Fit (fast) im Schlaf

DSC01973Margitta hatte mich gestern inspiriert. Das Thema Pause habe ich in den Mittelpunkt meiner neuen Laufkolumne gestellt, die wie immer am Donnerstag in der Tageszeitung Trierischer Volksfreund erscheint.

Fit  im Schlaf

Müssen Pausen sein? Diese Frage kann nur rhetorisch gemeint sein. Nicht nur im Beruf, sondern erst recht im Sport geht es nicht ohne Pausen. Das gilt besonders nach Verletzungen. Noch wichtiger ist es, genug zu pausieren, um verletzungsfrei zu bleiben.
Es kommt auf die richtige Dosierung von Intensität und Erholung an. Je nach Fitness ist die Mischung dafür unterschiedlich. Sogar Profisportler pausieren an mindestens einem Tag in der Woche, um dem Körper Erholung zu gönnen.
Zudem ist erwiesen, dass nach intensiven Trainingseinheiten Ruhetage besonders sinnvoll sind, an denen der Körper ordentlich Kraft schöpft, um beim nächsten Mal für eine ähnlich starke Belastung besser gerüstet zu sein. So verbessert sich die Fitness quasi wie im Schlaf.
Natürlich ist das etwas übertrieben formuliert. Ruhetag bedeutet eher nicht den kompletten Verzicht auf Bewegung. Ein Spaziergang, eine entspannte Radtour, Gymnastik oder ein Besuch im Schwimmbad zählen zur Rubrik Entspannung mit positivem Trainingseffekt.
Die gesündeste Formel, um seinem Körper Gutes zu tun, glauben Wissenschaftler übrigens gefunden zu haben: dreimal wöchentlich 40 Minuten in moderatem Tempo laufen. Und an jedem der restlichen Wochentage 7000 Schritte.
„So viel!“, werden die einen sagen; „so wenig?“ die anderen. Letztlich muss jeder für sich das richtige Maß finden. Aber Vorsicht! Wer zu schnell seine Leistungen steigert, riskiert Verletzungen. Und dann wird die Pause definitiv länger als erwünscht.

15 Gedanken zu “Fit (fast) im Schlaf

  1. Heute Morgen blätterte ich im Wartezimmer in einer „Men’s Health.“ Irgendwie sprach mich die Überschrift „Vom Spargel zum Tarzan“ an, keine Ahnung, wieso 🙂
    Da ging es auch um die Wichtigkeit von Regeneration. Der Tipp lautete sinngemäß: „Gehen Sie nicht, wenn Sie auch fahren können. Stehen Sie nicht, wenn Sie auch sitzen können. Sitzen Sie nicht, wenn sie liegen können. Liegen Sie nicht, wenn Sie auch schlafen können.“
    Da konnte ich mich als Läufer nicht so recht damit anfreuden. (Eine gewisse Skepsis scheint mir ohnehin angebracht, wenn es heisst: „Sixpack noch vor Weihnachten“ 😀 )
    Dass Profisportler einen Tag pausieren, glaube ich nicht. Die Belastung ist an gewissen Tagen einfach nur regenerativ. Herr Steffny möchte ja sogar unsereinen schon 7 Tage die Woche trainieren lassen.
    Ich mache zumindest Kraftsport an den lauffreien Tagen. Laut einem der Achim-Achilles-Ratgeber-Ärzte könnte man sogar am Lauftag Kraftsport betreiben, ohne dass sich das in die Quere käme…

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    • Sonderbare Tipps in diesem Spargel-Tarzan-Magazin … 🙄

      Was Du zum Thema Regeneration schreibst, ist natürlich richtig. Ruhetag oder Rekomtag bedeutet nicht, komplett nichts zu tun. Es kann eine alternative Sportart sein. Zum Beispiel Kraftsport, dann aber ohne heftige Belastung der Beinmuskulatur. An einem Lauftag auch Kraftsprot zu machen, ist hingegen durchaus möglich. Kommt dann eben auf die Belastung an.
      Sieben Tage intensives Training ohne Pause können nicht gut sein. Da stimme ich nicht mit Steffny überein.

      Profisportler machen an einem Ruhetag ein Pensum, das für uns intensiv wäre. Da gelten andere Regeln.

      Viele Grüße
      Rainer 😎

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  2. Also ich gönne mir auch Pausentage, an denen ich gar nichts mache. Ich bin nämlich auch gerne einfach mal nur faul und ich finde, dass kann man sich auch leisten, wenn man einigermaßen viel sportelt.

    Liebe Grüße
    Volker

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  3. Hallo Rainer,
    wie man bei uns sieht gibt es „echte“ und „unechte“ Ruhetage 😉 .
    An den unechten steht meist Rumpfstabi auf dem Programm – passend zu deinem Foto oben, hihi.
    In den Ruhewochen ist das Training meist reduziert, findet aber trotzdem statt.
    An die Ruhetage halten wir uns auch strikt, da wir schon zu viele Mitstreiter gesehen haben, die ins Übertraining, incl. Ermüdungsbrüchen usw. gerutscht sind.
    Ich mache gerade auch „Zwangsruhewoche“ wegen einer heftigen Erkältung 😦 .
    Liebe Grüße
    Karina

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    • Liebe Karina,

      vielen Dank für die sehr gute Präzisierung!

      Dir gute Besserung. Ich bin auch in dieser Woche noch nicht gelaufen, weil ich mit einer Erkältung kämpfe. Heute wollte ich, habe aber wegen des Regens mein Training vorsichtshalber auf die Gymnastikmatte verlegt.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  4. Ein wenig Bewegung kann nicht schaden
    aber ich kann auch sehr gut
    einen Tag gar nichts machen
    und das bekommt mir sehr gut
    weil ich doch relativ viele Kilometer in der Woche laufe
    deswegen hole ich aber nicht gleich das Auto raus
    wenn das Haus verlasse
    aber ein ganz voller Tag
    tut mir auch gut
    zu viele davon brauche ich nicht
    ab und an
    die anderen werden mit dem Fahrrad
    oder moderatem Gehen verbracht
    geht doch !

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    • Liebe Margitta,

      Deine große Erfahrung bestätigt das, was die Sportmediziner erforscht haben. Vielleicht hast Du ja sogar zu den Ergebnissen beigetragen.

      Ich halte es so ähnlich wie Du. Und seit der langen Verletzungspause „ruhe“ ich lieber einen Tag mehr als einen zu wenig.

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  5. ja, dass mit dem pasuieren ist schwierig. ich habe zwar regenerationstage an denen nicht gelaufen wird. aber häufig erkenne ich verletzungen zu spät oder ignoriere sie sogar. auf was das rausläuft kennen wir ja.

    wenns die zeit erlauben würde, wäre es sinnvoll eine meiner einheiten gegen biken zu ersetzen. das ist aber aktuell jahreszeitlich durch das mangelnde tageslicht schwierig, man ist wetteranfaääiger udn muss merh zeit in diese einheit investieren.

    vgd

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    • Es gibt auch noch die Alternative Gymnastikmatte. Das geht auch am frühen Morgen. Und vor dem Morgenmagazin-Fernseher ist die Stunde schnell vorbei.

      Pass auf Dich auf! Wir wollen weiterhin Deine schönen Bilder und Berichte genießen.

      LiebeGrüße
      Rainer 😎

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  6. Hallo Rainer,
    ich liebe Ruhetage. Ich muss gestehen ich mach dann auch wirklich Ruhetage. Auch mal so ganz ohne Sport.
    Wir haben aber auch an vielen Tagen eh 2 Einheiten. Da brauch ich tatsächlich 1 Tag wo ich mal ganz und gar bewegungsfaul bin.
    Man muss, wenn man von Leistungssportlern redet, auch immer bedenken, das die meisten noch ne ganze Kante jünger sind. Ich denke, jeh älter man ist, umso mehr fordert der Körper auch Regeneration. Weil eben auch alle Prozesse etwas länger brauchen.
    Man sollte einfach auf den eigenen Körper hören.
    Der sagt einem meistens laut genug was er will und braucht 🙂
    LIebe Grüße
    Helge

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    • Weise gesprochen, liebe Helge. Jeder muss herausfinden, was ihm gut tut. Aber es ist bekanntlich gar nicht so einfach, auf seinen Körper zu hören und die Signale nicht zu ignorieren. Zumindest galt das in der Vergangenheit auch für mich.

      Weiterhin viel Spaß und Erfolg bei der Vorbereitung auf Roth!

      Liebe Grüße
      Rainer 😎

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  7. Pausentage finde ich im Grunde auch wichtig. Obwohl ich denke, dass ein kleines Läufchen jeden Tag auch in Ordnung geht. Einfach gemütlich…
    Bei mir ergeben sich die Pausen ja meist von selbst… Irgendwas ist immer.
    Liebe Grüße, Bianca

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