Stockholm Marathon: Eine Bewertung

Die Anregung von Dirk will ich gerne aufgreifen und noch einige Zeilen zur Organisation beim Stockholm-Marathon schreiben:

Schweden ist natürlich kein billige Pflaster, zumal der Euro im Vergleich zum vergangenen Jahr deutlich an Wert verloren hat. Die Startgebühr von 100 Euro ist ein dicker Batzen, aber dafür gibt es dann auch eine Top-Organisation und als Zugabe für alle Finisher nicht nur eine Medaille, sondern auch ein hochwertiges Laufshirt mit entsprechender Aufschrift. Die Homepage ist übrigens ausgezeichnet. dort gibt es auch ein hübsches Video, das einen Eindruck von der Veranstaltung vermittelt.

Die Marathonmesse vor dem Lauf ist relativ klein im Vergleich zum Beispiel zu Köln oder Berlin. Und Schnäppchen lassen sich dort auch nicht machen, zumal in Schweden Laufschuhe im Sonderangebot preislich noch deutlich über dem regulären Preis in Deutschland liegen.

Freundlich sind die Schweden aber allemal. Und jede Frage wird gerne beantwortet, in englischer Sprache, die dort jeder beherrscht.

Besonders empfehlenswert ist es, sich einen Tempoläufer auszusuchen. Mit ensprechendem Zusatzschildchen am Trikot, ist es auch kein Problem, zu den am Start mit großen weißen Ballons versehnen Tempomachern zu kommen. Wer seine Zielzeit lieber alleine anpeilt, sollte sich auch eines der gelben Bändchen schnappen, auf denen die Durchgangszeiten für jeden Kilometer notiert sind, egal ob 4:30 Stunden oder 3:15 Stunden. Die gibt es für jede Zielzeit im 15-Minuten-Abstand.

Der Weg zum Start am Stockholmer Stadion ist leicht zu finden. Dank der schnellen U-Bahn gibt es so gut wie kein Gedränge, auch wenn die Massen mächtig sind, die da ihre Herausforderung sucht.

Auch die Zugänge zum Startbereich sind großzügig bemessen. Kein Vergleich zu Berlin, wo es extrem eng zugeht.

Auf der Strecke ist die Versorgung mit Trinkbarem vorbildlich. Alle 2 Kilometer gibt es zumindest Wasser und isotonisch Angereichertes. Ab Kilometer 18 warten Bananen, Salzgurken (sehr gewöhnungsbedürftig), Fleischbrühe, Powerriegel und Traubenzucker. Cola gibt es fünf Kilometer vor Schluss auch. Süß und ohne Kohlensäure.

Nach dem Zieleinlauf im Stadion gibt’s sofort die Medaille. Auf dem Nebenplatz wird der Zeitnehmerchip abgeschnitten und im Gegenzug das Shirt in der passenden Größe überrecht. Und danach locken jede Menge kulinarische Genüsse zur Stärkung. Nur in Köln habe ich eine größere Auswahl erlebt. Da wird sogar kostenlos Dosenbier verteilt. Für Schweden ist das fast eine Sensation. Ich habe allerdings alkoholfreies Weißbier – ein Hoch auf Erdinger! – und Kaffee bevorzugt.

Unterm Strich bekommt der Stockholm-Marathon von mir also eine glatte 1.

Und wer eine interessante und nicht zu teuere Unterkunft sucht, der sollte sich einmal die Jugendherberge/Hotel auf Longholmen ansehen. Ein ehemaliges Gefängnis, das inzwischen über drei Sterne verfügt. Sehr gutes Frühstücksbüffet. Und ein edles Restaurant gehört auch noch dazu.

4 Gedanken zu “Stockholm Marathon: Eine Bewertung

  1. Dass nenn ich Service!!!
    Sowohl in Stockholm, als auch von dir hier. 🙂

    MIt diesem Bericht wandert der Stockholm-Marathon in meiner Liste der Auslandsläufe die man mal machen sollte klar auf Platz EINS!!

    VIIIIELEN DANK Rainer!!!

    VG
    Dirk

    p.s. das Kontrastprogramm war heute der 10 er in Echternach:
    Nur 1x Wasser bei KM 5,5
    Chaos und NULL Beschilderung bei der Anmeldung
    Im Ziel: KEIN OBST, dafür staubtrockener Kuchen und die Getränkestände (die Kostenlosen) nicht gerade direkt im Blickfeld des Zieleinlaufes, vor allem wenn man nicht zu den ersten im Ziel gehört
    Beim Absperren war man auch sehr lasch und dann war der Kurs noch gute 200m zu lang.
    Alles in allem: eher nicht noch einmal für 9 EUR

    (sorry, das musste einfach raus)

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  2. Hallo Dirk,
    der schlechte Service in Echternach ist natürlich schade. Aber spätestens beim Trierer Stadtlauf wird es besser 😉

    Hoffentlich war wenigstens dein Lauf für dich zufriedenstellend!

    Viele Grüße
    Rainer

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  3. Kann ich alles nur bestätigen, nur die Jugendherberge nicht, ich wohnte privat mitten in Stockholm in einer 200 qm Wohnung, die uns der Eigentümer überlassen hatte für eine Flasche guten Whiskys.

    Stockholm – immer eine Reise Wert – Schweden sowieso !!

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