Ruhetag im Tiefkühlschrank

 

Eisige Zeiten auf den Wegen rund um Trier.

Heute also Ruhetag. Das tut auch gut, zumal heute Morgen das Thermometer -14 Grad anzeigt. Und meine dezent muskelkatrigen Waden freuen sich auch über einen Tag Pause.

Erstes Lehrer-Kind-Elterngespräch mit Sohn#2 an der inzwischen nicht mehr so neuen Schule. Gemeinsame Zielvereinbarung unterschrieben. Tja, in diesen Zeiten kommen die Kinder schon früh in Kontakt zu so etwas. Für die Erfüllungsprämie bin in diesem Fall aber vermutlich ich zuständig 😉

Hier nachzuliefern ist noch die wöchentliche Kolumne, die unter dem Titel „Auf dem Laufenden“ in unserer Regionalzeitung Trierischer Volksfreund erscheint. Das Thema wird nicht überraschen …

Eisige Zeiten für den Start

Es wird Zeit: Die Vorbereitungen für den Frühjahrsmarathon sollten beginnen. Bis zum großen Ereignis in Hamburg bleiben beispielsweise nur noch 13 Wochen. Und die wollen genutzt sein, um die gut 42 Kilometer dann ohne totale körperliche Erschöpfung und mit passabler Zeit absolvieren zu können.
Was das konkret heißt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Für mich soll der Hamburg-Marathon jedenfalls eine neue persönliche Bestzeit bringen. Und damit das auch klappt, trainiere ich seit dieser Woche erstmals streng nach Plan.
Wow, Lauf-ABC mit Anfersen, Kniehub und Käsekästchen, Zwischensprints, Steigerungs- und Tempodauerläufe. Das sind Dinge, die ich teilweise schon fast vergessen hatte. Und dann diese Kälte … Das ist schon grenzwertig, wenn zum Training nur die Morgen- oder Abendstunden bleiben. Der Lauf gestern war dann auch der bisher kälteste meiner Läuferkarriere. Die Strecke führte durch den Wald, um dem beißenden Wind die Schärfe zu nehmen. Kleidung in mehreren Schichten nach dem Zwiebelprinzip, winddichte Jacke, Sturmhaube, Mütze und dicke Handschuhe gehörten zur Ausstattung. Denn Temperaturen um -10 Grad sind für das Laufen sicher grenzwertig und erfordern besondere Vorsicht. Besonders wichtig ist es, die Atemluft nicht mit Eiseskälte in die Lungen zu pumpen. Dabei trocknen die Atemwege stark aus, was Erkältungserregern den Angriff auf das Immunsystem erleichtert.
Also: Mundschutz tragen! Gegen die lästigen gefrorenen Tropfen aus kondensierender Atemluft an Wimpern und Augenbrauen hilft aber vermutlich doch nur eines: drinnen bleiben. Ein wenig Gymnastik schadet schließlich auch keinem Läufer.

16 Gedanken zu “Ruhetag im Tiefkühlschrank

  1. Was jetzt schon wieder Ruhetag, hat ja kaum erst angefangen ? 😉 Tz, tz…….

    -14 Grad ist schon ganz schön, so weit sind wir hier an der See (noch) nicht, aber -8 bis -9 reichen mir auch.

    Und jetzt nicht gleich rumpimpeln, von wegen zu Hause bleiben, grenzwertig und so weiter, da müssen wir durch, wir Läufer sind stark und vertragen eine Menge – auch temperaturmäßig.

    Mundschutz tragen – geht bei mir gar nicht !! 😉

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    • Was wäre der Tag ohne eine stichelnde Margitta 😉

      Bei der Kälte ohne Mundschutz? Das ist mir dann doch zu riskant. Ich hatte am Mittwoch nur ein tünnes Tuch, da habe ich die Lunge danach ganz schön gespürt. Das lag nicht an den 16 Kilometern und 400 Höhenmetern 😉

      Mit dickerer Sturmhaube am Donnerstag hatte ich danach überhaupt keine Probleme, trotz des flotten Tempos.

      Aber wir sind ja alle verschieden. Zum Glück. Und wenn Du nur mit hochgestelltem Kragen unterwegs bist und dich dabei wohl fühlst, ist das schon in Ordnung.

      Nenn uns Weicheier, aber wir laufen morgen erst um 14 Uhr: in der Sonne und bei frühsommerlichen -6 Grad 😆

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      • Komisch, du hast vollkommen Recht, wir sind alle verschieden, mir macht die kalte Luft nichts aus, ich spüre auch nichts an den Lungen, laufe bei Minusgraden bis zu derzeit 8, 9 – und es geht.

        Nein, ich laufe nicht nur mit hochgestelltem Kragen, sondern ich habe eine warmen Spezialbuff mit Hals und Kapuze, die Kapuze wird bei Bedarf festgezurrt und vom Hals bis übers Kinn gezogen, wenn du das nachvollziehen kannst, was ich gerade von mir gebe ❓

        NIEMALS käme ich auf die Idee, irgendjemand als Weichei zu bezeichnen, die Empfindungen sind anders, obwohl ich sonst auch ziemlich schnell friere, aber da habe ich zum Glück keine Probleme.

        Ich hoffe, du nimmst mir meine Sticheleien nicht übel, ich mag das und habe das Gefühl bisher, dass du mitspielst !

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        • Nein, liebe Margitta, ich mag es, wie du kommentierst, kann das gut vertragen und missverstehe dich nicht, glaube ich. Du darfst also gerne weiter sticheln 😉

          Das mit dem Buff habe ich übrigens auch verstanden. Morgen werde ich mal diese Variante ausprobieren. Am Nachmittag dürfte es nicht mehr so kalt sein.

          Ich spiele also weiter mit … und freue mich darauf 🙂

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  2. Geht der Sohn#2 auf eine Gesamtschule? Mir kommt das mit der Zielvereinbarung so bekannt vor 🙂

    Und zum Mundschutz: Ich tüddel mir ja auch immer mein Halstuch vor Mund und Nase, wenn ich bei diesen Temperaturen loslaufe… und schiebe es dann auf den ersten 500 Metern nach unten, weil ich das Gefühl habe nicht genug Sauerstoff zu bekommen. Zum Glück bin ich so gar nicht Infektanfällig, von daher kann ich das wohl mit gutem Gewissen machen. Zu Hause gibt es dann nach der heissen Dusche einen heissen Tee, zum Ausgleich – das muss dann reichen.

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    • Volltreffer 🙂

      Das Atmen durch den Stoff ist schon etwas mühsam. Früher bin ich aber oft so Ski gefahren, von daher empfinde ich es gar nicht als so schlimm. Und wenn es schnell bergauf geht, lässt sich so eine Integralmütze auch am Mund herunterziehen.

      Wie lautet der Spruch? Nur die Harten …. 😀

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  3. Du hast ja einen Trainingsplan und willst (oder musst?) bei zweistelligen Minusgraden Tempodauerläufe machen … da muss man sich wohl sowas einfallen lassen. Für mich gilt dagegen: Mundschutz geht gar nicht! Ich versuch’s immer mal wieder, aber ich kann nichts Festes vor Mund und Nase haben, das verursacht Erstickungsgefühle. Dann lauf ich lieber so langsam, dass ich noch ruhig durch die Nase (notfalls auch kurzzeitig durch den Mund atmen kann), das vertrage ich sehr gut.

    Wenn Du morgen oder übermorgen im Sonnenschein laufen wirst, ist es aber nicht annähernd so kalt – da kannst du die Vermummung reduzieren! Hatte ich vorhin – sehr, sehr angenehm!

    Liebe Grüße
    Anne

    Liebe Grüße
    Anne

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    • Ja, ohne mein Trainingsexperiment wäre ich sicher langsamer und am Mittwoch auch nicht so weit gelaufen. Einen Mundschutz hätte ich aber trotzdem getragen. Am frühen Morgen war die Luft einfach zu kalt. Und ich habe ja leider nicht die Alternative, später zu laufen.

      Deshalb freue ich mich schon auf Morgen. Da starten wir erst um 14 Uhr. 😀

      Schön, dass Du heute die Sonne genießen konntest.

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  4. Zielvereinbarung schon für Kleinen, wo sind wir bloß gelandet??

    Bislang bin ich noch nicht bei wirklich brutaler Kälte unterwegs gewesen, könnte mir aber vorstellen irgendwann doch auch lieber etwas vor dem Mund zu haben. Wie ich damit zurecht käme, bliebe abzuwarten. Schon wir mal wie es mit der Kälte weitergeht.

    Heute war bei uns der Wind plötzlich weg und mein Lauf somit temperaturmäßig und auch sonst richtig klasse 😀

    Liebe Grüße
    Volker

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  5. Hallo Volker, das habe ich gerade bei Dir gelesen. Tolle Fotos.

    Das mit den Zielvereinbarungen liest sich schlimmer als es ist. Ich finde es ganz gut, wenn nicht nur Eltern und Lehrer beim Sprechtag miteinander reden, sondern die Kinder einbezogen werden. Das gibt auch immer ein Feedback in Richtung Lehrer.

    Liebe Grüße
    Rainer 🙂

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  6. Ja, ein Ruhetag bei dem Wetter ist auch mal schön.
    Nachdem du dich die Tage davor durch die Kälte quälen musstest. (Ich habe mir ganz geschickt eine leichte Erkältung zugezogen. So der Zustand, in dem man nicht weiß, ob man dann richtig krank wird oder verschont bleibt. Nach vier Tagen Ruhe ist aber alles weg. Ein Glück. Jetzt kann es also ruhig wieder warm werden.
    😉
    Somit hatte ich dann mal eine handfeste Begründung zum zu Hause bleiben. Morgen ist aber Schluss, mal sehen, wie weit man kommt, bevor man einfriert.
    So eine Sturmhaube wäre mir wohl zu dicht. Da lobe ich mir meinen Buff, da geht genug Luft durch.
    Diese Zielvereinbarungen in der Schule, das hatten wir auch. Aufgrund einiger Erlebnisse, frage ich mich, ob es nicht sinnvoll wäre, solche Zielvereinbarungen auch mit/für die Lehrkraft zu treffen. Stellt sich nur die Frage, wer dann für die Erfüllungsprämie zuständig ist. (Und was die Konsequenz einer Nichterfüllung wäre .)
    Eber im Ernst: Das Gespräch motiviert ja die inder auch, da sie mitbekommen, dass sie wichtig sind und am Prozess beteiligt werden.

    Viel Spaß draußen in der Kälte,
    Birthe

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    • Hallo Birthe, eine Zielvereinbarung für die Lehrer (und vielleicht auch für die Eltern) ist gar keine so schlechte Idee 😉

      Die Erkältung hatte ich in der Woche davor. So eine erzwungenen Pause ist gar nicht so schlimm, wenn sie nicht zu lang ist. Dann hat man umso mehr Lust auf das Laufen.

      Ich hoffe, Du hattest dann auch den entsprechenden Spaß beim Wiedereinstieg.

      Liebe Grüße
      Rainer 🙂

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