Es gibt auch extra-leckeren Kuchen.
    Liebe Grüße
    Birthe

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    • Liebe Birthe,

      auf den Kuchen am Samstag freue ich mich schon. Im Tempo werde ich aber vermutlich nicht mit Dir mithalten können. Aber vielleicht bleibt davor und danach noch ein wenig Zeit zum Unterhalten.

      Danke für Deine postiven Worte.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  9. Lieber Rainer,

    ja, „Funkstille“ bei dir, das fällt wirklich auf – dass es nicht einfach zeitliche Überlastung ist, sondern dir auch so manches auf der Seele liegt und dich nicht unbeschwert sein lässt, tut mir sehr Leid! 😦

    100 Tage soll man sich ja geben, um Bilanz zu ziehen im neuen Job – was läuft gut, was muss anders organisiert werden. Wer seine Arbeit so engagiert anpackt wie du, muss zudem besonders aufpassen, damit er nicht ausbrennt. Da tun ein paar Tage frei dir hoffentlich gut – sie geben dir die Chance, dich wieder „einzunorden“ und Energie zu tanken für die nächsten 100 Tage … dann hüpft die Seele wieder und der Rainer mit ihr, ohne dass der Fuß murrt! 😎

    Wir sehen uns hoffentlich beim Bendersbachtallauf … für mich gibt’s allerdings (wie für Harald) allenfalls die kleine Portion! 😉

    Liebe Grüße, halt durch!
    Anne

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  10. Liebe Anne,

    danke auch Dir für die mentale und verbale Unterstützung. Es tut gut, so viele wohlwollenden Menschen zu kennen. Wir sehen uns am Samstag. Gerne nehme ich Dich nach Föhren mit.

    Liebe Grüße
    Rainer 😎

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  11. Lieber Rainer,
    weißt du was wirklich positiv ist? Du hast erkannt, das es einen Störsender gibt. Erkannte Probleme sind eigentlich keine Probleme mehr. 🙂 Ich bin mir ziemlich sicher, das du spätestens in einem Urlaub zur Ruhe kommst, deine Gedanken ordnen kannst und dann wieder frohen Mutes weiter machst.
    So ein neuer Job mit neuen Verantwortlichkeiten kann einem schon ganz schön an die Nieren gehen. Besonders, wenn man die eigenen Ziele zu hoch steckt. Und zu verkrampft an die Sache ran geht.
    Ich denke auch, das die körperlichen Dysbalancen zusammen mit dem Störsender verbunden sind.
    Gib dir etwas Zeit.
    Liebe Grüße
    Helge

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    • Liebe Helge,

      danke Dir für Deinen Zuspruch. Es sind noch drei Tage bis zur Auszeit. Das werde ich noch überstehen. Und dann wird hoffentlich das passieren, was Du beschreibst.

      Dass körperliche Probleme mit der seelischen Befindlichkeit im Zusammenhang stehen, weiß ich. Ist nur die Frage, was zuerst da war 😉

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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